T44.- Vergiftung durch primär auf das autonome Nervensystem wirkende Arzneimittel

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

T44.0 Vergiftung: Cholinesterase-HemmerMorbi-RSA⚖ 1
T44.1 Vergiftung: Sonstige Parasympathomimetika [Cholinergika]Morbi-RSA⚖ 1
T44.2 Vergiftung: Ganglienblocker, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T44.3 Vergiftung: Sonstige Parasympatholytika [Anticholinergika und Antimuskarinika] und Spasmolytika, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T44.4 Vergiftung: Vorwiegend Alpha-Rezeptoren-Stimulanzien, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T44.5 Vergiftung: Vorwiegend Beta-Rezeptoren-Stimulanzien, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T44.6 Vergiftung: Alpha-Rezeptorenblocker, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T44.7 Vergiftung: Beta-Rezeptorenblocker, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T44.8 Vergiftung: Zentral wirkende und adrenerge Neuronenblocker, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T44.9 Vergiftung: Sonstige und nicht näher bezeichnete, primär auf das autonome Nervensystem wirkende ArzneimittelMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

422 Fälle · 57 % Frauen · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 39 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter T44.-.

Rang 1012 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 42 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr13763,1 %1,1
1 bis unter 5 Jahre42231910,0 %1,6
5 bis unter 10 Jahre10732,4 %1,1
10 bis unter 15 Jahre10642,4 %1,4
15 bis unter 18 Jahre294256,9 %1,3
18 bis unter 20 Jahre237165,5 %1,2
20 bis unter 25 Jahre2710176,4 %1,7
25 bis unter 30 Jahre17894,0 %1,4
30 bis unter 35 Jahre144103,3 %1,2
35 bis unter 40 Jahre181264,3 %1,5
40 bis unter 45 Jahre229135,2 %1,7
45 bis unter 50 Jahre15873,6 %2,9
50 bis unter 55 Jahre201194,7 %1,7
55 bis unter 60 Jahre3114177,3 %1,5
60 bis unter 65 Jahre2811176,6 %3,3
65 bis unter 70 Jahre2511145,9 %2,3
70 bis unter 75 Jahre175124,0 %2,2
75 bis unter 80 Jahre188104,3 %4,5
80 bis unter 85 Jahre2713146,4 %4,3
85 bis unter 90 Jahre132113,1 %3,1
90 bis unter 95 Jahre3120,71 %3,7
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

422 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 39 %

  • Innere Medizin39 %165
  • Pädiatrie23 %95
  • Intensivmedizin11 %48
  • Kardiologie11 %46
  • Gastroenterologie7,3 %31
  • Übrige 13 Abteilungen8,8 %37
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie3,6 %15
  • Pneumologie0,95 %4
  • Sonstige Fachabteilung0,95 %4
  • Geriatrie0,71 %3
  • Chirurgie0,47 %2
  • Nephrologie0,47 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,24 %1
  • Kinderchirurgie0,24 %1
  • Kinderkardiologie0,24 %1
  • Neonatologie0,24 %1
  • Plastische Chirurgie0,24 %1
  • Unfallchirurgie0,24 %1
  • Urologie0,24 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Vergiftung durch primär auf das autonome Nervensystem wirkende Arzneimittel

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte