DRGSystemDeutschland

F32.-Depressive Episode

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Episoden leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so genannten "somatischen" Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.

Inklusive:

Einzelne Episoden von: depressiver Reaktion

Einzelne Episoden von: psychogener Depression

Einzelne Episoden von: reaktiver Depression (F32.0, F32.1, F32.2)

Exklusive:

Anpassungsstörungen F43.2

depressive Episode in Verbindung mit Störungen des Sozialverhaltens F91.- F92.0

▸ noch 1 Angaben
Exklusive:

rezidivierende depressive Störung F33.-

Subkodes6

F32.0Leichte depressive EpisodeMorbi-RSA’25
F32.1Mittelgradige depressive EpisodeMorbi-RSA’25
F32.2Schwere depressive Episode ohne psychotische SymptomeMorbi-RSA’25ATC:6’25
F32.3Schwere depressive Episode mit psychotischen SymptomenMorbi-RSA’25ATC:6’25
F32.8Sonstige depressive EpisodenMorbi-RSA’25
F32.9nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F32.-.

Rang 44 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,54 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 41, der Frauen ab etwa 31 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000–103,0
5 bis unter 10 Jahre11678380,12 %43,4
10 bis unter 15 Jahre9.0941.2707.8249,3 %31,2
15 bis unter 18 Jahre13.4423.16410.27814 %30,7
18 bis unter 20 Jahre4.6661.8192.8474,8 %32,4
20 bis unter 25 Jahre8.5994.1544.4458,8 %32,9
25 bis unter 30 Jahre6.5703.3903.1806,7 %33,3
30 bis unter 35 Jahre5.6682.9212.7475,8 %32,4
35 bis unter 40 Jahre5.4072.8602.5475,5 %33,3
40 bis unter 45 Jahre4.9742.5912.3835,1 %34,0
45 bis unter 50 Jahre4.6932.3442.3494,8 %36,1
50 bis unter 55 Jahre5.6482.6712.9775,8 %36,7
55 bis unter 60 Jahre7.1513.4763.6757,3 %36,9
60 bis unter 65 Jahre6.0112.9883.0236,1 %36,2
65 bis unter 70 Jahre3.7151.6982.0173,8 %33,6
70 bis unter 75 Jahre3.3421.3931.9493,4 %32,2
75 bis unter 80 Jahre2.8311.0531.7782,9 %29,6
80 bis unter 85 Jahre3.2621.1222.1403,3 %28,3
85 bis unter 90 Jahre2.0047181.2862,0 %24,5
90 bis unter 95 Jahre4891523370,50 %19,7
ab 95 Jahren8026540,082 %14,8

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 24,5 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 36,9 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

98.551 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (60 %)

  • Allgemeine Psychiatrie60 %59.505
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie21 %20.541
  • Psychosomatik/Psychotherapie14 %13.807
  • Innere Medizin1,8 %1.813
  • Neurologie1,3 %1.256
  • Übrige 23 Abteilungen1,7 %1.629
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,69 %680
  • Geriatrie0,40 %394
  • Gastroenterologie0,13 %125
  • Intensivmedizin0,11 %106
  • Sonstige Fachabteilung0,097 %96
  • Kardiologie0,092 %91
  • Chirurgie0,042 %41
  • Neurochirurgie0,021 %21
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,017 %17
  • Nephrologie0,010 %10
  • Pneumologie0,010 %10
  • Unfallchirurgie0,009 %9
  • Endokrinologie0,006 %6
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,004 %4
  • Orthopädie0,004 %4
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %3
  • Thoraxchirurgie0,003 %3
  • Herzchirurgie0,002 %2
  • Kinderkardiologie0,002 %2
  • Plastische Chirurgie0,002 %2
  • Geburtshilfe0,001 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,001 %1
  • Urologie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Depressive Episode

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte