L89.9- Dekubitus, Stadium nicht näher bezeichnet

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSADekubitalgeschwüre Grad 1-2 oder n.n.bez. / Ausgedehnte Verbrennungen / Erfrierungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · zuletzt 17.08.2022 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Dekubitus, Kategorie nicht näher bezeichnet

Dekubitus [Druckgeschwür] ohne Angabe eines Stadiums

Regeln außerhalb des Katalogs3

SchlichtungKlärung Erregerkodierung bei Infektion/ Sekundärinfektion einer offenen Wunde (z.B. Hautulkus)17.08.2022
gilt für Aufnahmen ab 01.10.2022 · auch für Rechnungen, die am 17.08.2022 in MD-Prüfung warengilt über L89.-

Bei klar infizierten offenen Wunden werden nachgewiesene Erreger (B95.-!, B96.-!, B98.-!) zusätzlich zur Infektion kodiert, sofern Mehraufwand nach D003 besteht. Bei chronischen Wunden ohne Infektzeichen nur bei per Score belegter pathologischer Besiedlung und resistenzgerechter Arzneitherapie. Bezug: DKR D003.

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Typen des Diabetes mellitus

gilt über L89.-

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext L89.9- im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

L89.90 KopfMorbi-RSA⚖ 3
L89.91 Obere ExtremitätMorbi-RSA⚖ 3
L89.92 DornfortsätzeMorbi-RSA⚖ 3
L89.93 BeckenkammMorbi-RSA⚖ 3
L89.94 KreuzbeinMorbi-RSA⚖ 3
L89.95 SitzbeinMorbi-RSA⚖ 3
L89.96 TrochanterMorbi-RSA⚖ 3
L89.97 FerseMorbi-RSA⚖ 3
L89.98 Sonstige Lokalisationen der unteren ExtremitätMorbi-RSA⚖ 3
L89.99 Sonstige und nicht näher bezeichnete LokalisationenMorbi-RSA⚖ 3

Diagnosehäufigkeit

115 Fälle · 50 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 59 % Chirurgie’23

Rang 3910 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 67, der Frauen ab etwa 82 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,87 %3,0
1 bis unter 5 Jahre1010,87 %2,0
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre4313,5 %12,3
18 bis unter 20 Jahre1100,87 %3,0
20 bis unter 25 Jahre1100,87 %22,0
25 bis unter 30 Jahre1010,87 %2,0
30 bis unter 35 Jahre1100,87 %13,0
35 bis unter 40 Jahre1010,87 %23,0
40 bis unter 45 Jahre2111,7 %29,0
45 bis unter 50 Jahre1100,87 %4,0
50 bis unter 55 Jahre8717,0 %14,9
55 bis unter 60 Jahre6245,2 %7,8
60 bis unter 65 Jahre10918,7 %11,4
65 bis unter 70 Jahre7526,1 %12,9
70 bis unter 75 Jahre147712 %13,6
75 bis unter 80 Jahre8357,0 %14,8
80 bis unter 85 Jahre21111018 %9,0
85 bis unter 90 Jahre1531213 %6,7
90 bis unter 95 Jahre8267,0 %5,4
ab 95 Jahren4043,5 %5,8

Behandelnde Fachabteilung

13.903 Fälle

Vor allem Chirurgie und Plastische Chirurgie (59 % und 9,2 %)

  • Chirurgie59 %8.147
  • Plastische Chirurgie9,2 %1.286
  • Innere Medizin8,3 %1.160
  • Unfallchirurgie5,4 %757
  • Sonstige Fachabteilung5,0 %693
  • Übrige 23 Abteilungen13 %1.860
▸ Übrige einzeln
  • Orthopädie3,5 %483
  • Geriatrie2,2 %304
  • Gefäßchirurgie2,2 %299
  • Dermatologie1,2 %170
  • Gastroenterologie0,83 %115
  • Intensivmedizin0,69 %96
  • Neurochirurgie0,60 %84
  • Kardiologie0,50 %69
  • Nephrologie0,27 %38
  • Endokrinologie0,24 %34
  • Urologie0,21 %29
  • Kinderchirurgie0,18 %25
  • Pädiatrie0,17 %24
  • Neurologie0,17 %23
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,15 %21
  • Pneumologie0,094 %13
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,094 %13
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,036 %5
  • Herzchirurgie0,036 %5
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,022 %3
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,022 %3
  • Rheumatologie0,014 %2
  • Thoraxchirurgie0,014 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu L89.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen1

2021Titel geändert
Dekubitus, Grad Stadium nicht näher bezeichnet
2010Bestand
Dekubitus, Grad nicht näher bezeichnet

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte