T62.- Toxische Wirkung sonstiger schädlicher Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen wurden

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Allergische Reaktion auf Lebensmittel, wie z.B.: anaphylaktischer Schock durch Nahrungsmittelunverträglichkeit T78.0

Allergische Reaktion auf Lebensmittel, wie z.B.: Dermatitis L23.6 L25.4 L27.2

Allergische Reaktion auf Lebensmittel, wie z.B.: Gastroenteritis (nichtinfektiös) K52.-

Bakteriell bedingte Lebensmittelvergiftungen A05.-

Toxische Wirkung infolge Lebensmittel-Kontamination, wie z.B.: Aflatoxin und sonstige Mykotoxine T64

Toxische Wirkung infolge Lebensmittel-Kontamination, wie z.B.: Blausäure T57.3

▸ noch 2 Angaben
Exklusive:

Toxische Wirkung infolge Lebensmittel-Kontamination, wie z.B.: Quecksilber T56.1

Toxische Wirkung infolge Lebensmittel-Kontamination, wie z.B.: Zyanide T65.0

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes5

T62.0 Toxische Wirkung: Verzehrte PilzeMorbi-RSA⚖ 1
T62.1 Toxische Wirkung: Verzehrte BeerenMorbi-RSA⚖ 1
T62.2 Toxische Wirkung: Sonstige verzehrte Pflanze(n) oder Teil(e) davonMorbi-RSA⚖ 1
T62.8 Toxische Wirkung: Sonstige näher bezeichnete schädliche Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen wurdenMorbi-RSA⚖ 1
T62.9 Toxische Wirkung: Schädliche Substanz, die mit der Nahrung aufgenommen wurde, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

1.269 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 48 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter T62.-.

Rang 796 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,007 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 35 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3212202,5 %1,2
1 bis unter 5 Jahre2051168916 %1,2
5 bis unter 10 Jahre9657397,6 %1,1
10 bis unter 15 Jahre4122193,2 %1,2
15 bis unter 18 Jahre4118233,2 %2,5
18 bis unter 20 Jahre229131,7 %1,4
20 bis unter 25 Jahre7123485,6 %2,3
25 bis unter 30 Jahre5933264,6 %1,6
30 bis unter 35 Jahre6331325,0 %1,4
35 bis unter 40 Jahre7743346,1 %1,6
40 bis unter 45 Jahre6126354,8 %1,8
45 bis unter 50 Jahre5417374,3 %2,4
50 bis unter 55 Jahre4721263,7 %2,4
55 bis unter 60 Jahre6224384,9 %2,3
60 bis unter 65 Jahre6230324,9 %4,0
65 bis unter 70 Jahre7643336,0 %2,4
70 bis unter 75 Jahre4524213,5 %2,6
75 bis unter 80 Jahre4318253,4 %2,4
80 bis unter 85 Jahre6228344,9 %3,7
85 bis unter 90 Jahre3719182,9 %3,5
90 bis unter 95 Jahre8350,63 %4,6
ab 95 Jahren5230,39 %2,4

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,1 Tagen (5 bis unter 10 Jahre) und ⌀ 4,0 Tagen (60 bis unter 65 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

1.269 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (48 % und 32 %)

  • Innere Medizin48 %609
  • Pädiatrie32 %403
  • Gastroenterologie8,9 %113
  • Intensivmedizin4,4 %56
  • Kardiologie1,8 %23
  • Übrige 12 Abteilungen5,1 %65
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %19
  • Chirurgie0,71 %9
  • Neurologie0,63 %8
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,55 %7
  • Pneumologie0,55 %7
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,32 %4
  • Geriatrie0,24 %3
  • Nephrologie0,24 %3
  • Endokrinologie0,16 %2
  • Geburtshilfe0,079 %1
  • Kinderchirurgie0,079 %1
  • Kinderkardiologie0,079 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Toxische Wirkung sonstiger schädlicher Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen wurden

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte