T39.- Vergiftung durch nichtopioidhaltige Analgetika, Antipyretika und Antirheumatika

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes7

T39.0 Vergiftung: SalizylateMorbi-RSA⚖ 1
T39.1 Vergiftung: 4-Aminophenol-DerivateMorbi-RSA⚖ 1
T39.2 Vergiftung: Pyrazolon-DerivateMorbi-RSA⚖ 1
T39.3 Vergiftung: Sonstige nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAID]Morbi-RSA⚖ 1
T39.4 Vergiftung: Antirheumatika, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T39.8 Vergiftung: Sonstige nichtopioidhaltige Analgetika und Antipyretika, anderenorts nicht klassifiziertMorbi-RSA⚖ 1
T39.9 Vergiftung: Nichtopioidhaltige Analgetika, Antipyretika und Antirheumatika, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

2.162 Fälle · 76 % Frauen · Gipfel 15 bis unter 18 Jahre · 45 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter T39.-.

Rang 677 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,012 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 29, der Frauen ab etwa 19 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr181170,83 %2,0
1 bis unter 5 Jahre7042283,2 %1,3
5 bis unter 10 Jahre7160,32 %1,6
10 bis unter 15 Jahre2581824012 %1,8
15 bis unter 18 Jahre4945244223 %1,6
18 bis unter 20 Jahre2545420012 %1,6
20 bis unter 25 Jahre2844623813 %2,0
25 bis unter 30 Jahre160521087,4 %1,5
30 bis unter 35 Jahre11129825,1 %1,8
35 bis unter 40 Jahre8038423,7 %1,7
40 bis unter 45 Jahre6823453,1 %1,6
45 bis unter 50 Jahre4918312,3 %1,5
50 bis unter 55 Jahre5521342,5 %1,8
55 bis unter 60 Jahre5534212,5 %2,2
60 bis unter 65 Jahre3718191,7 %2,8
65 bis unter 70 Jahre3620161,7 %5,2
70 bis unter 75 Jahre2715121,2 %2,0
75 bis unter 80 Jahre247171,1 %4,7
80 bis unter 85 Jahre3210221,5 %4,5
85 bis unter 90 Jahre2310131,1 %4,1
90 bis unter 95 Jahre16880,74 %3,4
ab 95 Jahren4130,19 %5,3

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,3 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 2,2 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

2.162 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (45 % und 34 %)

  • Innere Medizin45 %974
  • Pädiatrie34 %745
  • Intensivmedizin10,0 %216
  • Gastroenterologie3,7 %80
  • Kardiologie2,9 %62
  • Übrige 16 Abteilungen3,9 %85
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,79 %17
  • Neurologie0,60 %13
  • Pneumologie0,46 %10
  • Chirurgie0,42 %9
  • Kinderkardiologie0,42 %9
  • Nephrologie0,42 %9
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,19 %4
  • Neonatologie0,19 %4
  • Geriatrie0,093 %2
  • Orthopädie0,093 %2
  • Endokrinologie0,046 %1
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,046 %1
  • Kinderchirurgie0,046 %1
  • Neurochirurgie0,046 %1
  • Plastische Chirurgie0,046 %1
  • Unfallchirurgie0,046 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Vergiftung durch nichtopioidhaltige Analgetika, Antipyretika und Antirheumatika

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte