T50.- Vergiftung durch Diuretika und sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

T50.0 Vergiftung: Mineralokortikoide und deren AntagonistenMorbi-RSA⚖ 1
T50.1 Vergiftung: Schleifendiuretika [High-ceiling-Diuretika]Morbi-RSA⚖ 1
T50.2 Vergiftung: Carboanhydrase-Hemmer, Benzothiadiazin-Derivate und andere DiuretikaMorbi-RSA⚖ 1
T50.3 Vergiftung: Auf den Elektrolyt-, Kalorien- und Wasserhaushalt wirkende MittelMorbi-RSA⚖ 1
T50.4 Vergiftung: Auf den Harnsäurestoffwechsel wirkende ArzneimittelMorbi-RSA⚖ 1
T50.5 Vergiftung: AppetitzüglerMorbi-RSA⚖ 1
T50.6 Vergiftung: Antidote und Chelatbildner, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T50.7 Vergiftung: Analeptika und Opioid-Rezeptor-AntagonistenMorbi-RSA⚖ 1
T50.8 Vergiftung: DiagnostikaMorbi-RSA⚖ 1
T50.9 Vergiftung: Sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive SubstanzenMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

3.185 Fälle · 62 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 52 % Innere Medizin’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter T50.-.

Rang 574 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,019 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 40, der Frauen ab etwa 31 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4618281,4 %1,5
1 bis unter 5 Jahre2601311298,2 %1,2
5 bis unter 10 Jahre5032181,6 %1,2
10 bis unter 15 Jahre166391275,2 %1,4
15 bis unter 18 Jahre3286426410 %1,4
18 bis unter 20 Jahre153331204,8 %1,3
20 bis unter 25 Jahre267991688,4 %1,4
25 bis unter 30 Jahre175561195,5 %1,9
30 bis unter 35 Jahre14162794,4 %1,5
35 bis unter 40 Jahre15068824,7 %1,7
40 bis unter 45 Jahre13560754,2 %2,1
45 bis unter 50 Jahre13362714,2 %1,4
50 bis unter 55 Jahre16978915,3 %2,1
55 bis unter 60 Jahre14960894,7 %2,4
60 bis unter 65 Jahre15469854,8 %3,0
65 bis unter 70 Jahre10142593,2 %3,4
70 bis unter 75 Jahre10554513,3 %2,7
75 bis unter 80 Jahre11552633,6 %4,4
80 bis unter 85 Jahre186661205,8 %3,7
85 bis unter 90 Jahre12442823,9 %3,3
90 bis unter 95 Jahre6019411,9 %4,4
ab 95 Jahren183150,57 %3,6

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,2 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 4,4 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

3.185 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (52 % und 24 %)

  • Innere Medizin52 %1.657
  • Pädiatrie24 %778
  • Intensivmedizin8,1 %259
  • Gastroenterologie4,3 %137
  • Kardiologie3,9 %124
  • Übrige 20 Abteilungen7,2 %230
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie2,6 %84
  • Pneumologie0,94 %30
  • Sonstige Fachabteilung0,72 %23
  • Nephrologie0,50 %16
  • Chirurgie0,41 %13
  • Geriatrie0,41 %13
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,35 %11
  • Kinderkardiologie0,31 %10
  • Unfallchirurgie0,19 %6
  • Neonatologie0,16 %5
  • Allgemeine Psychiatrie0,13 %4
  • Endokrinologie0,094 %3
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,094 %3
  • Kinderchirurgie0,063 %2
  • Neurochirurgie0,063 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,031 %1
  • Herzchirurgie0,031 %1
  • Orthopädie0,031 %1
  • Plastische Chirurgie0,031 %1
  • Urologie0,031 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Vergiftung durch Diuretika und sonstige und nicht näher bezeichnete Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive Substanzen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte