S13.- Luxation, Verstauchung und Zerrung von Gelenken und Bändern in Halshöhe

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Kodierhinweis:

Benutze eine zusätzliche Schlüsselnummer aus S11.84!-S11.89! zusammen mit S13.0-S13.3, um den Schweregrad des Weichteilschadens bei einer Luxation zu verschlüsseln.

Eine Verletzung des zervikalen Rückenmarks ist zusätzlich mit S14.- zu verschlüsseln.

Das Vorliegen von Halswirbelfrakturen bei einer Luxation ist zusätzlich mit S12.- zu verschlüsseln. Ist die Zahl der zusammen mit der Luxation gebrochenen Halswirbel nicht bekannt, so ist die Fraktur auf der höchsten Ebene zu verschlüsseln.

Exklusive:

Ruptur oder Verlagerung (nichttraumatisch) einer zervikalen Bandscheibe M50.-

Verstauchung und Zerrung von Muskeln und Sehnen in Halshöhe S16

Subkodes7

S13.0 Traumatische Ruptur einer zervikalen BandscheibeMorbi-RSA
S13.1- Luxation eines HalswirbelsAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
S13.2 Luxation sonstiger und nicht näher bezeichneter Teile im Bereich des HalsesMorbi-RSA
S13.3 Multiple Luxationen im Bereich des HalsesMorbi-RSA
S13.4 Verstauchung und Zerrung der HalswirbelsäuleMorbi-RSA
S13.5 Verstauchung und Zerrung in der SchilddrüsenregionMorbi-RSA
S13.6 Verstauchung und Zerrung von Gelenken und Bändern sonstiger und nicht näher bezeichneter Teile des HalsesMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

9.423 Fälle · 52 % Männer · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 40 % Unfallchirurgie’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter S13.-.

Rang 317 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,055 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 35 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr218130,22 %1,4
1 bis unter 5 Jahre10049511,1 %1,5
5 bis unter 10 Jahre198123752,1 %1,7
10 bis unter 15 Jahre4222231994,5 %1,6
15 bis unter 18 Jahre4491892604,8 %1,6
18 bis unter 20 Jahre6233223016,6 %1,4
20 bis unter 25 Jahre1.26664562113 %1,5
25 bis unter 30 Jahre8524254279,0 %1,6
30 bis unter 35 Jahre8064443628,6 %1,7
35 bis unter 40 Jahre6623503127,0 %1,6
40 bis unter 45 Jahre5792982816,1 %1,8
45 bis unter 50 Jahre5222622605,5 %2,0
50 bis unter 55 Jahre6303283026,7 %2,1
55 bis unter 60 Jahre5683202486,0 %2,4
60 bis unter 65 Jahre4132351784,4 %3,3
65 bis unter 70 Jahre2441431012,6 %4,2
70 bis unter 75 Jahre2251131122,4 %5,2
75 bis unter 80 Jahre2171131042,3 %5,3
80 bis unter 85 Jahre3181641543,4 %6,6
85 bis unter 90 Jahre202811212,1 %6,3
90 bis unter 95 Jahre8031490,85 %6,0
ab 95 Jahren266200,28 %6,1

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,4 Tagen (18 bis unter 20 Jahre) und ⌀ 6,6 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

9.423 Fälle

Vor allem Unfallchirurgie und Chirurgie (40 % und 34 %)

  • Unfallchirurgie40 %3.783
  • Chirurgie34 %3.224
  • Orthopädie11 %1.073
  • Pädiatrie3,8 %358
  • Neurochirurgie2,7 %253
  • Übrige 18 Abteilungen7,8 %732
▸ Übrige einzeln
  • Kinderchirurgie2,1 %199
  • Innere Medizin2,0 %189
  • Intensivmedizin1,0 %98
  • Sonstige Fachabteilung0,83 %78
  • Neurologie0,72 %68
  • Geriatrie0,40 %38
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,25 %24
  • Kardiologie0,13 %12
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,074 %7
  • Gastroenterologie0,042 %4
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,042 %4
  • Geburtshilfe0,021 %2
  • Nephrologie0,021 %2
  • Pneumologie0,021 %2
  • Urologie0,021 %2
  • Gefäßchirurgie0,011 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,011 %1
  • Kinderkardiologie0,011 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Luxation, Verstauchung und Zerrung von Gelenken und Bändern in Halshöhe

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte