DRGSystemDeutschland

Nr. 103Osteomyelitis, Osteosynthese

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • M86.45 Chronische Osteomyelitis mit Fistel: Beckenregion und Oberschenkel [Becken, Femur, Gesäß, Hüfte, Hüftgelenk, Iliosakralgelenk]
  • T84.6 Infektion und entzündliche Reaktion durch eine interne Osteosynthesevorrichtung [jede Lokalisation]
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2006-08-29). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Wird die Hauptdiagnose bei stationärer Behandlung eines Patienten mit chronisch fistelnder Osteomyelitis nach osteosynthetischer Versorgung einer Beckenfraktur mit


M86.45 Osteomyelitis, Chronische Osteomyelitis mit Fistel, Beckenregion und Oberschenkel


oder


T84.6 Infektion und entzündliche Reaktion durch eine interne Osteosynthesevorrichtung [jede Lokalisation]


verschlüsselt?


Kodierempfehlung:


M86.45 ist die spezifische Diagnose-Schlüsselnummer und entsprechend DKR D015 als Hauptdiagnose zu verwenden.


Siehe auch FAQ 1016 des DIMDI ab ICD-10-GM 2015.


Für Fälle ab 2019 gilt:


Die ICD gibt unter M86.- vor, dass bei Vorliegen einer Osteomyelitis im Rahmen einer periimplantären (implantatassoziierten) Infektion die zusätzliche Schlüsselnummer T84.6 anzugeben ist.


Siehe auch Kodierempfehlung 602.