T00-T07 Verletzungen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2021 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Beidseitige Beteiligung von Extremitäten derselben Körperregion

Verletzungen der unter S00-S99 klassifizierbaren Arten an zwei oder mehr Körperregionen

Exklusive:

Erfrierungen T33-T35

Insektenbiss oder -stich, giftig T63.4

Multiple Verletzungen an nur einer Körperregion - siehe Teil S dieses Kapitels

Sonnenbrand L55.-

▸ noch 1 Angaben
Exklusive:

Verbrennungen und Verätzungen T20-T32

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über T00.-

Die einzelnen Verletzungen werden, wann immer möglich, entsprechend ihrer Lokalisation und ihrer Art so genau wie möglich kodiert.

Aufnahme eines Patienten ins Krankenhaus nach schwerem Sturz. Nachweis einer Schmetterlingsfraktur des Beckens (nicht dislozierte Beckenringfraktur bds., d. h. Fraktur des Os ischii und des Os pubis, AO Klassifikation: A2). Wie sind die Frakturen zu kodieren? S32.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes8

T00.- Oberflächliche Verletzungen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen⚖ 1
T01.- Offene Wunden mit Beteiligung mehrerer Körperregionen⚖ 1
T02.- Frakturen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen⚖ 1
T03.- Luxationen, Verstauchungen und Zerrungen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen⚖ 1
T04.- Zerquetschungen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen⚖ 1
T05.- Traumatische Amputationen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen⚖ 1
T06.- Sonstige Verletzungen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen, anderenorts nicht klassifiziert⚖ 1
T07 Nicht näher bezeichnete multiple VerletzungenMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

541 Fälle · 60 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 43 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter T00-T07.

Rang 215 von 228 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 50, der Frauen ab etwa 59 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3300,55 %2,7
1 bis unter 5 Jahre208123,7 %2,0
5 bis unter 10 Jahre251874,6 %2,1
10 bis unter 15 Jahre16883,0 %5,0
15 bis unter 18 Jahre2410144,4 %2,6
18 bis unter 20 Jahre151142,8 %3,4
20 bis unter 25 Jahre221574,1 %2,2
25 bis unter 30 Jahre161063,0 %9,3
30 bis unter 35 Jahre221934,1 %2,6
35 bis unter 40 Jahre2818105,2 %3,3
40 bis unter 45 Jahre342776,3 %2,2
45 bis unter 50 Jahre2414104,4 %5,5
50 bis unter 55 Jahre322485,9 %4,1
55 bis unter 60 Jahre2711165,0 %9,4
60 bis unter 65 Jahre322485,9 %9,7
65 bis unter 70 Jahre3622146,7 %5,1
70 bis unter 75 Jahre3421136,3 %8,2
75 bis unter 80 Jahre2515104,6 %6,6
80 bis unter 85 Jahre4620268,5 %7,8
85 bis unter 90 Jahre4618288,5 %8,1
90 bis unter 95 Jahre11562,0 %9,2
ab 95 Jahren3120,55 %5,3

Behandelnde Fachabteilung

541 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (43 % und 20 %)

  • Innere Medizin43 %233
  • Chirurgie20 %106
  • Unfallchirurgie9,6 %52
  • Pädiatrie9,1 %49
  • Orthopädie5,7 %31
  • Übrige 13 Abteilungen13 %70
▸ Übrige einzeln
  • Kinderchirurgie3,3 %18
  • Intensivmedizin1,8 %10
  • Neurologie1,8 %10
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,5 %8
  • Geriatrie1,3 %7
  • Sonstige Fachabteilung0,74 %4
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,74 %4
  • Dermatologie0,37 %2
  • Kardiologie0,37 %2
  • Neurochirurgie0,37 %2
  • Gastroenterologie0,18 %1
  • Nephrologie0,18 %1
  • Urologie0,18 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter T00-T07.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Verletzungen mit Beteiligung mehrerer Körperregionen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte