A40.- Streptokokkensepsis

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll das Vorliegen einer Sepsis als Komplikation nach Infusion, Transfusion, Injektion, Eingriff oder Impfung angegeben werden, sind die Schlüsselnummern T80.2, T81.4 und T88.0 zu beachten.

Soll das Vorliegen eines septischen Schocks angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (R57.2) zu benutzen.

Für den Gebrauch dieser Kategorie in der stationären Versorgung sind die Deutschen Kodierrichtlinien heranzuziehen.

Benutze für vollstationär im Krankenhaus behandelte, erwachsene Personen (18 Jahre und älter) eine zusätzliche Schlüsselnummer U69.80!-U69.82, um den zeitlichen Bezug der Sepsis zur stationären Krankenhausaufnahme anzugeben.

Exklusive:

Beim Neugeborenen P36.0-P36.1

Nach Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft O03-O07 O08.0

▸ noch 2 Angaben
Exklusive:

Puerperal O85

Unter der Geburt O75.3

Regeln außerhalb des Katalogs1

Eine Sepsis wird mit einem passenden Sepsis-Kode z.B. aus Tabelle 1 kodiert. Dies trifft auch auf eine klinisch manifeste Urosepsis zu.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

A40.0 Sepsis durch Streptokokken, Gruppe ACCL:234’26Morbi-RSA’26⚖ 1
A40.1 Sepsis durch Streptokokken, Gruppe BCCL:234’26Morbi-RSA’26⚖ 1
A40.2 Sepsis durch Streptokokken, Gruppe D, und EnterokokkenCCL:234’26Morbi-RSA’26⚖ 1
A40.3 Sepsis durch Streptococcus pneumoniaeCCL:1234’26Morbi-RSA’26⚖ 1Laborausnahme EBM
A40.8 Sonstige Sepsis durch StreptokokkenCCL:1234’26Morbi-RSA’26⚖ 1
A40.9 Sepsis durch Streptokokken, nicht näher bezeichnetCCL:1234’26Morbi-RSA’26⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

7.451 Fälle · 62 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 52 % Innere Medizin’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter A40.-.

Rang 375 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,042 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 73 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr9860381,3 %12,7
1 bis unter 5 Jahre9350431,2 %12,4
5 bis unter 10 Jahre5933260,79 %12,5
10 bis unter 15 Jahre3318150,44 %15,6
15 bis unter 18 Jahre14950,19 %19,2
18 bis unter 20 Jahre6330,081 %10,8
20 bis unter 25 Jahre251780,34 %24,7
25 bis unter 30 Jahre3516190,47 %15,5
30 bis unter 35 Jahre6640260,89 %14,4
35 bis unter 40 Jahre12563621,7 %17,6
40 bis unter 45 Jahre182119632,4 %18,8
45 bis unter 50 Jahre184122622,5 %18,2
50 bis unter 55 Jahre2711701013,6 %18,7
55 bis unter 60 Jahre4673061616,3 %19,3
60 bis unter 65 Jahre6484122368,7 %16,8
65 bis unter 70 Jahre80152527611 %16,8
70 bis unter 75 Jahre92959433512 %16,4
75 bis unter 80 Jahre88657930712 %15,2
80 bis unter 85 Jahre1.13368744615 %13,7
85 bis unter 90 Jahre1.01256844414 %12,6
90 bis unter 95 Jahre3171631544,3 %9,9
ab 95 Jahren6729380,90 %8,1

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 9,9 Tagen (90 bis unter 95 Jahre) und ⌀ 19,3 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

7.450 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Intensivmedizin (52 % und 8,4 %)

  • Innere Medizin52 %3.908
  • Intensivmedizin8,4 %626
  • Kardiologie7,3 %544
  • Chirurgie5,1 %381
  • Pädiatrie4,6 %340
  • Übrige 25 Abteilungen22 %1.651
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie4,4 %326
  • Urologie2,7 %203
  • Pneumologie2,4 %177
  • Nephrologie2,3 %175
  • Geriatrie2,1 %155
  • Unfallchirurgie1,5 %112
  • Neurologie1,4 %102
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,2 %89
  • Gefäßchirurgie0,63 %47
  • Orthopädie0,56 %42
  • Sonstige Fachabteilung0,51 %38
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,46 %34
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,30 %22
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,28 %21
  • Dermatologie0,26 %19
  • Thoraxchirurgie0,19 %14
  • Neonatologie0,17 %13
  • Endokrinologie0,15 %11
  • Plastische Chirurgie0,15 %11
  • Herzchirurgie0,13 %10
  • Neurochirurgie0,12 %9
  • Kinderchirurgie0,094 %7
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,094 %7
  • Kinderkardiologie0,067 %5
  • Strahlenheilkunde0,027 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Streptokokkensepsis

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte