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F40.-Phobische Störungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Eine Gruppe von Störungen, bei der Angst ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, dass die phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit Depression auf. Ob zwei Diagnosen, phobische Störung und depressive Episode, erforderlich sind, richtet sich nach dem zeitlichen Verlauf beider Zustandsbilder und nach therapeutischen Erwägungen zum Zeitpunkt der Konsultation.

Subkodes5

F40.0-AgoraphobieMorbi-RSA’25Ambulant 4-stellig
F40.1Soziale PhobienMorbi-RSA’25
F40.2Spezifische (isolierte) PhobienMorbi-RSA’25
F40.8Sonstige phobische StörungenMorbi-RSA’25
F40.9Phobische Störung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F40.-.

Rang 462 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,028 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 24 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1010,020 %–
5 bis unter 10 Jahre226160,43 %41,6
10 bis unter 15 Jahre72118753414 %53,0
15 bis unter 18 Jahre92727565218 %50,5
18 bis unter 20 Jahre3531192347,0 %36,5
20 bis unter 25 Jahre62622240412 %40,0
25 bis unter 30 Jahre4111862258,1 %41,1
30 bis unter 35 Jahre2811281535,5 %40,0
35 bis unter 40 Jahre2711171545,3 %38,6
40 bis unter 45 Jahre2331021314,6 %37,8
45 bis unter 50 Jahre208751334,1 %37,7
50 bis unter 55 Jahre205791264,0 %37,6
55 bis unter 60 Jahre233731604,6 %36,6
60 bis unter 65 Jahre208611474,1 %30,8
65 bis unter 70 Jahre12527982,5 %29,3
70 bis unter 75 Jahre10523822,1 %24,6
75 bis unter 80 Jahre516451,0 %13,8
80 bis unter 85 Jahre5914451,2 %9,0
85 bis unter 90 Jahre302280,59 %7,0
90 bis unter 95 Jahre4130,079 %6,8
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 9,0 Tagen (80 bis unter 85 Jahre) und ⌀ 53,0 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

5.236 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Psychosomatik/Psychotherapie, hat 33 %

  • Psychosomatik/Psychotherapie33 %1.729
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie29 %1.528
  • Allgemeine Psychiatrie28 %1.462
  • Neurologie5,3 %280
  • Pädiatrie2,9 %153
  • Übrige 12 Abteilungen1,6 %84
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin1,1 %58
  • Geriatrie0,13 %7
  • Kardiologie0,11 %6
  • Gastroenterologie0,057 %3
  • Pneumologie0,038 %2
  • Sonstige Fachabteilung0,038 %2
  • Chirurgie0,019 %1
  • Dermatologie0,019 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,019 %1
  • Intensivmedizin0,019 %1
  • Nephrologie0,019 %1
  • Neurochirurgie0,019 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Phobische Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte