DRGSystemDeutschland

F51.0Nichtorganische Insomnie

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Andere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Insomnie ist ein Zustandsbild mit einer ungenügenden Dauer und Qualität des Schlafes, das über einen beträchtlichen Zeitraum besteht und Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und frühmorgendliches Erwachen einschließt. Insomnie ist ein häufiges Symptom vieler psychischer und somatischer Störungen und soll daher nur zusätzlich klassifiziert werden, wenn sie das klinische Bild beherrscht.

Exklusive:

Insomnie (organisch) G47.0

Diagnosehäufigkeit

Rang 1732 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,005 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 51 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4310,42 %15,2
1 bis unter 5 Jahre17891,8 %17,7
5 bis unter 10 Jahre10551,0 %7,7
10 bis unter 15 Jahre11471,1 %1,4
15 bis unter 18 Jahre11381,1 %7,4
18 bis unter 20 Jahre176111,8 %2,0
20 bis unter 25 Jahre5014365,2 %4,4
25 bis unter 30 Jahre5526295,7 %2,4
30 bis unter 35 Jahre7435397,7 %1,9
35 bis unter 40 Jahre6431336,7 %2,4
40 bis unter 45 Jahre5829296,0 %4,7
45 bis unter 50 Jahre9334599,7 %3,2
50 bis unter 55 Jahre102317111 %3,5
55 bis unter 60 Jahre137479014 %3,1
60 bis unter 65 Jahre9535609,9 %4,2
65 bis unter 70 Jahre5218345,4 %2,3
70 bis unter 75 Jahre5118335,3 %2,6
75 bis unter 80 Jahre288202,9 %3,2
80 bis unter 85 Jahre208122,1 %3,6
85 bis unter 90 Jahre9360,94 %9,0
90 bis unter 95 Jahre1100,10 %8,0
ab 95 Jahren2110,21 %–

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,9 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 4,7 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

1.857 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Allgemeine Psychiatrie, hat 23 %

  • Allgemeine Psychiatrie23 %428
  • Innere Medizin23 %427
  • Pädiatrie19 %348
  • Neurologie16 %302
  • Sonstige Fachabteilung11 %203
  • Übrige 11 Abteilungen8,0 %149
▸ Übrige einzeln
  • Pneumologie3,7 %69
  • Psychosomatik/Psychotherapie1,6 %30
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,92 %17
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %11
  • Intensivmedizin0,43 %8
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,38 %7
  • Geriatrie0,11 %2
  • Kardiologie0,11 %2
  • Gastroenterologie0,054 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,054 %1
  • Neurochirurgie0,054 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F51.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis7

Akute Insomnie [Schlafanpassungsstörung]
PrimärschlüsselPrimär†:F51.0
Idiopathische Insomnie
PrimärschlüsselPrimär†:F51.0
Nichtorganische Hyposomnie
PrimärschlüsselPrimär†:F51.0
Nichtorganische Insomnie
PrimärschlüsselPrimär†:F51.0
Paradoxe Insomnie
PrimärschlüsselPrimär†:F51.0
Psychogene Schlaflosigkeit
PrimärschlüsselPrimär†:F51.0
Psychophysiologische Insomnie
PrimärschlüsselPrimär†:F51.0

Änderungen

2010Bestand
Nichtorganische Insomnie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte