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F80.-Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
1 – 124
Altersbeschränkung: 1 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
Definition:

Es handelt sich um Störungen, bei denen die normalen Muster des Spracherwerbs von frühen Entwicklungsstadien an beeinträchtigt sind. Die Störungen können nicht direkt neurologischen Störungen oder Veränderungen des Sprachablaufs, sensorischen Beeinträchtigungen, Intelligenzminderung oder Umweltfaktoren zugeordnet werden. Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache ziehen oft sekundäre Folgen nach sich, wie Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben, Störungen im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, im emotionalen und Verhaltensbereich.

Subkodes6

F80.0Artikulationsstörung1 – 124Morbi-RSA25
F80.1Expressive Sprachstörung1 – 124Morbi-RSA25
F80.2-Rezeptive Sprachstörung1 – 124Morbi-RSA25Ambulant 4-stellig
F80.3Erworbene Aphasie mit Epilepsie [Landau-Kleffner-Syndrom]Chronische1 – 124Morbi-RSA25
F80.8Sonstige Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache1 – 124Morbi-RSA25
F80.9Entwicklungsstörung des Sprechens oder der Sprache, nicht näher bezeichnet1 – 124Morbi-RSA25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F80.-.

Rang 772 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,008 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 6 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000
1 bis unter 5 Jahre50737912836 %3,9
5 bis unter 10 Jahre82356326058 %6,7
10 bis unter 15 Jahre5535203,9 %6,2
15 bis unter 18 Jahre12660,85 %14,5
18 bis unter 20 Jahre1100,071 %71,0
20 bis unter 25 Jahre1010,071 %
25 bis unter 30 Jahre000
30 bis unter 35 Jahre0001,0
35 bis unter 40 Jahre0001,0
40 bis unter 45 Jahre2020,14 %1,3
45 bis unter 50 Jahre1010,071 %28,0
50 bis unter 55 Jahre2110,14 %4,0
55 bis unter 60 Jahre1010,071 %6,0
60 bis unter 65 Jahre0002,5
65 bis unter 70 Jahre1100,071 %
70 bis unter 75 Jahre000
75 bis unter 80 Jahre1100,071 %
80 bis unter 85 Jahre000
85 bis unter 90 Jahre1100,071 %8,0
90 bis unter 95 Jahre000
ab 95 Jahren1010,071 %

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,9 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 6,7 Tagen (5 bis unter 10 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung23

1.315 Fälle

Überwiegend Pädiatrie (89 %)

  • Pädiatrie89 %1.168
  • Neurologie7,3 %96
  • Sonstige Fachabteilung1,7 %23
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,4 %19
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,30 %4
  • Übrige 3 Abteilungen0,38 %5
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin0,23 %3
  • Geriatrie0,076 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,076 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte