DRGSystemDeutschland

F91.0Auf den familiären Rahmen beschränkte Störung des Sozialverhaltens

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Diese Verhaltensstörung umfasst dissoziales oder aggressives Verhalten (und nicht nur oppositionelles, aufsässiges oder trotziges Verhalten), das vollständig oder fast völlig auf den häuslichen Rahmen oder auf Interaktionen mit Mitgliedern der Kernfamilie oder der unmittelbaren Lebensgemeinschaft beschränkt ist. Für die Störung müssen die allgemeinen Kriterien für F91.- erfüllt sein. Schwer gestörte Eltern-Kind-Beziehungen sind für die Diagnose allein nicht ausreichend.

Diagnosehäufigkeit

Rang 2725 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 12 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre9632,6 %36,2
5 bis unter 10 Jahre93553827 %41,7
10 bis unter 15 Jahre183958854 %36,6
15 bis unter 18 Jahre54342016 %12,4
18 bis unter 20 Jahre000–4,5
20 bis unter 25 Jahre2200,58 %21,5
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre1100,29 %–
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 12,4 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 41,7 Tagen (5 bis unter 10 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

2.246 Fälle

Überwiegend Kinder- und Jugendpsychiatrie (79 %)

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie79 %1.767
  • Pädiatrie12 %261
  • Psychosomatik/Psychotherapie3,7 %83
  • Allgemeine Psychiatrie2,5 %56
  • Neurologie2,3 %51
  • Übrige 8 Abteilungen1,2 %28
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin0,45 %10
  • Sonstige Fachabteilung0,31 %7
  • Intensivmedizin0,22 %5
  • Kardiologie0,089 %2
  • Gastroenterologie0,045 %1
  • Kinderkardiologie0,045 %1
  • Orthopädie0,045 %1
  • Urologie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F91.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis1

Familienbezogene Störung des Sozialverhaltens
PrimärschlüsselPrimär†:F91.0

Änderungen

2010Bestand
Auf den familiären Rahmen beschränkte Störung des Sozialverhaltens

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte