E10.90 Diabetes mellitus, Typ 1: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAKinder mit Diabetes mellitus Typ 1 (<12 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt über E10.-

Typen des Diabetes mellitus

gilt über E10.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über E10.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

gilt über E10.-FoKA: Konsens

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

17.155 Fälle · 53 % Männer · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 51 % Innere Medizin’24

Die Statistik weist E10.90 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu E10.9 mit allen Subkodes.

Rang 197 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,096 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 17 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr11650,064 %6,7
1 bis unter 5 Jahre6243582663,6 %8,3
5 bis unter 10 Jahre2.0561.0531.00312 %6,6
10 bis unter 15 Jahre4.1712.1592.01224 %6,1
15 bis unter 18 Jahre2.4421.3691.07314 %5,9
18 bis unter 20 Jahre6473492983,8 %5,7
20 bis unter 25 Jahre1.1436355086,7 %5,4
25 bis unter 30 Jahre8755363395,1 %5,6
30 bis unter 35 Jahre7524722804,4 %5,6
35 bis unter 40 Jahre7044432614,1 %5,6
40 bis unter 45 Jahre5763642123,4 %6,1
45 bis unter 50 Jahre4712751962,7 %5,8
50 bis unter 55 Jahre4792422372,8 %5,8
55 bis unter 60 Jahre5272592683,1 %6,0
60 bis unter 65 Jahre4161952212,4 %6,2
65 bis unter 70 Jahre3071421651,8 %6,6
70 bis unter 75 Jahre242911511,4 %7,2
75 bis unter 80 Jahre231811501,3 %7,5
80 bis unter 85 Jahre244631811,4 %7,8
85 bis unter 90 Jahre188681201,1 %8,0
90 bis unter 95 Jahre4312310,25 %7,1
ab 95 Jahren6240,035 %6,2

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 5,4 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 8,3 Tagen (1 bis unter 5 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

40.247 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (51 % und 31 %)

  • Innere Medizin51 %20.594
  • Pädiatrie31 %12.441
  • Gastroenterologie4,8 %1.918
  • Endokrinologie2,6 %1.053
  • Chirurgie2,5 %1.020
  • Übrige 25 Abteilungen8,0 %3.221
▸ Übrige einzeln
  • Gefäßchirurgie1,4 %558
  • Kardiologie1,3 %519
  • Nephrologie1,2 %468
  • Augenheilkunde1,1 %453
  • Intensivmedizin0,95 %383
  • Neurologie0,54 %217
  • Geriatrie0,38 %153
  • Sonstige Fachabteilung0,34 %137
  • Unfallchirurgie0,27 %107
  • Orthopädie0,15 %60
  • Pneumologie0,12 %49
  • Plastische Chirurgie0,080 %32
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,075 %30
  • Dermatologie0,042 %17
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,020 %8
  • Neurochirurgie0,017 %7
  • Urologie0,015 %6
  • Herzchirurgie0,010 %4
  • Rheumatologie0,007 %3
  • Allgemeine Psychiatrie0,005 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,005 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,005 %2
  • Neonatologie0,005 %2
  • Kinderchirurgie0,002 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu E10.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis25

Brittle diabetes
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 1
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 1 beim Erwachsenen
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 1a
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 1b
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ I
Primärschlüssel
Dysregulativer Typ-1-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Insulinabhängiger Diabetes mellitus Typ 1
Primärschlüssel
Insulinbehandelter Typ-1-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Insulinbehandelter Typ-1-Diabetes mellitus ohne Komplikation
Primärschlüssel
Insulinpflichtiger Typ-1-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Insulinresistenz bei Typ-1-Diabetes mellitus beim Erwachsenen
Primär + Zusatz
Juveniler Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Kongenitaler Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Labiler Diabetes mellitus
Primärschlüssel
LADA [Latent (or late-onset) autoimmune diabetes of adulthood]-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
▸ noch 9 Einträge
Latenter autoimmun-assoziierter Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Primär insulinabhängiger Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Primär insulinabhängiger Diabetes mellitus ohne Komplikation
Primärschlüssel
Primär insulinpflichtiger Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Typ-1-Diabetes mellitus - s.a. Diabetes mellitus, Typ-1-
Primärschlüssel
Typ-1-Diabetes mellitus ohne Komplikation
Primärschlüssel
Wolcott-Rallison-Syndrom
1667Zwei Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ I beim Erwachsenen
zurückgezogenPrimärschlüssel
CDKN1C-assoziiertes Syndrom der intrauterinen Wachstumsretardierung mit Kleinwuchs und Diabetes mellitus
436144Zwei Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

1667
Wolcott-Rallison-SyndromMultiple epiphysäre Dysplasie - früh einsetzender Diabetes

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)5

A10AB
Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AC
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AD
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AE
Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AF
Insuline und Analoga zur InhalationICD:E10.2-E10.20E10.21+154

Änderungen

2010Bestand
Diabetes mellitus, Typ 1: Ohne Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte