Geburtstrauma beim Neugeborenen P10-P15
Frakturheilung in Fehlstellung M84.0-
Nichtvereinigung der Frakturenden [Pseudarthrose] M84.1-
Pathologische Fraktur M84.4-
Pathologische Fraktur bei Osteoporose M80.-
Stressfraktur M84.3-
In diesem Kapitel wird Teil S zur Kodierung unterschiedlicher Verletzungen einzelner Körperregionen benutzt. Teil T dient zur Kodierung von Verletzungen mehrerer oder nicht näher bezeichneter Körperregionen, aber auch zur Verschlüsselung von Vergiftungen sowie von bestimmten anderen Folgen äußerer Ursachen.
In der Überschrift von Kategorien, die Verletzungen mehrerer Lokalisationen aufführen, bedeutet das Wort "mit", dass beide Regionen betroffen sind, während das Wort "und" bedeutet, dass eine der beiden oder beide Regionen betroffen sind.
Das Prinzip der multiplen Verschlüsselung von Verletzungen sollte befolgt werden, wo immer dies möglich ist. Kombinationskategorien für multiple Verletzungen sollen benutzt werden, wenn die einzelnen Zustände unzureichend bezeichnet sind oder wenn zur primären Klassifizierung die Angabe einer einzelnen Schlüsselnummer geeigneter erscheint. Ansonsten sollten die einzelnen Verletzungen getrennt verschlüsselt werden. Die Regeln und Richtlinien zur Verschlüsselung der Morbidität oder Mortalität in Band 2 (Regelwerk) sollten ebenfalls herangezogen werden.
Teil S und die Schlüsselnummern T00-T14 sowie T90-T98 enthalten auf der dreistelligen Ebene die Art der Verletzung, wie nachstehend aufgeführt:
Oberflächliche Verletzung, einschließlich:
Blasenbildung (nichtthermisch)
Insektenbiss oder -stich (ungiftig)
Prellung [Kontusion], einschließlich Quetschwunde und Hämatom
Schürfwunde
Verletzung durch oberflächlichen Fremdkörper (Splitter) ohne größere offene Wunde
Offene Wunde, einschließlich:
Risswunde
Schnittwunde
Stichwunde:-
mit (penetrierendem) Fremdkörper (außer bei Beteiligung tieferer Strukturen)-
o.n.A.
Tierbiss
Fraktur, einschließlich:
Dislokationsfraktur
| Geschlossene:-
einfache Fraktur-
eingekeilte Fraktur-
Elevationsfraktur-
Fissur-
Grünholzfraktur-
Impressionsfraktur-
Längsfraktur-
Spiralfraktur-
Torsionsfraktur-
traumatische Epiphysenlösung-
Trümmerfraktur | mit oder ohne verzögerte Heilung |
Knochenkontusion [bone bruise] - Für den Gebrauch der entsprechenden Kategorien sind in der stationären Versorgung die Deutschen Kodierrichtlinien heranzuziehen.
Luxationsfraktur
| Offene:-
Durchspießungsfraktur-
Fraktur mit Fremdkörper-
infizierte Fraktur-
komplizierte Fraktur-
Lochfraktur-
Schussfraktur | mit oder ohne verzögerte Heilung |
Exkl.: Frakturheilung in Fehlstellung M84.0-
Nichtvereinigung der Frakturenden [Pseudarthrose] M84.1-
Pathologische Fraktur M84.4-
Pathologische Fraktur bei Osteoporose M80.-
Stressfraktur M84.3-
Luxation, Verstauchung und Zerrung, einschließlich:
| Abriss
Distorsion
Riss
Traumatisch:-
Hämarthros-
Riss-
Ruptur-
Subluxation
Verstauchung
Zerrung | Gelenk (-Kapsel)
Knorpel
Ligament |
Verletzung der Nerven und des Rückenmarkes, einschließlich:
Kontinuitätsverletzung des Rückenmarkes und der Nerven
Rückenmarkläsion, komplett oder inkomplett
Traumatisch:-
Hämatomyelie-
Lähmung (vorübergehend)-
Nervendurchtrennung-
Paraplegie-
Tetraplegie
Verletzung von Blutgefäßen, einschließlich:
| Abriss
Riss
Schnittverletzung
Traumatisch:-
Aneurysma oder Fistel (arteriovenös)-
arterielles Hämatom-
Ruptur | Blutgefäße |
Verletzung von Muskeln und Sehnen, einschließlich:
| Abriss
Riss
Schnittverletzung
Traumatische Ruptur
Verstauchung
Zerrung | Sehne, Muskel oder Faszie |
Zerquetschung, einschließlich:
Crush-Verletzung
Zermalmung
Traumatische Amputation
Verletzung innerer Organe, einschließlich:
| Explosionstrauma
Kontusion
Prellung
Rissverletzung
Traumatisch:-
Hämatom-
Riss-
Ruptur-
Stichverletzung-
Zerquetschung | innere Organe |
Sonstige und nicht näher bezeichnete Verletzungen
Die einzelnen Verletzungen werden, wann immer möglich, entsprechend ihrer Lokalisation und ihrer Art so genau wie möglich kodiert.
Abgrenzung bei der Kodierung als Hauptdiagnose für stationäre Behandlung: F10.0 Psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation [akuter Rausch] gegen T51.0 Toxische Wirkung von vorwiegend nicht medizinisch verwendeten Substanzen, Toxische Wirkung von Alkohol, Äthanol
Aufnahme eines Patienten ins Krankenhaus nach schwerem Sturz. Nachweis einer Schmetterlingsfraktur des Beckens (nicht dislozierte Beckenringfraktur bds., d. h. Fraktur des Os ischii und des Os pubis, AO Klassifikation: A2). Wie sind die Frakturen zu kodieren? S32.
Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2017 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte