DRGSystemDeutschland

M86.4-Chronische Osteomyelitis mit Fistel

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stellig
In der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Chronische
Chronische bzw. langandauernde Erkrankung — wird bei der PCCL-Berechnung als Dauerdiagnose berücksichtigt.
Morbi-RSA’25
Osteomyelitis / Nekrotisierende Fasziitis / Arzneimittelinduzierte Knochennekrose — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.

Subkodes10

M86.40Mehrere LokalisationenChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.41Schulterregion [Klavikula, Skapula, Akromioklavikular-, Schulter-, Sternoklavikulargelenk]ChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.42Oberarm [Humerus, Ellenbogengelenk]ChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.43Unterarm [Radius, Ulna, Handgelenk]ChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.44Hand [Finger, Handwurzel, Mittelhand, Gelenke zwischen diesen Knochen]ChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.45Beckenregion und Oberschenkel [Becken, Femur, Gesäß, Hüfte, Hüftgelenk, Iliosakralgelenk]ChronischeMorbi-RSA’25SEG4-KDE:103ATC:16’25
M86.46Unterschenkel [Fibula, Tibia, Kniegelenk]ChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.47Knöchel und Fuß [Fußwurzel, Mittelfuß, Zehen, Sprunggelenk, sonstige Gelenke des Fußes]ChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.48Sonstige [Hals, Kopf, Rippen, Rumpf, Schädel, Wirbelsäule]ChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25
M86.49Nicht näher bezeichnete LokalisationChronischeMorbi-RSA’25ATC:16’25

Diagnosehäufigkeit

Rang 1054 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,012 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 62, der Frauen ab etwa 70 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre5410,23 %21,3
5 bis unter 10 Jahre2711161,2 %32,3
10 bis unter 15 Jahre251691,1 %26,2
15 bis unter 18 Jahre151140,68 %16,3
18 bis unter 20 Jahre141310,64 %15,9
20 bis unter 25 Jahre211740,96 %20,5
25 bis unter 30 Jahre544682,5 %26,9
30 bis unter 35 Jahre504192,3 %31,9
35 bis unter 40 Jahre9882164,5 %20,9
40 bis unter 45 Jahre9873254,5 %18,9
45 bis unter 50 Jahre11792255,3 %26,3
50 bis unter 55 Jahre144101436,6 %20,8
55 bis unter 60 Jahre2321844811 %20,0
60 bis unter 65 Jahre2401766411 %22,3
65 bis unter 70 Jahre2601887212 %19,8
70 bis unter 75 Jahre25714910812 %22,8
75 bis unter 80 Jahre190124668,7 %19,6
80 bis unter 85 Jahre18797908,5 %19,0
85 bis unter 90 Jahre12751765,8 %13,5
90 bis unter 95 Jahre249151,1 %11,5
ab 95 Jahren9360,41 %13,2

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 13,5 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 31,9 Tagen (30 bis unter 35 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

12.538 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Unfallchirurgie, hat 29 %

  • Unfallchirurgie29 %3.610
  • Chirurgie26 %3.232
  • Orthopädie13 %1.684
  • Pädiatrie8,3 %1.043
  • Plastische Chirurgie8,1 %1.013
  • Übrige 27 Abteilungen16 %1.956
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin3,9 %494
  • Kinderchirurgie2,2 %276
  • Gefäßchirurgie1,5 %184
  • Geriatrie1,2 %152
  • Neurochirurgie0,80 %100
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,73 %92
  • Herzchirurgie0,69 %87
  • Thoraxchirurgie0,61 %76
  • Rheumatologie0,50 %63
  • Gastroenterologie0,45 %57
  • Urologie0,40 %50
  • Sonstige Fachabteilung0,39 %49
  • Intensivmedizin0,37 %46
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,37 %46
  • Dermatologie0,31 %39
  • Kardiologie0,29 %36
  • Nephrologie0,24 %30
  • Neurologie0,20 %25
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,13 %16
  • Pneumologie0,088 %11
  • Endokrinologie0,080 %10
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,064 %8
  • Kinderkardiologie0,040 %5
  • Augenheilkunde0,008 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %1
  • Neonatologie0,008 %1
  • Strahlenheilkunde0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu M86.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)’2516

J01CA
Penicilline mit erweitertem WirkungsspektrumICD:304’25
J01CE
Beta-Lactamase-sensitive PenicillineICD:340’25
J01CF
Beta-Lactamase-resistente PenicillineICD:303’25
J01CG
Beta-Lactamase-InhibitorenICD:303’25
J01CR
Kombinationen von Penicillinen, inkl. Beta-Lactamase-InhibitorenICD:365’25
J01DB
Cephalosporine der 1. GenerationICD:303’25
J01DC
Cephalosporine der 2. GenerationICD:303’25
J01DD
Cephalosporine der 3. GenerationICD:339’25
J01DE
Cephalosporine der 4. GenerationICD:303’25
J01DF
MonobactameICD:183’25
J01DH
CarbapenemeICD:365’25
J01DI
Andere Cephalosporine und PenemeICD:268’25
J01FA
MakrolideICD:349’25
J01FF
LincosamideICD:297’25
J01MA
FluorchinoloneICD:374’25
J01XA
Glycopeptid-AntibiotikaICD:296’25

Änderungen

2010Bestand
Chronische Osteomyelitis mit Fistel

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte