T81.0 Blutung und Hämatom als Komplikation eines Eingriffes, anderenorts nicht klassifiziert

ICD-10-GM 2017Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 2 SEG-4-Empfehlungen · 1 weitere Quelle · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Blutung an jeder Lokalisation als Folge eines Eingriffes

Exklusive:

Hämatom einer geburtshilflichen Wunde O90.2

Blutung durch Prothesen, Implantate und Transplantate T82.8 T83.8 T84.8 T85.8-

Regeln außerhalb des Katalogs6

gilt für Aufnahmen ab 01.01.2021 · auch für Rechnungen, die am 11.11.2020 in MD-Prüfung waren

Zwei Tage nach endoskopischer Polypektomie am Magen wird ein Patient mit Teerstuhl stationär aufgenommen. Ursächlich wird eine Blutung aus der Polypabtragungsstelle festgestellt. Was ist die Hauptdiagnose?

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnah­men

gilt über T81.-

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnahmen als Hauptdiagnose

Bei einem Patienten wird eine transurethrale Resektion (TUR) eines Blasenkarzinoms durchgeführt. Der intraoperative Verlauf ist komplikationslos. Am ersten postoperativen Tag kommt es zu einer Nachblutung ohne Blasentamponade, es erfolgt eine Spülbehandlung. Als Hauptdiagnose wird der Kode C67.

Es erfolgt die Aufnahme eines Kleinkindes nach ambulanter elektiver Adenotomie vor zwei Tagen mit anhaltender nicht stillbarer Nachblutung. Das Kind wird intubiert und mit blutenden Operationswunden aufgenommen; eine operative Blutstillung erfolgt. Was ist die Hauptdiagnose? R04.

▸ noch 1 Regeln
BSGBSG, Urteil vom 17.11.2015: Vergütung von Krankenhausleistungen nach dem DRG-System – keine Krankenhausvergütung für die Behandlung einer Anämie beim vorsorglichen Bere …17.11.2015

Das bloß vorsorgliche Bereitstellen gekreuzter Blutkonserven ohne Transfusion genügt nicht, um Krankenhausvergütung für die Behandlung einer Anämie zu rechtfertigen.

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▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext T81.0 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Alphabetisches Verzeichnis16

Blutung einer Gefäßligatur
Primärschlüssel
Blutung einer Zahnalveole nach Extraktion
Primärschlüssel
Blutung eines Amputationsstumpfes nach Operation
Primärschlüssel
Blutung nach Eingriff
Primärschlüssel
Expulsive Blutung nach Kataraktextraktion
Primärschlüssel
Hämatom als Komplikation eines Eingriffes
Primärschlüssel
Hämatom nach chirurgischem Eingriff
Primärschlüssel
Hämatom nach Operation
Primärschlüssel
Hämorrhagie einer Gefäßligatur
Primärschlüssel
Hämorrhagie einer Zahnalveole nach Extraktion
Primärschlüssel
Hämorrhagie eines Amputationsstumpfes nach Operation
Primärschlüssel
Hämorrhagie nach chirurgischem Eingriff
Primärschlüssel
Nachblutung
Primärschlüssel
Postoperative Blutung
Primärschlüssel
Postoperative Hämorrhagie
Primärschlüssel
Postoperatives Hämatom
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Blutung und Hämatom als Komplikation eines Eingriffes, anderenorts nicht klassifiziert

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2017 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte