DRGSystemDeutschland

F50.2Bulimia nervosa

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Anorexia nervosa, Bulimie — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Ein Syndrom, das durch wiederholte Anfälle von Heißhunger und eine übertriebene Beschäftigung mit der Kontrolle des Körpergewichts charakterisiert ist. Dies führt zu einem Verhaltensmuster von Essanfällen und Erbrechen oder Gebrauch von Abführmitteln. Viele psychische Merkmale dieser Störung ähneln denen der Anorexia nervosa, so die übertriebene Sorge um Körperform und Gewicht. Wiederholtes Erbrechen kann zu Elektrolytstörungen und körperlichen Komplikationen führen. Häufig lässt sich in der Anamnese eine frühere Episode einer Anorexia nervosa mit einem Intervall von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren nachweisen.

Inklusive:

Bulimie o.n.A.

Hyperorexia nervosa

Diagnosehäufigkeit

Rang 1661 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,006 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 32, der Frauen ab etwa 24 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre540545,2 %45,8
15 bis unter 18 Jahre186218418 %47,3
18 bis unter 20 Jahre1023999,8 %49,4
20 bis unter 25 Jahre218421421 %55,2
25 bis unter 30 Jahre179517417 %52,0
30 bis unter 35 Jahre873848,3 %53,7
35 bis unter 40 Jahre716656,8 %48,2
40 bis unter 45 Jahre463434,4 %49,7
45 bis unter 50 Jahre301292,9 %44,7
50 bis unter 55 Jahre253222,4 %51,3
55 bis unter 60 Jahre240242,3 %44,7
60 bis unter 65 Jahre160161,5 %54,7
65 bis unter 70 Jahre3030,29 %48,3
70 bis unter 75 Jahre1010,096 %56,0
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

12.106 Fälle

Vor allem Psychosomatik/Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (43 % und 24 %)

  • Psychosomatik/Psychotherapie43 %5.229
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie24 %2.913
  • Pädiatrie21 %2.602
  • Allgemeine Psychiatrie5,5 %664
  • Innere Medizin4,1 %501
  • Übrige 15 Abteilungen1,6 %197
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie1,00 %121
  • Intensivmedizin0,17 %20
  • Kardiologie0,12 %14
  • Neurologie0,066 %8
  • Geriatrie0,050 %6
  • Sonstige Fachabteilung0,050 %6
  • Chirurgie0,041 %5
  • Pneumologie0,041 %5
  • Neonatologie0,025 %3
  • Endokrinologie0,017 %2
  • Kinderkardiologie0,017 %2
  • Nephrologie0,017 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,008 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %1
  • Neurochirurgie0,008 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F50.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis4

Bulimia
PrimärschlüsselPrimär†:F50.2
Bulimia nervosa
PrimärschlüsselPrimär†:F50.2
Bulimie
PrimärschlüsselPrimär†:F50.2
Hyperorexia nervosa
PrimärschlüsselPrimär†:F50.2

Änderungen

2010Bestand
Bulimia nervosa

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte