T80.- Komplikationen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 2 SEG-4-Empfehlungen · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Perfusion

Exklusive:

Abstoßung eines Knochenmarktransplantates T86.00

Regeln außerhalb des Katalogs4

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnah­men

Erkrankungen bzw. Störungen nach medizinischen Maßnahmen als Hauptdiagnose

Wie wird ein Doxorubicin-Paravasat am Arm korrekt kodiert? T80.- Komplikationen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken oder T22.- Verbrennung oder Verätzung der Schulter und des Armes, ausgenommen Handgelenk und Hand

Bei einem Patienten wird eine transurethrale Resektion (TUR) eines Blasenkarzinoms durchgeführt. Der intraoperative Verlauf ist komplikationslos. Am ersten postoperativen Tag kommt es zu einer Nachblutung ohne Blasentamponade, es erfolgt eine Spülbehandlung. Als Hauptdiagnose wird der Kode C67.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

T80.0 Luftembolie nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen ZweckenCCL:34Morbi-RSA⚖ 4
T80.1 Gefäßkomplikationen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen ZweckenMorbi-RSA⚖ 4
T80.2 Infektionen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen ZweckenMorbi-RSA⚖ 4
T80.3 AB0-UnverträglichkeitsreaktionCCL:23Morbi-RSA⚖ 4
T80.4 Rh-UnverträglichkeitsreaktionCCL:23Morbi-RSA⚖ 4
T80.5 Anaphylaktischer Schock durch SerumCCL:12Morbi-RSA⚖ 4
T80.6 Sonstige SerumreaktionenCCL:12Morbi-RSA⚖ 4
T80.8 Sonstige Komplikationen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken⚖ 4
T80.9 Nicht näher bezeichnete Komplikation nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken⚖ 4

Diagnosehäufigkeit

670 Fälle · 55 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 25 % Chirurgie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter T80.-.

Rang 928 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,004 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 61 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr7521,0 %2,5
1 bis unter 5 Jahre6420,90 %3,1
5 bis unter 10 Jahre14682,1 %1,5
10 bis unter 15 Jahre161062,4 %2,7
15 bis unter 18 Jahre9271,3 %1,3
18 bis unter 20 Jahre5320,75 %14,3
20 bis unter 25 Jahre9541,3 %2,2
25 bis unter 30 Jahre211383,1 %3,1
30 bis unter 35 Jahre2915144,3 %2,2
35 bis unter 40 Jahre4123186,1 %3,8
40 bis unter 45 Jahre3719185,5 %3,0
45 bis unter 50 Jahre4418266,6 %4,4
50 bis unter 55 Jahre3916235,8 %5,1
55 bis unter 60 Jahre4621256,9 %4,3
60 bis unter 65 Jahre74353911 %4,1
65 bis unter 70 Jahre5824348,7 %4,9
70 bis unter 75 Jahre5925348,8 %4,6
75 bis unter 80 Jahre6123389,1 %5,4
80 bis unter 85 Jahre5421338,1 %5,5
85 bis unter 90 Jahre3413215,1 %7,5
90 bis unter 95 Jahre5140,75 %6,1
ab 95 Jahren2110,30 %6,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,1 Tagen (60 bis unter 65 Jahre) und ⌀ 5,5 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

636 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Chirurgie, hat 25 %

  • Chirurgie25 %156
  • Innere Medizin24 %155
  • Unfallchirurgie7,4 %47
  • Pädiatrie6,6 %42
  • Hämatologie und internistische Onkologie5,5 %35
  • Übrige 23 Abteilungen32 %201
▸ Übrige einzeln
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe4,6 %29
  • Plastische Chirurgie4,4 %28
  • Dermatologie3,8 %24
  • Gastroenterologie3,0 %19
  • Orthopädie2,4 %15
  • Kardiologie1,9 %12
  • Urologie1,7 %11
  • Gefäßchirurgie1,6 %10
  • Sonstige Fachabteilung1,4 %9
  • Nephrologie1,1 %7
  • Intensivmedizin0,94 %6
  • Neurologie0,94 %6
  • Kinderchirurgie0,79 %5
  • Neurochirurgie0,63 %4
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,63 %4
  • Pneumologie0,47 %3
  • Augenheilkunde0,31 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,31 %2
  • Geriatrie0,16 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,16 %1
  • Herzchirurgie0,16 %1
  • Rheumatologie0,16 %1
  • Thoraxchirurgie0,16 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Komplikationen nach Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte