F62.- Andauernde Persönlichkeitsänderungen, nicht Folge einer Schädigung oder Krankheit des Gehirns

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen ohne vorbestehende Persönlichkeitsstörung nach extremer oder übermäßiger, anhaltender Belastung oder schweren psychiatrischen Krankheiten. Diese Diagnosen sollten nur dann gestellt werden, wenn Hinweise auf eine eindeutige und andauernde Veränderung in der Wahrnehmung sowie im Verhalten und Denken bezüglich der Umwelt und der eigenen Person vorliegen. Die Persönlichkeitsänderung sollte deutlich ausgeprägt sein und mit einem unflexiblen und fehlangepassten Verhalten verbunden sein, das vor der pathogenen Erfahrung nicht bestanden hat. Die Änderung sollte nicht Ausdruck einer anderen psychischen Störung oder Residualsymptom einer vorangegangenen psychischen Störung sein.

Exklusive:

Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns F07.-

Subkodes4

F62.0 Andauernde Persönlichkeitsänderung nach ExtrembelastungMorbi-RSA
F62.1 Andauernde Persönlichkeitsänderung nach psychischer KrankheitMorbi-RSA
F62.8- Sonstige andauernde PersönlichkeitsänderungenAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
F62.9 Andauernde Persönlichkeitsänderung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

616 Fälle · 62 % Frauen · Gipfel 85 bis unter 90 Jahre · 49 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter F62.-.

Rang 944 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,004 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 73, der Frauen ab etwa 57 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre6060,97 %35,2
18 bis unter 20 Jahre9451,5 %42,3
20 bis unter 25 Jahre385336,2 %42,4
25 bis unter 30 Jahre377306,0 %30,1
30 bis unter 35 Jahre3010204,9 %40,8
35 bis unter 40 Jahre4420247,1 %33,6
40 bis unter 45 Jahre247173,9 %44,4
45 bis unter 50 Jahre348265,5 %51,6
50 bis unter 55 Jahre3112195,0 %47,4
55 bis unter 60 Jahre3613235,8 %34,6
60 bis unter 65 Jahre2411133,9 %31,9
65 bis unter 70 Jahre2713144,4 %16,4
70 bis unter 75 Jahre201193,2 %11,4
75 bis unter 80 Jahre3014164,9 %7,0
80 bis unter 85 Jahre75334212 %9,0
85 bis unter 90 Jahre95445115 %7,1
90 bis unter 95 Jahre4818307,8 %8,1
ab 95 Jahren8531,3 %7,4

Behandelnde Fachabteilung

616 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Allgemeine Psychiatrie (49 % und 33 %)

  • Innere Medizin49 %301
  • Allgemeine Psychiatrie33 %201
  • Psychosomatik/Psychotherapie16 %99
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,81 %5
  • Neurologie0,49 %3
  • Übrige 6 Abteilungen1,1 %7
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,32 %2
  • Geriatrie0,16 %1
  • Intensivmedizin0,16 %1
  • Kinderchirurgie0,16 %1
  • Neurochirurgie0,16 %1
  • Pneumologie0,16 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Andauernde Persönlichkeitsänderungen, nicht Folge einer Schädigung oder Krankheit des Gehirns

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte