Die Anorexia ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten oder aufrechterhaltenen Gewichtsverlust charakterisiert. Am häufigsten ist die Störung bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen; heranwachsende Jungen und junge Männer, Kinder vor der Pubertät und Frauen bis zur Menopause können ebenfalls betroffen sein. Die Krankheit ist mit einer spezifischen Psychopathologie verbunden, wobei die Angst vor einem dicken Körper und einer schlaffen Körperform als eine tiefverwurzelte überwertige Idee besteht und die Betroffenen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst festlegen. Es liegt meist Unterernährung unterschiedlichen Schweregrades vor, die sekundär zu endokrinen und metabolischen Veränderungen und zu körperlichen Funktionsstörungen führt. Zu den Symptomen gehören eingeschränkte Nahrungsauswahl, übertriebene körperliche Aktivitäten, selbstinduziertes Erbrechen und Abführen und der Gebrauch von Appetitzüglern und Diuretika.
Appetitverlust R63.0
Psychogener Appetitverlust F50.8
Rang 445 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,040 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 17 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | – | 2,5 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 5 bis unter 10 Jahre | 39 | 6 | 33 | 0,54 % | 33,3 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 1.956 | 78 | 1.878 | 27 % | 60,6 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 2.435 | 61 | 2.374 | 34 % | 61,1 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 660 | 16 | 644 | 9,1 % | 58,2 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 871 | 31 | 840 | 12 % | 59,4 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 385 | 14 | 371 | 5,3 % | 62,5 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 213 | 7 | 206 | 2,9 % | 49,3 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 183 | 5 | 178 | 2,5 % | 48,0 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 133 | 9 | 124 | 1,8 % | 48,6 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 110 | 4 | 106 | 1,5 % | 50,2 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 83 | 4 | 79 | 1,1 % | 45,5 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 74 | 2 | 72 | 1,0 % | 41,9 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 49 | 5 | 44 | 0,68 % | 48,3 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 22 | 2 | 20 | 0,30 % | 42,3 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 11 | 1 | 10 | 0,15 % | 24,0 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 3 | 0 | 3 | 0,041 % | 1,0 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 2 | 0 | 2 | 0,028 % | 14,0 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 90 bis unter 95 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| ab 95 Jahren | 0 | 0 | 0 | – | – |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 41,9 Tagen (55 bis unter 60 Jahre) und ⌀ 62,5 Tagen (25 bis unter 30 Jahre).
Vor allem Psychosomatik/Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie (43 % und 24 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F50.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte