DRGSystemDeutschland

F19.-Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
DKR:0501e
  • 0501e Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (Drogen, Medikamente, Alkohol und Nikotin)
Zusatzkennzeichen:

[4. Stellen siehe am Anfang dieser Krankheitsgruppe]

Definition:

Diese Kategorie ist beim Konsum von zwei oder mehr psychotropen Substanzen zu verwenden, wenn nicht entschieden werden kann, welche Substanz die Störung ausgelöst hat. Diese Kategorie ist außerdem zu verwenden, wenn eine oder mehrere der konsumierten Substanzen nicht sicher zu identifizieren oder unbekannt sind, da viele Konsumenten oft selbst nicht genau wissen, was sie einnehmen.

Inklusive:

Missbrauch von Substanzen o.n.A.

Kodierhinweis:

Benutze im Geltungsbereich des § 17d KHG (eine) zusätzliche Schlüsselnummer(n) aus U69.3-!, um einen intravenösen (U69.30!) oder nichtintravenösen (U69.31!) Heroinkonsum oder einen intravenösen Konsum sonstiger psychotroper Substanzen (U69.32!) oder einen intravenösen (U69.33!) oder nichtintravenösen (U69.34!) Konsum (Meth-)Amphetamin-haltiger Stoffe oder einen intravenösen (U69.35!) oder nichtintravenösen (U69.36!) Konsum sonstiger Stimulanzien außer Koffein anzugeben.

Subkodes10

F19.0Akute Intoxikation [akuter Rausch]Morbi-RSA’25
F19.1Schädlicher GebrauchMorbi-RSA’25
F19.2AbhängigkeitssyndromMorbi-RSA’25
F19.3EntzugssyndromMorbi-RSA’25
F19.4Entzugssyndrom mit DelirMorbi-RSA’25
F19.5Psychotische StörungMorbi-RSA’25
F19.6Amnestisches SyndromMorbi-RSA’25
F19.7Restzustand und verzögert auftretende psychotische StörungMorbi-RSA’25
F19.8Sonstige psychische und VerhaltensstörungenMorbi-RSA’25
F19.9Nicht näher bezeichnete psychische und VerhaltensstörungMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F19.-.

Rang 150 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,16 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 34 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3210,010 %1,0
1 bis unter 5 Jahre2110,007 %–
5 bis unter 10 Jahre000–3,5
10 bis unter 15 Jahre302952071,0 %5,0
15 bis unter 18 Jahre1.4837617225,1 %7,9
18 bis unter 20 Jahre1.6041.0135915,5 %9,1
20 bis unter 25 Jahre4.4623.3271.13515 %10,6
25 bis unter 30 Jahre4.0323.18984314 %10,7
30 bis unter 35 Jahre3.9053.08482113 %10,2
35 bis unter 40 Jahre4.5043.57592915 %11,0
40 bis unter 45 Jahre3.6192.85376612 %11,1
45 bis unter 50 Jahre2.2911.8104817,8 %10,1
50 bis unter 55 Jahre1.2709553154,3 %10,0
55 bis unter 60 Jahre9306802503,2 %8,6
60 bis unter 65 Jahre4212881331,4 %7,4
65 bis unter 70 Jahre208133750,71 %7,3
70 bis unter 75 Jahre8427570,29 %4,3
75 bis unter 80 Jahre5523320,19 %3,9
80 bis unter 85 Jahre3814240,13 %6,0
85 bis unter 90 Jahre3010200,10 %4,0
90 bis unter 95 Jahre155100,051 %3,6
ab 95 Jahren3120,010 %1,3

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 7,4 Tagen (60 bis unter 65 Jahre) und ⌀ 11,1 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

26.875 Fälle

Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Innere Medizin (57 % und 27 %)

  • Allgemeine Psychiatrie57 %15.371
  • Innere Medizin27 %7.250
  • Intensivmedizin4,2 %1.140
  • Pädiatrie2,7 %739
  • Kardiologie2,2 %587
  • Übrige 23 Abteilungen6,7 %1.788
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie2,1 %567
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie1,6 %423
  • Neurologie1,1 %283
  • Sonstige Fachabteilung0,92 %248
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,27 %73
  • Chirurgie0,17 %47
  • Pneumologie0,17 %45
  • Unfallchirurgie0,14 %37
  • Nephrologie0,060 %16
  • Endokrinologie0,052 %14
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,041 %11
  • Orthopädie0,019 %5
  • Geriatrie0,011 %3
  • Kinderkardiologie0,011 %3
  • Gefäßchirurgie0,007 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,007 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,007 %2
  • Neurochirurgie0,007 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,004 %1
  • Herzchirurgie0,004 %1
  • Kinderchirurgie0,004 %1
  • Neonatologie0,004 %1
  • Urologie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte