Z80-Z99 Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken aufgrund der Familien- oder Eigenanamnese und bestimmte Zustände, die den Gesundheitszustand beeinflussen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Beobachtung oder Eingriff während der Schwangerschaft aufgrund vermuteter Schädigung des Fetus O35.-

Medizinische Nachbetreuung und Rekonvaleszenz Z42-Z51 Z54.-!

Nachuntersuchung Z08-Z09

Spezielles Screening oder andere Untersuchung und Abklärung aufgrund der Familien- oder Eigenanamnese Z00-Z13

Regeln außerhalb des Katalogs2

Fallkonstellation 1: Ein Patient erhält wegen einer Harninkontinenz während des stationären Aufenthaltes einen Dauerkatheter. Der stationäre Behandlungsfall war durch eine andere Hauptdiagnose veranlasst. Ist die Harninkontinenz oder ein Z-Kode (z. B.: Z46.

Präoperativ wird bei einem antikoagulierten Patienten das Phenprocoumon abgesetzt und auf Grund des erniedrigten Quickwertes (INR) Vitamin K gegeben. Was wird als Nebendiagnose kodiert?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes20

Z80.- Bösartige Neubildung in der Familienanamnese
Z81 Psychische Krankheiten oder Verhaltensstörungen in der Familienanamnese
Z82 Bestimmte Behinderungen oder chronische Krankheiten in der Familienanamnese, die zu Schädigung oder Behinderung führen
Z83.- Andere spezifische Krankheiten in der Familienanamnese
Z84.- Andere Krankheiten oder Zustände in der Familienanamnese
Z85.- Bösartige Neubildung in der Eigenanamnese⚖ 4
Z86.- Bestimmte andere Krankheiten in der Eigenanamnese
Z87.- Andere Krankheiten oder Zustände in der Eigenanamnese
Z88.- Allergie gegenüber Arzneimitteln, Drogen oder biologisch aktiven Substanzen in der Eigenanamnese
Z89.- Extremitätenverlust
Z90.- Verlust von Organen, anderenorts nicht klassifiziert
Z91.- Risikofaktoren in der Eigenanamnese, anderenorts nicht klassifiziert
Z92.- Medizinische Behandlung in der Eigenanamnese
Z93.- Vorhandensein einer künstlichen Körperöffnung
Z94.- Zustand nach Organ- oder Gewebetransplantation⚖ 1
Z95.- Vorhandensein von kardialen oder vaskulären Implantaten oder Transplantaten
Z96.- Vorhandensein von anderen funktionellen Implantaten
Z97.- Vorhandensein anderer medizinischer Geräte oder Hilfsmittel
Z98.- Sonstige Zustände nach chirurgischem Eingriff
Z99.- Abhängigkeit (langzeitig) von unterstützenden Apparaten, medizinischen Geräten oder Hilfsmitteln, anderenorts nicht klassifiziert

Diagnosehäufigkeit

6.270 Fälle · 55 % Frauen · Gipfel unter 1 Jahr · 50 % Frauenheilkunde und Geburtshilfe’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter Z80-Z99.

Rang 177 von 228 auf derselben Katalogebene · 0,036 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 1 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4.7592.4472.31276 %2,7
1 bis unter 5 Jahre5140,080 %1,2
5 bis unter 10 Jahre4130,064 %14,3
10 bis unter 15 Jahre8440,13 %12,3
15 bis unter 18 Jahre122100,19 %2,6
18 bis unter 20 Jahre6060,096 %4,0
20 bis unter 25 Jahre394350,62 %4,3
25 bis unter 30 Jahre925871,5 %4,4
30 bis unter 35 Jahre11531121,8 %5,1
35 bis unter 40 Jahre142101322,3 %4,7
40 bis unter 45 Jahre17181632,7 %7,4
45 bis unter 50 Jahre131121192,1 %4,7
50 bis unter 55 Jahre156271292,5 %4,5
55 bis unter 60 Jahre152441082,4 %7,6
60 bis unter 65 Jahre14260822,3 %8,8
65 bis unter 70 Jahre9145461,5 %7,5
70 bis unter 75 Jahre6422421,0 %16,7
75 bis unter 80 Jahre7343301,2 %9,7
80 bis unter 85 Jahre5930290,94 %7,1
85 bis unter 90 Jahre3720170,59 %6,5
90 bis unter 95 Jahre11380,18 %3,6
ab 95 Jahren1010,016 %19,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,7 Tagen (unter 1 Jahr) und ⌀ 16,7 Tagen (70 bis unter 75 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

6.270 Fälle

Vor allem Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Pädiatrie (50 % und 20 %)

  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe50 %3.106
  • Pädiatrie20 %1.247
  • Neonatologie9,6 %604
  • Geburtshilfe6,8 %429
  • Plastische Chirurgie3,8 %237
  • Übrige 25 Abteilungen10 %647
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie2,2 %140
  • Orthopädie2,2 %139
  • Innere Medizin2,0 %128
  • Pneumologie1,1 %66
  • Kardiologie0,83 %52
  • Augenheilkunde0,32 %20
  • Sonstige Fachabteilung0,29 %18
  • Herzchirurgie0,24 %15
  • Unfallchirurgie0,21 %13
  • Allgemeine Psychiatrie0,16 %10
  • Neurologie0,16 %10
  • Urologie0,13 %8
  • Thoraxchirurgie0,096 %6
  • Gastroenterologie0,064 %4
  • Neurochirurgie0,064 %4
  • Kinderkardiologie0,048 %3
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,032 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,032 %2
  • Endokrinologie0,016 %1
  • Gefäßchirurgie0,016 %1
  • Geriatrie0,016 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,016 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,016 %1
  • Nephrologie0,016 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,016 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter Z80-Z99.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken aufgrund der Familien- oder Eigenanamnese und bestimmte Zustände, die den Gesundheitszustand beeinflussen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte