1917u Unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln (bei Einnahme gemäß Verordnung)

VerwendungKodierrichtlinie — für die Kodierung stationärer Fälle verbindlich; sie geht den Hinweisen der Klassifikationen vor, soweit sie etwas anderes bestimmt.
7 ICDDiagnoseschlüssel, die der Regeltext oder seine Tabellen nennen. Sie sind dort verlinkt und stehen unten als Liste.
Beispiele: 5Kodes, die nur in den Beispielen vorkommen. Sie zeigen die Anwendung, sind aber nicht Gegenstand der Richtlinie — auf ihren Kodeseiten erscheint die Richtlinie deshalb nicht.
Schlichtung: 3Entscheidungen des Schlichtungsausschusses, abgedruckt in dieser Richtlinie: KDE 67 (19.08.2020), KDE 326 (21.07.2020), KDE 109 (06.10.2020)
6 Min. LesezeitGrobe Schätzung nach der Länge des Volltextes — die amtliche Fassung nennt keinen Umfang.
10 Übungsaufgaben zu 1917 Unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln (bei Einnahme gemäß Verordnung) — selbst kodieren und sofort auswerten, im Kodiertrainer.

Wortlaut der Richtlinie

Unerwünschte Nebenwirkungen indikationsgerechter Arzneimittel bei Einnahme gemäß Verordnung werden wie folgt kodiert:

ein oder mehrere Kodes für den krankhaften Zustand, in dem sich die Nebenwirkungen manifestieren, optional ergänzt durch

Y57.9! Komplikationen durch Arzneimittel oder Drogen.

Erfolgt die stationäre Aufnahme wegen einer Blutung unter Einnahme von Anti-koagulanzien, ist der Kode für das konkrete Blutungsereignis als Hauptdiagnose (entsprechend DKR D002 Hauptdiagnose (Seite 4)) anzugeben. Die Kodes für die hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien sind als Nebendiagnose zu verschlüsseln, optional ergänzt durch

Y57.9! Komplikationen durch Arzneimittel oder Drogen.

Entscheidungen zu dieser Richtlinie3

gilt für Aufnahmen ab 01.12.2020 · auch für Rechnungen, die am 06.10.2020 in MD-Prüfung waren

Der Versicherte stellte sich planmäßig in der gefäßchirurgischen Sprechstunde zur Kontrolle nach Bypass-Operation bei pAVK rechts vor. Zudem Z.n. Mitral- und Aortenklappenersatz (mechanisch).

gilt für Aufnahmen ab 01.10.2020 · auch für Rechnungen, die am 19.08.2020 in MD-Prüfung waren

Ein Patient bekommt während des stationären Aufenthaltes Cortison, entwickelt daraufhin eine Hyperglykämie und bekommt Altinsulin. Kein Diabetes bekannt, keine weitere Diagnostik diesbezüglich. Wie ist die Hyperglykämie zu kodieren?

gilt für Aufnahmen ab 01.09.2020 · auch für Rechnungen, die am 21.07.2020 in MD-Prüfung waren

Ein Patient wird wegen eines nichttraumatischen Rektusscheidenhämatoms unter Marcumar®-Einnahme (INR im therapeutischen Bereich) aufgenommen. Was ist die Hauptdiagnose?

Kodes, die diese Richtlinie regelt7

D68.33Hämorrhagische Diathese durch Cumarine (Vitamin-K-Antagonisten)
M62.88Sonstige näher bezeichnete Muskelkrankheiten: Sonstige [Hals, Kopf, Rippen, Rumpf, Schädel, Wirbelsäule]
R73.9Hyperglykämie, nicht näher bezeichnet
Y57.9!Komplikationen durch Arzneimittel oder Drogen
Z29.9Prophylaktische Maßnahme, nicht näher bezeichnet
Z51.4Vorbereitung auf eine nachfolgende Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert
Z92.1Dauertherapie (gegenwärtig) mit Antikoagulanzien in der Eigenanamnese

Kodes nur in Beispielen5

D59.2Arzneimittelinduzierte nicht autoimmunhämolytische Anämie
E87.1Hypoosmolalität und Hyponatriämie
I61.0Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal
R04.0Epistaxis
Z21Asymptomatische HIV-Infektion [Humane Immundefizienz-Virusinfektion]