D68.09 Willebrand-Jürgens-Syndrom, nicht näher bezeichnet

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:123Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAHämophilie oder Willebrand-Jürgens-Syndrom mit Dauermedikation — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
ZE: ZE2023-139Diese Diagnose ist in Anlage 7 des Fallpauschalenkatalogs einem Zusatzentgelt zugeordnet. Abgerechnet wird es, wenn zusätzlich eine der auslösenden Prozeduren erbracht ist; die Schwellenwerte stehen in den Fußnoten unten.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2021 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Benutze für Zwecke der Abrechnung der Zusatzentgelte entsprechend Anlage 7 zur FPV eine zusätzliche Schlüsselnummer, um das Vorliegen einer "dauerhaft erworbenen" (U69.11!) oder "temporären" (U69.12!) Blutgerinnungsstörung anzuzeigen.

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über D68.-FoKA: Dissens

Ein Patient wird wegen eines nichttraumatischen Rektusscheidenhämatoms unter Phenprocoumon-Einnahme (INR im therapeutischen Bereich) aufgenommen. Was ist die Hauptdiagnose?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

100 Fälle · 56 % Frauen · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 44 % Innere Medizin’23

Die Statistik weist D68.09 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu D68.0 mit allen Subkodes.

Rang 4056 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 30, der Frauen ab etwa 14 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1101,0 %7,0
1 bis unter 5 Jahre1851318 %3,8
5 bis unter 10 Jahre9459,0 %4,7
10 bis unter 15 Jahre1971219 %3,6
15 bis unter 18 Jahre3033,0 %1,7
18 bis unter 20 Jahre1011,0 %2,0
20 bis unter 25 Jahre3123,0 %1,7
25 bis unter 30 Jahre5415,0 %1,4
30 bis unter 35 Jahre3213,0 %3,0
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre2112,0 %1,5
45 bis unter 50 Jahre3213,0 %5,7
50 bis unter 55 Jahre4044,0 %5,0
55 bis unter 60 Jahre1011,0 %1,0
60 bis unter 65 Jahre3213,0 %11,7
65 bis unter 70 Jahre3213,0 %7,0
70 bis unter 75 Jahre5235,0 %6,0
75 bis unter 80 Jahre7617,0 %5,6
80 bis unter 85 Jahre3123,0 %4,3
85 bis unter 90 Jahre6426,0 %9,8
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren1011,0 %7,0

Behandelnde Fachabteilung

2.240 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (44 % und 12 %)

  • Innere Medizin44 %975
  • Chirurgie12 %258
  • Kardiologie5,9 %133
  • Urologie5,8 %130
  • Gastroenterologie5,6 %126
  • Übrige 25 Abteilungen28 %618
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie4,6 %102
  • Pädiatrie4,1 %92
  • Unfallchirurgie2,1 %47
  • Nephrologie1,8 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,7 %39
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %33
  • Herzchirurgie1,4 %32
  • Orthopädie1,4 %31
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,3 %30
  • Gefäßchirurgie1,2 %26
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,0 %23
  • Geriatrie0,98 %22
  • Rheumatologie0,80 %18
  • Intensivmedizin0,71 %16
  • Neurologie0,58 %13
  • Pneumologie0,54 %12
  • Dermatologie0,49 %11
  • Kinderkardiologie0,27 %6
  • Neonatologie0,27 %6
  • Kinderchirurgie0,22 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,18 %4
  • Neurochirurgie0,18 %4
  • Endokrinologie0,13 %3
  • Geburtshilfe0,089 %2
  • Thoraxchirurgie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D68.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte1

ZE2023-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach § 5 Absatz 2 Satz 3 der Fallpauschalenvereinbarung 2023 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und ICD-Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2023 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.

Alphabetisches Verzeichnis14

Angiohämophilie
Primärschlüssel
Angiohämophilie A
Primärschlüssel
Angiohämophilie B
Primärschlüssel
Angiohämophilie-Syndrom
Primärschlüssel
Bernuth-Pseudohämophilie
Primärschlüssel
Faktor-VIII-Mangel mit Gefäßendothelfunktionsstörung
Primärschlüssel
Faktor-VIII-Mangel mit vaskulärer Dysfunktion
Primärschlüssel
Pseudohämophilie
Primärschlüssel
Pseudohämophilie vom Typ B
Primärschlüssel
Vaskuläre Hämophilie
Primärschlüssel
Von-Bernuth-Syndrom
Primärschlüssel
Von-Willebrand-Jürgens-Syndrom
Primärschlüssel
Von-Willebrand-Syndrom
903Primärschlüssel
Willebrand-Jürgens-Thrombopathie
Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

903
Von-Willebrand-ErkrankungICD: D68.00’26Hereditäre Pseudohämophilie · Hereditäres von-Willebrand-Syndrom · +2

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)5

B02BD02
Blutgerinnungsfaktor VIIIDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.0-+4
B02BD03
Faktor-VIII-Inhibitor-bypass-AktivitätDDD 7 TSD E PICD:D66D67D68.0-+4
B02BD06
Von Willebrand-Faktor und Blutgerinnungsfaktor VIII in KombinationDDD 1 TSD E P bezogen auf Blutgerinnungsfaktor VIIIICD:D66D67D68.0-+4
B02BD10
Von Willebrand-FaktorDDD 1,5 TSD E PICD:D68.0-D68.00D68.01+1
B02BD40
Vonicog alfaDDD 1,5 TSD E PICD:D68.0-D68.00D68.01+1

Änderungen1

2015Neu
Willebrand-Jürgens-Syndrom, nicht näher bezeichnet
übergeleitet aus D68.0

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte