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A39.2Akute Meningokokkensepsis

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:34’26Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 3, 4 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSA’26Sepsis, SIRS — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
IfSGMeldepflichtige Krankheit nach dem Infektionsschutzgesetz. Bei Verdacht, Erkrankung oder Tod ist eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erforderlich.
Laborausnahme EBMBei Laboruntersuchungen zu dieser Diagnose kann die Laborausschlussziffer des EBM (32006) gewählt werden.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Benutze für vollstationär im Krankenhaus behandelte, erwachsene Personen (18 Jahre und älter) eine zusätzliche Schlüsselnummer U69.80!-U69.82, um den zeitlichen Bezug der Sepsis zur stationären Krankenhausaufnahme anzugeben.

Regeln außerhalb des Katalogs1

Eine Sepsis wird mit einem passenden Sepsis-Kode z.B. aus Tabelle 1 kodiert. Dies trifft auch auf eine klinisch manifeste Urosepsis zu.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

84 Fälle · 57 % Männer · Gipfel unter 1 Jahr · 29 % Pädiatrie’24

Rang 4157 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 18 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr169719 %8,7
1 bis unter 5 Jahre105512 %11,9
5 bis unter 10 Jahre1011,2 %8,5
10 bis unter 15 Jahre5416,0 %11,5
15 bis unter 18 Jahre116513 %15,8
18 bis unter 20 Jahre2112,4 %7,0
20 bis unter 25 Jahre3213,6 %9,3
25 bis unter 30 Jahre2112,4 %18,3
30 bis unter 35 Jahre1101,2 %16,0
35 bis unter 40 Jahre5326,0 %–
40 bis unter 45 Jahre1101,2 %45,5
45 bis unter 50 Jahre3123,6 %25,0
50 bis unter 55 Jahre000–7,0
55 bis unter 60 Jahre3213,6 %9,5
60 bis unter 65 Jahre4404,8 %25,0
65 bis unter 70 Jahre3123,6 %14,0
70 bis unter 75 Jahre5416,0 %5,0
75 bis unter 80 Jahre2112,4 %3,5
80 bis unter 85 Jahre2022,4 %16,0
85 bis unter 90 Jahre3123,6 %9,3
90 bis unter 95 Jahre1011,2 %13,0
ab 95 Jahren1101,2 %–

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

303 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 29 %

  • Pädiatrie29 %88
  • Chirurgie20 %62
  • Neurologie19 %57
  • Innere Medizin17 %52
  • Intensivmedizin5,3 %16
  • Übrige 11 Abteilungen9,2 %28
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie1,7 %5
  • Gastroenterologie1,3 %4
  • Pneumologie1,3 %4
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %4
  • Unfallchirurgie0,99 %3
  • Neonatologie0,66 %2
  • Plastische Chirurgie0,66 %2
  • Augenheilkunde0,33 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,33 %1
  • Kinderchirurgie0,33 %1
  • Neurochirurgie0,33 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu A39.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis4

Akute Bakteriämie durch Meningokokken
PrimärschlüsselPrimär†:A39.2
Akute Sepsis durch Meningokokken
PrimärschlüsselPrimär†:A39.2
Fulminante Sepsis durch Meningokokken
PrimärschlüsselPrimär†:A39.2
Perakute Sepsis durch Meningokokken
PrimärschlüsselPrimär†:A39.2

Änderungen

2010Bestand
Akute Meningokokkensepsis

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte