T42.- Vergiftung durch Antiepileptika, Sedativa, Hypnotika und Antiparkinsonmittel

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Intoxikation im Sinne von Rausch F10-F19

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

T42.0 Vergiftung: Hydantoin-DerivateMorbi-RSA⚖ 1
T42.1 Vergiftung: IminostilbeneMorbi-RSA⚖ 1
T42.2 Vergiftung: Succinimide und OxazolidineMorbi-RSA⚖ 1
T42.3 Vergiftung: BarbiturateMorbi-RSA⚖ 1
T42.4 Vergiftung: BenzodiazepineMorbi-RSA⚖ 1
T42.5 Vergiftung: Gemischte Antiepileptika, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T42.6 Vergiftung: Sonstige Antiepileptika, Sedativa und HypnotikaMorbi-RSA⚖ 1
T42.7 Vergiftung: Antiepileptika, Sedativa und Hypnotika, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1
T42.8 Vergiftung: Antiparkinsonmittel und andere zentral wirkende MuskelrelaxanzienMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

2.333 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 58 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter T42.-.

Rang 657 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,013 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 45 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr8440,34 %1,4
1 bis unter 5 Jahre7442323,2 %1,3
5 bis unter 10 Jahre201370,86 %1,3
10 bis unter 15 Jahre5411432,3 %1,4
15 bis unter 18 Jahre12840885,5 %1,3
18 bis unter 20 Jahre10536694,5 %1,2
20 bis unter 25 Jahre227721559,7 %1,7
25 bis unter 30 Jahre154541006,6 %1,7
30 bis unter 35 Jahre11849695,1 %1,6
35 bis unter 40 Jahre11960595,1 %1,5
40 bis unter 45 Jahre14770776,3 %1,4
45 bis unter 50 Jahre13654825,8 %1,9
50 bis unter 55 Jahre166621047,1 %1,6
55 bis unter 60 Jahre13863755,9 %3,0
60 bis unter 65 Jahre12849795,5 %3,3
65 bis unter 70 Jahre11448664,9 %2,8
70 bis unter 75 Jahre8939503,8 %2,7
75 bis unter 80 Jahre9331624,0 %3,8
80 bis unter 85 Jahre150461046,4 %3,9
85 bis unter 90 Jahre10035654,3 %5,3
90 bis unter 95 Jahre5520352,4 %5,8
ab 95 Jahren10460,43 %3,8

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,2 Tagen (18 bis unter 20 Jahre) und ⌀ 5,8 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

2.333 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Intensivmedizin (58 % und 11 %)

  • Innere Medizin58 %1.350
  • Intensivmedizin11 %265
  • Pädiatrie11 %247
  • Neurologie6,8 %159
  • Kardiologie4,5 %105
  • Übrige 16 Abteilungen8,9 %207
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie4,5 %104
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %30
  • Geriatrie0,64 %15
  • Pneumologie0,60 %14
  • Chirurgie0,34 %8
  • Nephrologie0,34 %8
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,21 %5
  • Unfallchirurgie0,21 %5
  • Allgemeine Psychiatrie0,17 %4
  • Neonatologie0,13 %3
  • Orthopädie0,13 %3
  • Kinderkardiologie0,086 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,086 %2
  • Urologie0,086 %2
  • Endokrinologie0,043 %1
  • Kinderchirurgie0,043 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Vergiftung durch Antiepileptika, Sedativa, Hypnotika und Antiparkinsonmittel

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte