T88.4 Misslungene oder schwierige Intubation

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
⚖ Regellage4 verbindliche Regeln · 2 SEG-4-Empfehlungen · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs6

gilt für Aufnahmen ab 01.10.2020 · auch für Rechnungen, die am 19.08.2020 in MD-Prüfung waren

Bei zu erwartender schwieriger Intubation wegen einer Säbelscheidentrachea mit inspiratorischem Stridor und begleitender Adipositas per magna wird zur Struma-Operation elektiv eine komplikationslose fiberoptische Intubation der wachen Patientin durchgeführt. Ist als Nebendiagnose T88.

seit Jahrgang 2022

Entscheidung des Schlichtungsausschusses zu der KDE 403, veröffentlicht am 19.08.2020

gilt über T88.-

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnah­men

gilt über T88.-

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnahmen als Hauptdiagnose

Wann darf T88.4 Sonstige Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert, Misslungene oder schwierige Intubation als Nebendiagnose kodiert werden?

▸ noch 1 Regeln
gilt über T88.-FoKA: Dissens

Bei einem Patienten wird eine transurethrale Resektion (TUR) eines Blasenkarzinoms durchgeführt. Der intraoperative Verlauf ist komplikationslos. Am ersten postoperativen Tag kommt es zu einer Nachblutung ohne Blasentamponade, es erfolgt eine Spülbehandlung. Als Hauptdiagnose wird der Kode C67.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext T88.4 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

2 Fälle · 50 % Frauen · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 47 % Innere Medizin’24

Rang 7237 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 63, der Frauen ab etwa 33 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre10150 %–
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre000–3,0
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000–5,0
60 bis unter 65 Jahre11050 %5,3
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000–4,5
75 bis unter 80 Jahre000–1,0
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

5.013 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (47 % und 13 %)

  • Innere Medizin47 %2.366
  • Pädiatrie13 %630
  • Dermatologie6,9 %347
  • Kardiologie4,5 %227
  • Chirurgie4,3 %214
  • Übrige 28 Abteilungen25 %1.229
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie3,9 %196
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe2,6 %131
  • Neurologie2,5 %125
  • Intensivmedizin2,3 %114
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde2,1 %105
  • Sonstige Fachabteilung1,8 %92
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,6 %82
  • Pneumologie1,4 %72
  • Urologie1,1 %57
  • Augenheilkunde0,76 %38
  • Unfallchirurgie0,60 %30
  • Orthopädie0,52 %26
  • Nephrologie0,46 %23
  • Neurochirurgie0,44 %22
  • Endokrinologie0,36 %18
  • Geriatrie0,32 %16
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,30 %15
  • Herzchirurgie0,28 %14
  • Rheumatologie0,28 %14
  • Plastische Chirurgie0,24 %12
  • Kinderkardiologie0,12 %6
  • Gefäßchirurgie0,100 %5
  • Kinderchirurgie0,100 %5
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,080 %4
  • Neonatologie0,060 %3
  • Thoraxchirurgie0,040 %2
  • Geburtshilfe0,020 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,020 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu T88.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis4

Misslungene Intubation
Primärschlüssel
Problem durch Intubation bei Anästhesie
Primärschlüssel
Schwierige Intubation
Primärschlüssel
Versagen der Intubation während der Anästhesie
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Misslungene oder schwierige Intubation

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte