DRGSystemDeutschland

F31.-Bipolare affektive Störung

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wenigstens zwei Episoden charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau des Betroffenen deutlich gestört sind. Diese Störung besteht einmal in gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und Aktivität (Hypomanie oder Manie), dann wieder in einer Stimmungssenkung und vermindertem Antrieb und Aktivität (Depression). Wiederholte hypomanische oder manische Episoden sind ebenfalls als bipolar zu klassifizieren.

Inklusive:

Manisch-depressiv: Krankheit

Manisch-depressiv: Psychose

Manisch-depressiv: Reaktion

Exklusive:

Bipolare affektive Störung, einzelne manische Episode F30.-

Zyklothymia F34.0

Subkodes10

F31.0gegenwärtig hypomanische EpisodeChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.1gegenwärtig manische Episode ohne psychotische SymptomeChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.2gegenwärtig manische Episode mit psychotischen SymptomenChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.3gegenwärtig leichte oder mittelgradige depressive EpisodeChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.4gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische SymptomeChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.5gegenwärtig schwere depressive Episode mit psychotischen SymptomenChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.6gegenwärtig gemischte EpisodeChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.7gegenwärtig remittiertChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.8Sonstige bipolare affektive StörungenChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25
F31.9nicht näher bezeichnetChronischeMorbi-RSA’25ATC:20’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F31.-.

Rang 184 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,13 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 55 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre2200,009 %28,0
10 bis unter 15 Jahre249150,11 %39,2
15 bis unter 18 Jahre155391160,69 %36,8
18 bis unter 20 Jahre228931351,0 %36,6
20 bis unter 25 Jahre8773914863,9 %34,5
25 bis unter 30 Jahre1.2195926275,4 %33,6
30 bis unter 35 Jahre1.5077567516,7 %35,4
35 bis unter 40 Jahre1.6557568997,4 %34,7
40 bis unter 45 Jahre1.7147499657,6 %35,0
45 bis unter 50 Jahre1.7698079627,9 %38,1
50 bis unter 55 Jahre1.9449011.0438,7 %41,0
55 bis unter 60 Jahre2.8501.3031.54713 %40,5
60 bis unter 65 Jahre2.9571.3061.65113 %41,7
65 bis unter 70 Jahre2.1269321.1949,5 %41,1
70 bis unter 75 Jahre1.5786039757,0 %42,2
75 bis unter 80 Jahre9773416364,4 %36,9
80 bis unter 85 Jahre6241814432,8 %40,9
85 bis unter 90 Jahre222651570,99 %36,0
90 bis unter 95 Jahre194150,085 %28,1
ab 95 Jahren000–24,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

22.305 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (94 %)

  • Allgemeine Psychiatrie94 %21.058
  • Psychosomatik/Psychotherapie3,8 %839
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,74 %164
  • Innere Medizin0,43 %97
  • Neurologie0,30 %66
  • Übrige 16 Abteilungen0,36 %81
▸ Übrige einzeln
  • Geriatrie0,10 %23
  • Gastroenterologie0,045 %10
  • Intensivmedizin0,045 %10
  • Kardiologie0,045 %10
  • Neurochirurgie0,027 %6
  • Pädiatrie0,027 %6
  • Sonstige Fachabteilung0,018 %4
  • Chirurgie0,009 %2
  • Nephrologie0,009 %2
  • Orthopädie0,009 %2
  • Endokrinologie0,004 %1
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,004 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,004 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,004 %1
  • Pneumologie0,004 %1
  • Strahlenheilkunde0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Bipolare affektive Störung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte