0401h Diabetes mellitus

VerwendungKodierrichtlinie — für die Kodierung stationärer Fälle verbindlich; sie geht den Hinweisen der Klassifikationen vor, soweit sie etwas anderes bestimmt.
60 ICDDiagnoseschlüssel, die der Regeltext oder seine Tabellen nennen. Sie sind dort verlinkt und stehen unten als Liste.
Beispiele: 16Kodes, die nur in den Beispielen vorkommen. Sie zeigen die Anwendung, sind aber nicht Gegenstand der Richtlinie — auf ihren Kodeseiten erscheint die Richtlinie deshalb nicht.
28 Min. LesezeitGrobe Schätzung nach der Länge des Volltextes — die amtliche Fassung nennt keinen Umfang.
25 Übungsaufgaben zu 0401 Diabetes mellitus — selbst kodieren und sofort auswerten, im Kodiertrainer.

Wortlaut der Richtlinie

Typen des Diabetes mellitus

Es gibt verschiedene Typen des Diabetes mellitus, die in der ICD-10-GM wie folgt klassifiziert sind:

E10.– Diabetes mellitus, Typ 1

E11.– Diabetes mellitus, Typ 2

E12.– Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung (Malnutrition)

E13.– Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus

E14.– Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus

O24.0 bis O24.3 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehend

O24.4 Gestationsdiabetes

P70.0 Syndrom des Kindes einer Mutter mit gestationsbedingtem Diabetes mellitus

P70.1 Syndrom des Kindes einer diabetischen Mutter

P70.2 Diabetes mellitus beim Neugeborenen

R73.0 Abnormer Glukosetoleranztest

Anmerkung: Die Behandlung mit Insulin bestimmt nicht den Diabetes-Typ und ist kein Nachweis einer Insulinabhängigkeit.

Die Kategorien E10–E14

verschlüsseln an 4. Stelle mögliche Komplikationen (z.B. Koma, Nierenkomplikationen).

An 5. Stelle steht

0 für nicht als entgleist bezeichneten Diabetes mellitus,

1 für als entgleist bezeichneten Diabetes mellitus,

2 für Diabetes mellitus mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet,

3 für Diabetes mellitus mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet,

4 für Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet oder

5 für Diabetes mellitus mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet.

Die fünften Stellen 0 und 1 sind mit den vierten Stellen „.2-.6“ sowie „.8“ und „.9“ zu benutzen. Die fünften Stellen 2-5 gelten ausschließlich für die vierte Stelle „.7“. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Kombinationen der jeweiligen 4-stelligen Kodes mit den 5. Stellen medizinisch sinnvoll sind.

Diabetes mellitus durch Fehl- oder Mangelernährung

Diabetes mellitus durch Mangelernährung kommt überwiegend bei Patienten aus Entwicklungsländern vor. Er tritt mit oder ohne offensichtliche Merkmale einer Pankreaserkrankung auf und ist im Wesentlichen eine klinische Diagnose. Ein Diabetes mellitus im Rahmen eines metabolischen Syndroms ist hierunter nicht zu verschlüsseln.

Diabetes mellitus nach medizinischen Maßnahmen

Bei Vorliegen eines Diabetes mellitus nach medizinischen Maßnahmen ist zunächst ein Kode aus

E13.– Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus

Inkl.: Pankreopriver Diabetes mellitus

gefolgt von dem Kode

E89.1 Hypoinsulinämie nach medizinischen Maßnahmen

zu verschlüsseln.

Entgleister Diabetes mellitus

Weder bei Diabetes mellitus Typ 1 noch bei Diabetes mellitus Typ 2 ist der Blutzuckerspiegel zum Zeitpunkt der Aufnahme als Kontrollindikator für die Diagnose „entgleister Diabetes mellitus“ zu nehmen. Die Einstufung als „entgleist“ oder „nicht entgleist“ wird generell in Kenntnis des gesamten Behandlungsverlaufs vorgenommen (retrospektiv). Der Begriff „entgleist“ bezieht sich dabei auf die Stoffwechsellage.

Hauptdiagnose Diabetes mellitus mit Komplikationen

Liegt eine Form des Diabetes mellitus vor, die mit einem Kode aus E10.− bis E14.− verschlüsselt wird, und bestehen Komplikationen des Diabetes, so ist für die korrekte Verschlüsselung zunächst festzustellen, ob

  • die Behandlung der Grunderkrankung Diabetes mellitus oder
  • die Behandlung einer oder mehrerer Komplikationen

hauptsächlich die stationäre Aufnahme veranlasst hat. Des Weiteren ist für die Kodierung von Bedeutung, wie viele Komplikationen des Diabetes mellitus vorliegen, und ob diese die Nebendiagnosendefinition erfüllen.

Sofern die Grunderkrankung Diabetes mellitus behandelt wird und nur eine Komplikation (Manifestation) des Diabetes mellitus vorliegt, ist E10–E14, vierte Stelle „.6“ zu kodieren (siehe Beispiel 2) (Siehe anders lautende Regelung zur Nebendiagnose auf Seite 97). Außerdem ist ein Kode für die Manifestation anzugeben, sofern diese die Nebendiagnosedefinition erfüllt (siehe Beispiel 3).

Durch diese Kodierung wird angezeigt, dass eine bekannte, nicht behandlungsbedürftige Komplikation (Manifestation) des Diabetes mellitus vorliegt, die die Kriterien der Nebendiagnosendefinition nicht erfüllt und somit nicht gesondert kodiert wird.

Hinweis: In diesem Fall wird für die 4. Stelle des Diabetes-Kodes „.6“ gewählt, um durch diese Kodierung die Behandlung eines entgleisten Diabetes mellitus von der Behandlung einer Komplikation (Manifestation) zu unterscheiden (siehe auch Beispiel 6) und um dadurch eine sachgerechte Eingruppierung im DRG-System zu erreichen. Diese Kodieranweisung stellt somit eine Ausnahme zu den Regeln der ICD-10 zur Verschlüsselung des Diabetes mellitus dar.

Sofern die Grunderkrankung Diabetes mellitus behandelt wird und multiple Komplikationen (Manifestationen) des Diabetes mellitus vorliegen, ohne dass die Behandlung einer Manifestation im Vordergrund steht, ist E10–E14, vierte Stelle „.7“ zu kodieren. Außerdem sind die Kodes für die einzelnen Manifestationen anzugeben, sofern diese der Nebendiagnosendefinition entsprechen.

Sofern Komplikationen (Manifestationen) des Diabetes mellitus vorliegen und die Behandlung einer Manifestation im Vordergrund steht, ist E10–E14, vierte Stelle entsprechend dieser Manifestation, zu kodieren gefolgt vom entsprechenden Kode für diese Manifestation. Die Kodes für die weiteren Manifestationen sind anzugeben, sofern sie der Nebendiagnosendefinition entsprechen.

Sofern multiple Komplikationen (Manifestationen) des Diabetes mellitus vorliegen und die Behandlung mehrerer Manifestationen im Vordergrund steht, ist entsprechend der Regelung zu „zwei oder mehr Diagnosen, die gleichermaßen der Definition der Hauptdiagnose entsprechen“ in der DKR D002 Hauptdiagnose (Seite 4) zu verfahren. Somit ist die vierte Stelle des Kodes aus E10–E14 entsprechend der Manifestation zu wählen, die vom behandelnden Arzt als die am besten der Hauptdiagnosendefinition entsprechende ausgewählt wurde. Zudem ist der entsprechende Kode für diese Manifestation anzugeben. Die Kodes für die weiteren Manifestationen sind anzugeben, sofern sie der Nebendiagnosendefinition entsprechen.

Diabetes mellitus als Nebendiagnose

Wenn die stationäre Aufnahme aus einem anderen Grund als dem Diabetes mellitus erfolgt ist, so ist für die korrekte Verschlüsselung von Bedeutung,

  • ob der Diabetes mellitus die Nebendiagnosendefinition erfüllt,
  • ob Komplikationen des Diabetes mellitus vorliegen und
  • ob diese die Nebendiagnosendefinition erfüllen.

Wenn der Diabetes mellitus die Nebendiagnosendefinition erfüllt, so ist dieser zu kodieren. Liegen Komplikationen (Manifestationen) vor, ist bei einem Kode aus E10–E14 die vierte Stelle entsprechend der Manifestation(en) zu verschlüsseln. Außerdem sind die Manifestation(en) anzugeben, sofern diese die Nebendiagnosedefinition erfüllen.

Abweichend von den Regelungen zur Hauptdiagnose Diabetes mellitus ist jedoch

  • nicht .6 als vierte Stelle zu erfassen, wenn ein spezifischerer Kode für eine einzelne Komplikation gewählt werden kann, bzw.
  • bei multiplen Komplikationen stets mit vierter Stelle .7 zu kodieren.

Spezifische Komplikationen des Diabetes mellitus

Generell sind bezüglich der Kodierung von Komplikationen des Diabetes mellitus die vorhergehenden Absätze zu beachten.

Akute metabolische Komplikationen

Ein Diabetes mellitus mit (Keto-)Azidose ist mit E10–E14, vierte Stelle „.1“ zu verschlüsseln. In wenigen Fällen diabetischer Azidose können Ketoazidose und Laktatazidose bei dem gleichen Patienten beobachtet werden. In diesen Fällen ist zu kodieren:

E10–E14, vierte und fünfte Stelle „.73“ („…, mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet“).

Nierenkomplikationen

Nierenerkrankungen, die in kausalem Zusammenhang mit Diabetes mellitus stehen, sind als „Diabetes mellitus mit Nierenkomplikationen“

E10†–E14†, vierte Stelle „.2“

zu verschlüsseln. Außerdem ist ein Kode für die spezifische Manifestation anzugeben, sofern diese der Nebendiagnosendefinition entspricht. Dies ist für die nachfolgenden Beispiele zu beachten.

Diabetische Augenerkrankungen

Augenerkrankungen, die in kausalem Zusammenhang mit Diabetes mellitus stehen, sind als „Diabetes mellitus mit Augenkomplikationen“

E10†–E14†, vierte Stelle „.3“

zu verschlüsseln. Außerdem ist ein Kode für die spezifische Manifestation anzugeben, sofern diese der Nebendiagnosendefinition entspricht. Dies ist für die nachfolgenden Beispiele zu beachten.

Diabetische Retinopathie

E10†–E14†, vierte Stelle „.3“ Diabetes mellitus mit Augenkomplikationen

H36.0* Retinopathia diabetica

Eine diabetische Retinopathie mit Retina-(Makula-)Ödem ist wie folgt zu kodieren:

E10†–E14†, vierte Stelle „.3“ Diabetes mellitus mit Augenkomplikationen

H36.0* Retinopathia diabetica

H35.8 Sonstige näher bezeichnete Affektionen der Netzhaut

Wenn die diabetische Augenerkrankung eine Erblindung oder geringes Sehvermögen zur Folge hat, wird zusätzlich ein Kode der Kategorie

H54.– Blindheit und Sehbeeinträchtigung

zugewiesen.

Katarakt

Eine diabetische Katarakt wird nur dann kodiert, wenn ein kausaler Zusammenhang zwischen der Katarakt und dem Diabetes mellitus besteht:

E10†–E14†, vierte Stelle „.3“ Diabetes mellitus mit Augenkomplikationen

H28.0* Diabetische Katarakt

Wenn kein kausaler Zusammenhang besteht, sind Katarakte bei Diabetikern wie folgt zu kodieren:

der zutreffende Kode aus H25.– Cataracta senilis oder H26.– Sonstige Kataraktformen sowie die entsprechenden Kodes aus E10–E14 Diabetes mellitus.

Neuropathie und Diabetes mellitus

Neurologische Erkrankungen, die in kausalem Zusammenhang mit Diabetes mellitus stehen, sind als „Diabetes mellitus mit neurologischen Komplikationen“

E10†–E14†, vierte Stelle „.4“

zu verschlüsseln. Außerdem ist ein Kode für die spezifische Manifestation anzugeben, sofern diese der Nebendiagnosendefinition entspricht. Dies ist für die nachfolgenden Beispiele zu beachten.

Diabetische Mononeuropathie

E10†–E14†, vierte Stelle „.4“ Diabetes mellitus mit neurologischen Komplikationen

G59.0* Diabetische Mononeuropathie

Diabetische Amyotrophie

E10†–E14†, vierte Stelle „.4“ Diabetes mellitus mit neurologischen Komplikationen

G73.0* Myastheniesyndrome bei endokrinen Krankheiten

Diabetische Polyneuropathie

E10†–E14†, vierte Stelle „.4“ Diabetes mellitus mit neurologischen Komplikationen

G63.2* Diabetische Polyneuropathie

Periphere vaskuläre Erkrankung und Diabetes mellitus

Periphere vaskuläre Erkrankungen, die in kausalem Zusammenhang mit Diabetes mellitus stehen, sind als „Diabetes mellitus mit peripheren vaskulären Komplikationen“

E10†–E14†, vierte Stelle „.5“

zu verschlüsseln. Außerdem ist ein Kode für die spezifische Manifestation anzugeben, sofern diese der Nebendiagnosendefinition entspricht. Dies ist für das nachfolgende Beispiel zu beachten (Siehe hierzu auch Beispiel 5).

Diabetes mellitus mit peripherer Angiopathie

E10†–E14†, vierte Stelle „.5“ Diabetes mellitus mit peripheren vaskulären Komplikationen

I79.2* Periphere Angiopathie bei anderenorts klassifizierten

Krankheiten

Diabetisches Fußsyndrom

Die Diagnose „Diabetischer Fuß“ wird kodiert mit

E10–E14, vierte und fünfte Stelle

„.74“ Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen, mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet

oder

„.75“ Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen, mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet.

Die Kodes für die vorhandenen Manifestationen, z.B.

G63.2* Diabetische Polyneuropathie,

I79.2* Periphere Angiopathie bei anderenorts klassifizierten Krankheiten

sind danach anzugeben. Alle vorliegenden Manifestationen und Komplikationen sind zu kodieren, wenn sie der Definition einer Nebendiagnose entsprechen.

Die folgende Liste gibt eine Auswahl von Diagnosen wieder, die zum klinischen Bild des „diabetischen Fußsyndroms“ gehören können:

1. Infektion und/oder Ulcus

Hautabszess, Furunkel und Karbunkel an ExtremitätenL02.4
Phlegmone an ZehenL03.02
Phlegmone an der unteren ExtremitätL03.11
Hinweis: Die folgenden Viersteller zu L89.– Dekubitalgeschwür und Druckzone verschlüsseln an 5. Stelle die Lokalisation der Druckstellen
(siehe ICD-10-GM).
Dekubitus, Stadium 1L89.0-
Dekubitus, Stadium 2L89.1-
Dekubitus, Stadium 3L89.2-
Dekubitus, Stadium 4L89.3-
Dekubitus, Stadium nicht näher bezeichnetL89.9-
Ulcus cruris, anderenorts nicht klassifiziertL97
2. Periphere vaskuläre Erkrankung
Atherosklerose der Extremitätenarterien, Becken-Bein-Typ, ohne BeschwerdenI70.20
Atherosklerose der Extremitätenarterien, Becken-Bein-Typ, mit belastungsinduziertem Ischämieschmerz, Gehstrecke 200 m und mehrI70.21
Atherosklerose der Extremitätenarterien, Becken-Bein-Typ, mit belastungsinduziertem Ischämieschmerz, Gehstrecke weniger als 200 mI70.22
Atherosklerose der Extremitätenarterien, Becken-Bein-Typ, mit RuheschmerzI70.23
Atherosklerose der Extremitätenarterien, Becken-Bein-Typ, mit UlzerationI70.24
Atherosklerose der Extremitätenarterien, Becken-Bein-Typ, mit GangränI70.25
Sonstige und nicht näher bezeichnete Atherosklerose der ExtremitätenarterienI70.29
3. Periphere Neuropathie
Diabetische PolyneuropathieG63.2*
Autonome Neuropathie bei endokrinen und StoffwechselkrankheitenG99.0-*
4. Deformitäten
Hallux valgus (erworben)M20.1
Hallux rigidusM20.2
Sonstige Deformität der Großzehe (erworben)M20.3
Sonstige Hammerzehe(n) (erworben)M20.4
Sonstige Deformitäten der Zehen (erworben)M20.5
Flexionsdeformität, Knöchel und FußM21.27
Hängefuß (erworben), Knöchel und FußM21.37
Plattfuß [Pes planus] (erworben)M21.4
Erworbener Klauenfuß und Klumpfuß, Knöchel und FußM21.57
Sonstige erworbene Deformitäten des Knöchels und des FußesM21.6-
5. Frühere Amputation(en)
Verlust des Fußes und des Knöchels, einseitig
Zehe(n), auch beidseitig
Z89.4
Verlust der unteren Extremität unterhalb oder bis zum Knie, einseitigZ89.5
Verlust der unteren Extremität oberhalb des Knies, einseitigZ89.6
(Teilweiser) Verlust der unteren Extremität, beidseitig
Exkl.: Isolierter Verlust der Zehen, beidseitig (Z89.4)
Z89.7

Metabolisches Syndrom

Bei Vorliegen eines „metabolischen Syndroms“ sind die vorliegenden Komponenten des Syndroms einzeln zu kodieren (s.a. DKR D004 Syndrome (Seite 17)).

Störungen der inneren Sekretion des Pankreas

Die Kodes

E16.0 Arzneimittelinduzierte Hypoglykämie ohne Koma

E16.1 Sonstige Hypoglykämie

E16.2 Hypoglykämie, nicht näher bezeichnet

E16.8 Sonstige näher bezeichnete Störungen der inneren Sekretion des Pankreas

E16.9 Störungen der inneren Sekretion des Pankreas, nicht näher bezeichnet

sind bei Diabetikern nicht als Hauptdiagnose zu verschlüsseln.

Entscheidungen zu dieser Richtlinie1

SchlichtungKlarstellung zu DKR0401: Hypoglykämie als Komplikation mitzählen oder nicht?05.11.2025
gilt für Aufnahmen ab 01.01.2026 · auch für Rechnungen, die am 05.11.2025 in MD-Prüfung waren

Eine Hypoglykämie zählt bei Diabetes-Kodes mit vierter Stelle .6 oder .7 nur dann als Komplikation, wenn ein hypoglykämisches Koma (U69.73!) vorliegt. Der Schweregrad wird unabhängig davon zusätzlich mit U69.70! bis U69.73! angegeben. Bezug: DKR 0401, D012.

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Kodes, die diese Richtlinie regelt60

E10.-Diabetes mellitus, Typ 1
E11.-Diabetes mellitus, Typ 2
E12.-Diabetes mellitus in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition]
E13.-Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus
E14.-Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus
E16.0Arzneimittelinduzierte Hypoglykämie ohne Koma
E16.1Sonstige Hypoglykämie
E16.2Hypoglykämie, nicht näher bezeichnet
E16.8Sonstige näher bezeichnete Störungen der inneren Sekretion des Pankreas
E16.9Störung der inneren Sekretion des Pankreas, nicht näher bezeichnet
E89.1Hypoinsulinämie nach medizinischen Maßnahmen
G59.0*Diabetische Mononeuropathie
G63.2*Diabetische Polyneuropathie
G73.0*Myastheniesyndrome bei endokrinen Krankheiten
G99.0-*Autonome Neuropathie bei endokrinen und Stoffwechselkrankheiten
H25.-Cataracta senilis
▸ noch 44 Einträge
H26.-Sonstige Kataraktformen
H28.0*Diabetische Katarakt
H35.8Sonstige näher bezeichnete Affektionen der Netzhaut
H36.0*Retinopathia diabetica
H54.-Blindheit und Sehbeeinträchtigung
I70.20Atherosklerose der Extremitätenarterien: Becken-Bein-Typ, ohne Beschwerden
I70.21Atherosklerose der Extremitätenarterien: Becken-Bein-Typ, mit belastungsinduziertem Ischämieschmerz, Gehstrecke 200 m und mehr
I70.22Atherosklerose der Extremitätenarterien: Becken-Bein-Typ, mit belastungsinduziertem Ischämieschmerz, Gehstrecke weniger als 200 m
I70.23Atherosklerose der Extremitätenarterien: Becken-Bein-Typ, mit Ruheschmerz
I70.24Atherosklerose der Extremitätenarterien: Becken-Bein-Typ, mit Ulzeration
I70.25Atherosklerose der Extremitätenarterien: Becken-Bein-Typ, mit Gangrän
I70.29Atherosklerose der Extremitätenarterien: Sonstige und nicht näher bezeichnet
I79.2*Periphere Angiopathie bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
L02.4Hautabszess, Furunkel und Karbunkel an Extremitäten
L03.02Phlegmone an Zehen
L03.11Phlegmone an der unteren Extremität
L89.-Dekubitalgeschwür und Druckzone
L89.0-Dekubitus, Stadium 1
L89.1-Dekubitus, Stadium 2
L89.2-Dekubitus, Stadium 3
L89.3-Dekubitus, Stadium 4
L89.9-Dekubitus, Stadium nicht näher bezeichnet
L97Ulcus cruris, anderenorts nicht klassifiziert
M20.1Hallux valgus (erworben)
M20.2Hallux rigidus
M20.3Sonstige Deformität der Großzehe (erworben)
M20.4Sonstige Hammerzehe(n) (erworben)
M20.5Sonstige Deformitäten der Zehe(n) (erworben)
M21.27Flexionsdeformität: Knöchel und Fuß [Fußwurzel, Mittelfuß, Zehen, Sprunggelenk, sonstige Gelenke des Fußes]
M21.37Fallhand oder Hängefuß (erworben): Knöchel und Fuß [Fußwurzel, Mittelfuß, Zehen, Sprunggelenk, sonstige Gelenke des Fußes]
M21.4Plattfuß [Pes planus] (erworben)
M21.57Erworbene Klauenhand, Klumphand, erworbener Klauenfuß und Klumpfuß: Knöchel und Fuß [Fußwurzel, Mittelfuß, Zehen, Sprunggelenk, sonstige Gelenke des Fußes]
M21.6-Sonstige erworbene Deformitäten des Knöchels und des Fußes
O24.0Diabetes mellitus in der Schwangerschaft: Vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1
O24.3Diabetes mellitus in der Schwangerschaft: Vorher bestehender Diabetes mellitus, nicht näher bezeichnet
O24.4Diabetes mellitus, während der Schwangerschaft auftretend
P70.0Syndrom des Kindes einer Mutter mit gestationsbedingtem Diabetes mellitus
P70.1Syndrom des Kindes einer diabetischen Mutter
P70.2Diabetes mellitus beim Neugeborenen
R73.0Abnormer Glukosetoleranztest
Z89.4Verlust des Fußes und des Knöchels, einseitig
Z89.5Verlust der unteren Extremität unterhalb oder bis zum Knie, einseitig
Z89.6Verlust der unteren Extremität oberhalb des Knies, einseitig
Z89.7(Teilweiser) Verlust der unteren Extremität, beidseitig

Kodes nur in Beispielen16

A46Erysipel [Wundrose]
E10.20Diabetes mellitus, Typ 1: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet
E10.30Diabetes mellitus, Typ 1: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet
E10.50Diabetes mellitus, Typ 1: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet
E10.61Diabetes mellitus, Typ 1: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet
E10.73Diabetes mellitus, Typ 1: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet
E10.75Diabetes mellitus, Typ 1: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, als entgleist bezeichnet
E10.91Diabetes mellitus, Typ 1: Ohne Komplikationen: Als entgleist bezeichnet
▸ noch 8 Einträge
E11.20Diabetes mellitus, Typ 2: Mit Nierenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet
E11.72Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, nicht als entgleist bezeichnet
I10.00Benigne essentielle Hypertonie: Ohne Angabe einer hypertensiven Krise
N08.3*Glomeruläre Krankheiten bei Diabetes mellitus
N18.5Chronische Nierenkrankheit, Stadium 5
S42.21Fraktur des proximalen Endes des Humerus: Kopf
5-393.42Anlegen eines anderen Shuntes und Bypasses an Blutgefäßen: A. iliaca und viszerale Arterien: Iliofemoral
5-930.4Art des Transplantates oder Implantates: Alloplastisch