S22.- Fraktur der Rippe(n), des Sternums und der Brustwirbelsäule

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Inklusive:

Thorakal: Dornfortsatz

Thorakal: Querfortsatz

Thorakal: Wirbel

Thorakal: Wirbelbogen

Kodierhinweis:

Benutze eine zusätzliche Schlüsselnummer aus S21.84!-S21.89!, zusammen mit S22.-, um den Schweregrad des Weichteilschadens bei einer Fraktur zu verschlüsseln.

Benutze die zusätzliche Schlüsselnummer M96.6, um anzugeben, dass die Fraktur beim Einsetzen eines orthopädischen Implantates, einer Gelenkprothese oder einer Knochenplatte aufgetreten ist.

▸ noch 5 Angaben
Kodierhinweis:

Benutze eine zusätzliche Schlüsselnummer aus Z96.6-, um anzugeben, dass es sich um eine Fraktur bei bereits vorhandenem orthopädischen Gelenkimplantat handelt.

Eine Verletzung des thorakalen Rückenmarks ist zusätzlich mit S24.- zu verschlüsseln.

Das Vorliegen einer Luxation bei einer Brustwirbelfraktur ist zusätzlich mit S23.- zu verschlüsseln. Ist die Zahl der zusammen mit der Luxation gebrochenen Brustwirbel nicht bekannt, so ist die Fraktur auf der höchsten Ebene zu verschlüsseln.

Exklusive:

Fraktur: Klavikula S42.0-

Fraktur: Skapula S42.1-

Subkodes8

S22.0- Fraktur eines BrustwirbelsAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
S22.1 Multiple Frakturen der BrustwirbelsäuleMorbi-RSA
S22.2- Fraktur des SternumsAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
S22.3- RippenfrakturAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
S22.4- RippenserienfrakturAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
S22.5 Instabiler ThoraxMorbi-RSA
S22.8 Fraktur sonstiger Teile des knöchernen ThoraxMorbi-RSA
S22.9 Fraktur des knöchernen Thorax, Teil nicht näher bezeichnetMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

65.645 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 36 % Unfallchirurgie’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter S22.-.

Rang 61 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,38 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 69, der Frauen ab etwa 81 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr16880,024 %8,9
1 bis unter 5 Jahre11740,017 %4,4
5 bis unter 10 Jahre16380830,25 %2,7
10 bis unter 15 Jahre3291901390,50 %3,0
15 bis unter 18 Jahre2811601210,43 %4,7
18 bis unter 20 Jahre257166910,39 %3,9
20 bis unter 25 Jahre7434792641,1 %4,4
25 bis unter 30 Jahre7695132561,2 %4,9
30 bis unter 35 Jahre1.0727862861,6 %4,4
35 bis unter 40 Jahre1.2119242871,8 %4,9
40 bis unter 45 Jahre1.5231.1473762,3 %5,0
45 bis unter 50 Jahre1.7601.3084522,7 %5,1
50 bis unter 55 Jahre3.1502.1679834,8 %5,3
55 bis unter 60 Jahre4.5632.9991.5647,0 %5,6
60 bis unter 65 Jahre4.9493.2031.7467,5 %6,1
65 bis unter 70 Jahre4.7462.7891.9577,2 %7,3
70 bis unter 75 Jahre5.3462.8122.5348,1 %8,3
75 bis unter 80 Jahre6.6402.9453.69510 %9,3
80 bis unter 85 Jahre11.9044.5917.31318 %10,0
85 bis unter 90 Jahre9.7803.4346.34615 %10,1
90 bis unter 95 Jahre4.9941.4203.5747,6 %9,8
ab 95 Jahren1.4383181.1202,2 %8,9

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,4 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 10,1 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

65.645 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Unfallchirurgie, hat 36 %

  • Unfallchirurgie36 %23.437
  • Chirurgie32 %20.952
  • Orthopädie12 %7.954
  • Geriatrie7,5 %4.911
  • Innere Medizin6,1 %4.002
  • Übrige 27 Abteilungen6,7 %4.389
▸ Übrige einzeln
  • Neurochirurgie2,2 %1.472
  • Thoraxchirurgie0,79 %519
  • Intensivmedizin0,73 %478
  • Sonstige Fachabteilung0,67 %438
  • Kardiologie0,58 %379
  • Neurologie0,33 %219
  • Pädiatrie0,28 %186
  • Gastroenterologie0,24 %156
  • Kinderchirurgie0,23 %148
  • Pneumologie0,13 %84
  • Herzchirurgie0,097 %64
  • Nephrologie0,091 %60
  • Urologie0,073 %48
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,058 %38
  • Gefäßchirurgie0,050 %33
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,020 %13
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,017 %11
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,015 %10
  • Endokrinologie0,014 %9
  • Rheumatologie0,009 %6
  • Plastische Chirurgie0,008 %5
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,006 %4
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,005 %3
  • Neonatologie0,003 %2
  • Strahlenheilkunde0,003 %2
  • Augenheilkunde0,002 %1
  • Kinderkardiologie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Fraktur der Rippe(n), des Sternums und der Brustwirbelsäule

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte