T43.0 Vergiftung: Tri- und tetrazyklische Antidepressiva

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’26Vergiftungen durch Drogen und andere psychotrope Substanzen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über T43.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

437 Fälle · 68 % Frauen · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 53 % Innere Medizin’24

Rang 2479 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 43, der Frauen ab etwa 36 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4130,92 %–
1 bis unter 5 Jahre11652,5 %1,1
5 bis unter 10 Jahre2200,46 %1,0
10 bis unter 15 Jahre9092,1 %1,4
15 bis unter 18 Jahre242225,5 %1,5
18 bis unter 20 Jahre297226,6 %1,2
20 bis unter 25 Jahre50153511 %1,8
25 bis unter 30 Jahre348267,8 %1,4
30 bis unter 35 Jahre3210227,3 %1,2
35 bis unter 40 Jahre2814146,4 %1,5
40 bis unter 45 Jahre3010206,9 %1,2
45 bis unter 50 Jahre3112197,1 %2,0
50 bis unter 55 Jahre3312217,6 %1,7
55 bis unter 60 Jahre3013176,9 %3,1
60 bis unter 65 Jahre3210227,3 %2,3
65 bis unter 70 Jahre191094,3 %1,5
70 bis unter 75 Jahre142123,2 %2,0
75 bis unter 80 Jahre10462,3 %1,4
80 bis unter 85 Jahre10282,3 %6,4
85 bis unter 90 Jahre3120,69 %2,7
90 bis unter 95 Jahre2110,46 %1,0
ab 95 Jahren000–1,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

4.114 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (53 % und 15 %)

  • Innere Medizin53 %2.194
  • Pädiatrie15 %635
  • Intensivmedizin14 %562
  • Kardiologie5,4 %224
  • Gastroenterologie5,2 %212
  • Übrige 18 Abteilungen7,0 %287
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie2,9 %118
  • Sonstige Fachabteilung0,97 %40
  • Pneumologie0,75 %31
  • Nephrologie0,58 %24
  • Allgemeine Psychiatrie0,29 %12
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,29 %12
  • Geriatrie0,24 %10
  • Chirurgie0,22 %9
  • Endokrinologie0,17 %7
  • Kinderkardiologie0,15 %6
  • Unfallchirurgie0,15 %6
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,073 %3
  • Neurochirurgie0,073 %3
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,049 %2
  • Kinderchirurgie0,024 %1
  • Neonatologie0,024 %1
  • Plastische Chirurgie0,024 %1
  • Urologie0,024 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu T43.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis3

Akute Vergiftung durch trizyklische Antidepressiva
43117Primärschlüssel
Vergiftung durch tetrazyklische Antidepressiva
Primärschlüssel
Vergiftung durch trizyklische Antidepressiva
43117Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

43117
Trizyklische Antidepressiva, akute Vergiftung

Änderungen

2010Bestand
Vergiftung: Tri- und tetrazyklische Antidepressiva

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte