T80-T88 Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 2 SEG-4-Empfehlungen · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Für den Gebrauch dieser Kategorien in der stationären Versorgung sind die Deutschen Kodierrichtlinien heranzuziehen.

Sollen die eingesetzten Hilfsmittel oder die näheren Umstände angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern (Kapitel XX) zu benutzen.

Soll der Infektionserreger angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (B95-B98) zu benutzen.

Exklusive:

Jede Inanspruchnahme medizinischer Betreuung wegen postoperativer Zustände, bei denen keine Komplikationen bestehen, wie z.B.: Anpassen und Einstellen von Ektoprothesen Z44.-

Jede Inanspruchnahme medizinischer Betreuung wegen postoperativer Zustände, bei denen keine Komplikationen bestehen, wie z.B.: Verschluss eines äußeren Stomas Z43.-

Jede Inanspruchnahme medizinischer Betreuung wegen postoperativer Zustände, bei denen keine Komplikationen bestehen, wie z.B.: Vorhandensein einer künstlichen Körperöffnung Z93.-

▸ noch 12 Angaben
Exklusive:

Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen während der Schwangerschaft, der Geburt oder des Wochenbettes O00-O99

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Austritt von Liquor cerebrospinalis nach Lumbalpunktion G97.0

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Funktionsstörung nach Kolostomie K91.4

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Funktionsstörungen nach kardiochirurgischem Eingriff I97.0-I97.1

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Lymphödem nach (partieller) Mastektomie I97.2-

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Postlaminektomie-Syndrom, anderenorts nicht klassifiziert M96.1

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes E86-E87

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Syndrom der blinden Schlinge nach chirurgischem Eingriff K91.2

Näher bezeichnete Komplikationen, die anderenorts klassifiziert sind, wie z.B.: Syndrome des operierten Magens K91.1

Unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln und Drogen A00-R99 T78.-

Verbrennungen oder Verätzungen durch lokale Applikationen und Bestrahlung T20-T32

Vergiftung durch und toxische Wirkungen von Arzneimitteln, Drogen und chemische Substanzen T36-T65

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt über T80.-

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnah­men

gilt über T80.-

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnahmen als Hauptdiagnose

Wie wird ein Doxorubicin-Paravasat am Arm korrekt kodiert? T80.- Komplikationen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken oder T22.- Verbrennung oder Verätzung der Schulter und des Armes, ausgenommen Handgelenk und Hand

gilt über T80.-FoKA: Dissens

Bei einem Patienten wird eine transurethrale Resektion (TUR) eines Blasenkarzinoms durchgeführt. Der intraoperative Verlauf ist komplikationslos. Am ersten postoperativen Tag kommt es zu einer Nachblutung ohne Blasentamponade, es erfolgt eine Spülbehandlung. Als Hauptdiagnose wird der Kode C67.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

T80.- Komplikationen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken⚖ 4
T81.- Komplikationen bei Eingriffen, anderenorts nicht klassifiziert⚖ 2
T82.- Komplikationen durch Prothesen, Implantate oder Transplantate im Herzen und in den Gefäßen⚖ 2
T83.- Komplikationen durch Prothesen, Implantate oder Transplantate im Urogenitaltrakt⚖ 2
T84.- Komplikationen durch orthopädische Endoprothesen, Implantate oder Transplantate⚖ 2
T85.- Komplikationen durch sonstige interne Prothesen, Implantate oder Transplantate⚖ 2
T86.- Versagen und Abstoßung von transplantierten Organen und Geweben⚖ 4
T87.- Komplikationen, die für Replantation und Amputation bezeichnend sind⚖ 2
T88.- Sonstige Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert⚖ 3

Diagnosehäufigkeit

250.782 Fälle · 50 % Männer · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 26 % Chirurgie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter T80-T88.

Rang 22 von 227 auf derselben Katalogebene · 1,4 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 67 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr5723282440,23 %7,0
1 bis unter 5 Jahre1.6769996770,67 %5,3
5 bis unter 10 Jahre1.9711.1797920,79 %4,6
10 bis unter 15 Jahre1.7791.0577220,71 %5,4
15 bis unter 18 Jahre1.6129107020,64 %5,4
18 bis unter 20 Jahre1.2987305680,52 %5,5
20 bis unter 25 Jahre3.8402.1181.7221,5 %5,2
25 bis unter 30 Jahre4.2762.2282.0481,7 %5,0
30 bis unter 35 Jahre5.5732.6702.9032,2 %5,5
35 bis unter 40 Jahre7.2973.2674.0302,9 %5,8
40 bis unter 45 Jahre8.2153.7124.5033,3 %6,7
45 bis unter 50 Jahre9.5654.3805.1853,8 %7,0
50 bis unter 55 Jahre14.0036.8067.1975,6 %7,7
55 bis unter 60 Jahre21.98711.52510.4628,8 %8,4
60 bis unter 65 Jahre28.38415.62912.75511 %9,2
65 bis unter 70 Jahre29.39415.97313.42112 %9,6
70 bis unter 75 Jahre31.04916.26714.78212 %9,9
75 bis unter 80 Jahre26.40713.23713.17011 %10,3
80 bis unter 85 Jahre28.23313.40814.82511 %10,6
85 bis unter 90 Jahre18.0107.86010.1507,2 %10,7
90 bis unter 95 Jahre4.7811.8032.9781,9 %10,5
ab 95 Jahren8602765840,34 %9,1

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 5,0 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 10,7 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

247.157 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Chirurgie, hat 26 %

  • Chirurgie26 %65.304
  • Orthopädie12 %29.337
  • Innere Medizin11 %26.201
  • Unfallchirurgie10 %24.835
  • Gefäßchirurgie6,9 %17.107
  • Übrige 30 Abteilungen34 %84.373
▸ Übrige einzeln
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe4,7 %11.608
  • Urologie3,5 %8.528
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde2,6 %6.387
  • Neurochirurgie2,5 %6.212
  • Herzchirurgie2,5 %6.191
  • Augenheilkunde2,5 %6.158
  • Kardiologie2,4 %6.017
  • Nephrologie2,2 %5.320
  • Plastische Chirurgie1,8 %4.525
  • Geriatrie1,5 %3.668
  • Pädiatrie1,3 %3.330
  • Dermatologie1,2 %2.901
  • Gastroenterologie1,1 %2.804
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,0 %2.531
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,70 %1.741
  • Sonstige Fachabteilung0,60 %1.481
  • Kinderchirurgie0,50 %1.244
  • Intensivmedizin0,39 %969
  • Neurologie0,31 %764
  • Kinderkardiologie0,26 %635
  • Pneumologie0,23 %557
  • Thoraxchirurgie0,22 %550
  • Endokrinologie0,048 %119
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,018 %44
  • Rheumatologie0,017 %41
  • Strahlenheilkunde0,010 %25
  • Neonatologie0,005 %12
  • Geburtshilfe0,003 %7
  • Nuklearmedizin0,001 %3
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter T80-T88.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen und medizinischer Behandlung, anderenorts nicht klassifiziert

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte