DRGSystemDeutschland

F40.0-Agoraphobie

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stellig
In der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSA’25
Akute Belastungsreaktion, rezidivierende depressive Störung (> 54 Jahre), sonstige, n.n.bez. rezidivierende depressive Störungen, dissoziative Störungen, n.n.bez., generalisierte Angststörungen, sonstige anhaltende affektive Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Eine relativ gut definierte Gruppe von Phobien, mit Befürchtungen, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein, alleine mit Bahn, Bus oder Flugzeug zu reisen. Eine Panikstörung kommt als häufiges Merkmal bei gegenwärtigen oder zurückliegenden Episoden vor. Depressive und zwanghafte Symptome sowie soziale Phobien sind als zusätzliche Merkmale gleichfalls häufig vorhanden. Die Vermeidung der phobischen Situation steht oft im Vordergrund, und einige Agoraphobiker erleben nur wenig Angst, da sie die phobischen Situationen meiden können.

Subkodes2

F40.00Ohne Angabe einer PanikstörungMorbi-RSA’25
F40.01Mit PanikstörungMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Rang 1154 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,011 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 39 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000–37,0
10 bis unter 15 Jahre3111201,6 %43,8
15 bis unter 18 Jahre6215473,2 %52,5
18 bis unter 20 Jahre9228644,8 %40,8
20 bis unter 25 Jahre2487217613 %36,9
25 bis unter 30 Jahre2048112311 %41,3
30 bis unter 35 Jahre16670968,7 %41,0
35 bis unter 40 Jahre1937112210 %41,4
40 bis unter 45 Jahre170621088,9 %40,7
45 bis unter 50 Jahre157521058,2 %38,4
50 bis unter 55 Jahre14648987,6 %41,1
55 bis unter 60 Jahre173521219,0 %41,6
60 bis unter 65 Jahre13341926,9 %36,8
65 bis unter 70 Jahre7213593,8 %38,1
70 bis unter 75 Jahre408322,1 %37,1
75 bis unter 80 Jahre141130,73 %28,7
80 bis unter 85 Jahre122100,63 %24,2
85 bis unter 90 Jahre4130,21 %15,2
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 36,8 Tagen (60 bis unter 65 Jahre) und ⌀ 52,5 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

5.236 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Psychosomatik/Psychotherapie, hat 33 %

  • Psychosomatik/Psychotherapie33 %1.729
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie29 %1.528
  • Allgemeine Psychiatrie28 %1.462
  • Neurologie5,3 %280
  • Pädiatrie2,9 %153
  • Übrige 12 Abteilungen1,6 %84
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin1,1 %58
  • Geriatrie0,13 %7
  • Kardiologie0,11 %6
  • Gastroenterologie0,057 %3
  • Pneumologie0,038 %2
  • Sonstige Fachabteilung0,038 %2
  • Chirurgie0,019 %1
  • Dermatologie0,019 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,019 %1
  • Intensivmedizin0,019 %1
  • Nephrologie0,019 %1
  • Neurochirurgie0,019 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F40.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Agoraphobie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte