Y57.9! Komplikationen durch Arzneimittel oder Drogen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): nur als Ausrufezeichenkode · ambulant (§ 295 SGB V): nur als Ausrufezeichenkode
AusrufezeichenkodeAusrufezeichenschlüsselnummer (sekundäre Schlüsselnummer): Sie darf nicht allein benutzt werden, kann aber zusätzlich zu einem Primärkode angegeben werden, um eine Diagnose näher zu spezifizieren.
⚖ Regellage4 verbindliche Regeln · 5 SEG-4-Empfehlungen · 1 weitere Quelle · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Unerwünschte Nebenwirkung von Arzneimitteln und Drogen bei indikationsgerechter Anwendung und in korrekter therapeutischer oder prophylaktischer Dosierung

Exklusive:

Unfälle bei der Verabreichungsmethode von Arzneimitteln, Drogen oder biologisch aktiven Substanzen bei medizinischen und chirurgischen Maßnahmen Y69

Regeln außerhalb des Katalogs10

gilt für Aufnahmen ab 01.12.2020 · auch für Rechnungen, die am 06.10.2020 in MD-Prüfung waren

Patient mit einem Rektumkarzinom, Z.n. Operation und Radiochemotherapie. Ambulante Durchführung einer palliativen Chemotherapie mit FUFOX (5 FU, Folinsäure und Oxaliplatin). Aufnahme drei Tage nach der Chemotherapie mit einer massiven Enterokolitis als Nebenwirkung der Chemotherapie.

gilt für Aufnahmen ab 01.10.2020 · auch für Rechnungen, die am 19.08.2020 in MD-Prüfung waren

Ein Patient bekommt während des stationären Aufenthaltes Cortison, entwickelt daraufhin eine Hyperglykämie und bekommt Altinsulin. Kein Diabetes bekannt, keine weitere Diagnostik diesbezüglich. Wie ist die Hyperglykämie zu kodieren?

gilt für Aufnahmen ab 01.09.2020 · auch für Rechnungen, die am 21.07.2020 in MD-Prüfung waren

Ein Patient wird wegen eines nichttraumatischen Rektusscheidenhämatoms unter Marcumar®-Einnahme (INR im therapeutischen Bereich) aufgenommen. Was ist die Hauptdiagnose?

Unerwünschte Nebenwirkungen indikationsgerechter Arzneimittel bei Einnahme gemäß Verordnung werden wie folgt kodiert:

Wie werden Fälle mit Neueinstellung auf orale Antikoagulation (z. B. Phenprocoumon) oder bei Pausierung (z. B. wegen Operation) und anschließender Neueinstellung kodiert? Wann kann ein Kode aus D68.3- Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien und Antikörper kodiert werden?

▸ noch 5 Regeln

Wie wird der medizinische Sachverhalt einer nichttraumatischen Blutung unter Therapie mit Phenprocoumon, die die stationäre Aufnahme veranlasste, kodiert?

Eine 25-jährige Patientin wird wegen anhaltender therapieresistenter Enteritis, verbunden mit Schwäche und Exsikkose stationär aufgenommen. Bei der Patientin ist eine langjährige chronische seropositive Polyarthritis mit asymmetrischem Befall der Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und Kniegelenke bekannt, eine Therapie mit …

Die Patientin wird aufgenommen wegen einer Makrohämaturie. Aus der Anamnese ist eine Therapie mit Marcumar® (Phenprocoumon) bekannt. Die Einnahme erfolgt auf Grund einer früheren Herzoperation. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes wird ein Harnwegsinfekt diagnostiziert, der antibiotisch behandelt wird.

Die Aufnahme des Patienten erfolgte wegen ausgeprägter akuter Diarrhoe. Beim Aufenthalt zuvor war der letzte Zyklus einer Chemotherapie bei bekanntem Bronchialkarzinom durchgeführt worden. Ursächlich für die akute Diarrhoe wurde die Chemotherapie angesehen, deshalb nur symptomatische Behandlung.

BSGBSG, Urteil vom 25.10.2016: Aufwandspauschale – Überprüfung der Krankenhausrechnung auf sachlich-rechnerische Richtigkeit nach dem vor dem 1.1.2016 geltenden Recht25.10.2016
gilt über Y57.-!

1. Krankenkassen haben das Recht, Krankenhausrechnungen über die Behandlung von Kassenpatienten auf sachlich-rechnerische Richtigkeit unabhängig von dem Rechtsregime der Auffälligkeitsprüfung zu überprüfen. 2. Prüfen Krankenkassen nach dem vor dem 1.1.2016 geltenden Recht Krankenhausrechnungen über die Behandlung von Kassenpatienten auf sachlich-rechnerische Richtigkeit, löst dies keinen Anspruch auf Zahlung einer Aufwandspauschale aus.

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▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext Y57.9! im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Alphabetisches Verzeichnis25

Methotrexat-assoziierte lymphoproliferative Krankheit
86904Primär + Zusatz
Arzneimittelinduziertes Magenulkus
Primär + Zusatz
Magenulkus durch nichtsteroide Antirheumatika
Primär + Zusatz
Arzneimittelinduziertes Ulcus duodeni
Primär + Zusatz
Arzneimittelinduziertes Ulcus gastroduodenale
Primär + Zusatz
Arzneimittelinduziertes Ulcus pepticum
Primär + Zusatz
Ulcus gastroduodenale durch nichtsteroide Antirheumatika
Primär + Zusatz
Ulcus pepticum durch nichtsteroide Antirheumatika
Primär + Zusatz
Akutes Leberversagen durch Arzneimittel
Primär + Zusatz
Akutes Leberversagen durch Drogen
Primär + Zusatz
Chronisches Leberversagen durch Arzneimittel
Primär + Zusatz
Chronisches Leberversagen durch Drogen
Primär + Zusatz
Leberversagen durch Arzneimittel
Primär + Zusatz
Leberversagen durch Drogen
Primär + Zusatz
Hyperaktivität des Uterus durch Überstimulierung mit wehenauslösenden Medikamenten
Primär + Zusatz
Brechreiz bei Chemotherapie
Primär + Zusatz
▸ noch 9 Einträge
Brechreiz bei Strahlentherapie
Primär + Zusatz
Erbrechen bei Chemotherapie
Primär + Zusatz
Erbrechen bei Strahlentherapie
Primär + Zusatz
Übelkeit bei Chemotherapie
Primär + Zusatz
Übelkeit bei Strahlentherapie
Primär + Zusatz
Zytostatikainduzierte Übelkeit
Primär + Zusatz
Zytostatikainduzierter Brechreiz
Primär + Zusatz
Zytostatikainduziertes Erbrechen
Primär + Zusatz
Anurie durch Sulfonamide bei Einsatz als indikationsgerechtes Arzneimittel und ordnungsgemäßer Verabreichung
Primär + Zusatz

Änderungen1

2026Untergliedert
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2010Bestand
Komplikationen durch Arzneimittel oder Drogen

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte