E14.- Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
28 Tage – 124Altersbeschränkung: 28 Tage – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Zusatzkennzeichen:

[4. und 5. Stellen siehe am Anfang dieser Krankheitsgruppe]

Inklusive:

Diabetes mellitus o.n.A.

Exklusive:

Diabetes mellitus: beim Neugeborenen P70.2

Diabetes mellitus: in Verbindung mit Fehl- oder Mangelernährung [Malnutrition] E12.-

Diabetes mellitus: Typ 1 E10.-

Diabetes mellitus: Typ 2 E11.-

▸ noch 6 Angaben
Exklusive:

Diabetes mellitus: pankreopriv E13.-

Diabetes mellitus: während der Schwangerschaft, der Geburt oder des Wochenbettes O24.-

Gestörte Glukosetoleranz R73.0

Glukosurie: renal E74.8

Glukosurie: o.n.A. R81

Postoperative Hypoinsulinämie, außer pankreopriver Diabetes mellitus E89.1

Regeln außerhalb des Katalogs4

Typen des Diabetes mellitus

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

E14.0- Mit Koma28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 5
E14.1- Mit Ketoazidose28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 5
E14.2- Mit Nierenkomplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 16
E14.3- Mit Augenkomplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 16
E14.4- Mit neurologischen Komplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 16
E14.5- Mit peripheren vaskulären Komplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 16
E14.6- Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 5ATC: 16
E14.7- Mit multiplen Komplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 5ATC: 16
E14.8- Mit nicht näher bezeichneten Komplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 16
E14.9- Ohne Komplikationen28 Tage – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 4ATC: 5

Diagnosehäufigkeit

448 Fälle · 66 % Männer · Gipfel 65 bis unter 70 Jahre · 38 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter E14.-.

Rang 1002 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 61 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1010,22 %2,0
5 bis unter 10 Jahre4130,89 %5,8
10 bis unter 15 Jahre155103,3 %4,9
15 bis unter 18 Jahre11292,5 %8,9
18 bis unter 20 Jahre5231,1 %7,8
20 bis unter 25 Jahre6331,3 %3,3
25 bis unter 30 Jahre10642,2 %3,9
30 bis unter 35 Jahre171433,8 %5,2
35 bis unter 40 Jahre181264,0 %3,1
40 bis unter 45 Jahre261975,8 %4,5
45 bis unter 50 Jahre3117146,9 %8,2
50 bis unter 55 Jahre302646,7 %5,8
55 bis unter 60 Jahre413299,2 %9,4
60 bis unter 65 Jahre45301510 %10,0
65 bis unter 70 Jahre46351110 %10,1
70 bis unter 75 Jahre4330139,6 %7,3
75 bis unter 80 Jahre332857,4 %9,9
80 bis unter 85 Jahre3216167,1 %7,3
85 bis unter 90 Jahre2512135,6 %8,3
90 bis unter 95 Jahre9632,0 %11,9
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

448 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 38 %

  • Innere Medizin38 %169
  • Chirurgie11 %50
  • Augenheilkunde9,2 %41
  • Gefäßchirurgie8,5 %38
  • Pädiatrie6,5 %29
  • Übrige 15 Abteilungen27 %121
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie4,9 %22
  • Sonstige Fachabteilung4,5 %20
  • Neurologie3,3 %15
  • Geriatrie2,9 %13
  • Kardiologie2,2 %10
  • Dermatologie1,8 %8
  • Unfallchirurgie1,8 %8
  • Orthopädie1,6 %7
  • Intensivmedizin1,1 %5
  • Endokrinologie0,89 %4
  • Nephrologie0,89 %4
  • Pneumologie0,45 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,22 %1
  • Kinderkardiologie0,22 %1
  • Plastische Chirurgie0,22 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte