T90-T98 Folgen von Verletzungen, Vergiftungen und sonstigen Auswirkungen äußerer Ursachen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Hinweis:

Die Kategorien T90-T98 sind zu benutzen, um bei Zuständen aus S00-S99 und T00-T88 anzuzeigen, dass sie anderenorts klassifizierte Spätfolgen verursacht haben. Zu den "Folgen" zählen Zustände, die als Folgen oder Spätfolgen bezeichnet sind oder die ein Jahr oder länger nach der akuten Verletzung bestehen.

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über T90.-

Folgezustände oder Spätfolgen einer Krankheit sind aktuelle Krankheitszustände, die durch eine frühere Krankheit hervorgerufen wurden.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

T90.- Folgen von Verletzungen des Kopfes⚖ 1
T91.- Folgen von Verletzungen des Halses und des Rumpfes⚖ 1
T92.- Folgen von Verletzungen der oberen Extremität⚖ 1
T93.- Folgen von Verletzungen der unteren Extremität⚖ 1
T94.- Folgen von Verletzungen mehrerer oder nicht näher bezeichneter Körperregionen⚖ 1
T95.- Folgen von Verbrennungen, Verätzungen oder Erfrierungen⚖ 1
T96 Folgen einer Vergiftung durch Arzneimittel, Drogen und biologisch aktive SubstanzenMorbi-RSA⚖ 1
T97 Folgen toxischer Wirkungen von vorwiegend nicht medizinisch verwendeten SubstanzenMorbi-RSA⚖ 1
T98.- Folgen sonstiger und nicht näher bezeichneter Wirkungen äußerer Ursachen⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

205 Fälle · 64 % Männer · Gipfel 50 bis unter 55 Jahre · 62 % Innere Medizin’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter T90-T98.

Rang 219 von 226 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 52 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1010,49 %35,0
1 bis unter 5 Jahre1010,49 %16,0
5 bis unter 10 Jahre1100,49 %2,0
10 bis unter 15 Jahre1100,49 %18,0
15 bis unter 18 Jahre4222,0 %1,5
18 bis unter 20 Jahre7703,4 %1,9
20 bis unter 25 Jahre13766,3 %1,2
25 bis unter 30 Jahre10644,9 %1,8
30 bis unter 35 Jahre161247,8 %1,7
35 bis unter 40 Jahre11475,4 %1,9
40 bis unter 45 Jahre13946,3 %1,8
45 bis unter 50 Jahre161517,8 %5,1
50 bis unter 55 Jahre27171013 %5,7
55 bis unter 60 Jahre13946,3 %5,7
60 bis unter 65 Jahre191279,3 %5,7
65 bis unter 70 Jahre161337,8 %4,8
70 bis unter 75 Jahre9364,4 %4,4
75 bis unter 80 Jahre7433,4 %2,1
80 bis unter 85 Jahre10464,9 %5,0
85 bis unter 90 Jahre8533,9 %4,5
90 bis unter 95 Jahre2110,98 %6,0
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

205 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (62 %)

  • Innere Medizin62 %127
  • Chirurgie35 %72
  • Neurologie0,98 %2
  • Gastroenterologie0,49 %1
  • Pädiatrie0,49 %1
  • Übrige 2 Abteilungen0,98 %2
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,49 %1
  • Unfallchirurgie0,49 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter T90-T98.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Folgen von Verletzungen, Vergiftungen und sonstigen Auswirkungen äußerer Ursachen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte