DRGSystemDeutschland

F84.2Rett-Syndrom

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Chronische
Chronische bzw. langandauernde Erkrankung — wird bei der PCCL-Berechnung als Dauerdiagnose berücksichtigt.
Morbi-RSA25
Tiefgreifende EntwicklungsstörungenZuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
weiblich
Primär für weibliche Patienten vorgesehen (Kann-Kriterium). Bei abweichendem Geschlecht erzeugt der Grouper eine Warnung.
Orpha: 2
Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 2 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
Definition:

Dieses Zustandsbild wurde bisher nur bei Mädchen beschrieben; nach einer scheinbar normalen frühen Entwicklung erfolgt ein teilweiser oder vollständiger Verlust der Sprache, der lokomotorischen Fähigkeiten und der Gebrauchsfähigkeiten der Hände gemeinsam mit einer Verlangsamung des Kopfwachstums. Der Beginn dieser Störung liegt zwischen dem 7. und 24. Lebensmonat. Der Verlust zielgerichteter Handbewegungen, Stereotypien in Form von Drehbewegungen der Hände und Hyperventilation sind charakteristisch. Sozial- und Spielentwicklung sind gehemmt, das soziale Interesse bleibt jedoch erhalten. Im 4. Lebensjahr beginnt sich eine Rumpfataxie und Apraxie zu entwickeln, choreo-athetoide Bewegungen folgen häufig. Es resultiert fast immer eine schwere Intelligenzminderung.

Diagnosehäufigkeit

Rang 4537 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 9 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr0003,0
1 bis unter 5 Jahre1701729 %9,1
5 bis unter 10 Jahre1501526 %11,2
10 bis unter 15 Jahre1101119 %11,8
15 bis unter 18 Jahre60610 %12,7
18 bis unter 20 Jahre1011,7 %3,9
20 bis unter 25 Jahre2023,4 %1,0
25 bis unter 30 Jahre3035,2 %11,3
30 bis unter 35 Jahre0003,0
35 bis unter 40 Jahre1011,7 %
40 bis unter 45 Jahre00017,0
45 bis unter 50 Jahre0004,0
50 bis unter 55 Jahre1011,7 %
55 bis unter 60 Jahre1011,7 %4,0
60 bis unter 65 Jahre000
65 bis unter 70 Jahre000
70 bis unter 75 Jahre000
75 bis unter 80 Jahre000
80 bis unter 85 Jahre000
85 bis unter 90 Jahre000
90 bis unter 95 Jahre000
ab 95 Jahren000

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung23

3.842 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 33 %

  • Pädiatrie33 %1.258
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie31 %1.181
  • Allgemeine Psychiatrie29 %1.123
  • Neurologie4,2 %161
  • Sonstige Fachabteilung1,6 %60
  • Übrige 8 Abteilungen1,5 %59
▸ Übrige einzeln
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,83 %32
  • Innere Medizin0,49 %19
  • Intensivmedizin0,078 %3
  • Chirurgie0,026 %1
  • Gastroenterologie0,026 %1
  • Kinderchirurgie0,026 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,026 %1
  • Neurochirurgie0,026 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F84.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis2

Atypisches Rett-Syndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F84.23095
Rett-Syndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F84.2778

Seltene Erkrankungen (Orpha)2

778
Rett-Syndrom
3095
Rett-Syndrom, atypischesAtypisches RTT · Rett-Syndrom, Variante

Änderungen

2010Bestand
Rett-Syndrom

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte