M50.- Zervikale Bandscheibenschäden

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
15 – 124Altersbeschränkung: 15 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage2 SEG-4-Empfehlungen · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Zervikale Bandscheibenschäden mit Zervikalneuralgie

Zervikothorakale Bandscheibenschäden

Regeln außerhalb des Katalogs2

Stationäre Aufnahme akut mit Massenprolaps L4/5. Klinisch neben Schmerzexacerbation hochgradige Fußheberparesen bds. KG1/5, Taubheitsgefühl. Sofortige operative Therapie des Bandscheibenvorfalls. Kann zusätzlich zu den Diagnosen M51.

Ein Patient wird wegen Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenose mit Radikulopathie C6/C7 und Parese des M. trizeps brachii im Krankenhaus operiert (Bandscheibenexzision, Spondylodese, Dekompression). Kann als Nebendiagnose aufgrund der Trizepsparese auch G83.88 (ab 2016 G83.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

M50.0 Zervikaler Bandscheibenschaden mit Myelopathie15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.1 Zervikaler Bandscheibenschaden mit Radikulopathie15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.2 Sonstige zervikale Bandscheibenverlagerung15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.3 Sonstige zervikale Bandscheibendegeneration15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.8 Sonstige zervikale Bandscheibenschäden15 – 124Morbi-RSA⚖ 2
M50.9 Zervikaler Bandscheibenschaden, nicht näher bezeichnet15 – 124Morbi-RSA⚖ 2

Diagnosehäufigkeit

22.006 Fälle · 53 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 28 % Orthopädie’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter M50.-.

Rang 184 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,13 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 53 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre1010,005 %2,0
15 bis unter 18 Jahre5230,023 %2,8
18 bis unter 20 Jahre4220,018 %2,8
20 bis unter 25 Jahre7731460,35 %3,8
25 bis unter 30 Jahre2981441541,4 %4,5
30 bis unter 35 Jahre9274045234,2 %4,1
35 bis unter 40 Jahre1.7027209827,7 %4,3
40 bis unter 45 Jahre2.6641.1191.54512 %4,1
45 bis unter 50 Jahre2.9041.2441.66013 %4,5
50 bis unter 55 Jahre3.6571.6871.97017 %4,5
55 bis unter 60 Jahre3.7241.9501.77417 %4,6
60 bis unter 65 Jahre2.4551.2951.16011 %4,9
65 bis unter 70 Jahre1.3376806576,1 %5,7
70 bis unter 75 Jahre9194284914,2 %6,4
75 bis unter 80 Jahre6573033543,0 %7,2
80 bis unter 85 Jahre4641872772,1 %8,5
85 bis unter 90 Jahre17483910,79 %9,9
90 bis unter 95 Jahre3410240,15 %8,7
ab 95 Jahren3030,014 %9,3

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,1 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 8,5 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

22.006 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Orthopädie, hat 28 %

  • Orthopädie28 %6.084
  • Chirurgie27 %5.835
  • Neurochirurgie26 %5.760
  • Unfallchirurgie8,6 %1.884
  • Neurologie6,7 %1.472
  • Übrige 17 Abteilungen4,4 %971
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin1,8 %405
  • Sonstige Fachabteilung1,8 %398
  • Geriatrie0,23 %51
  • Kardiologie0,20 %43
  • Intensivmedizin0,16 %36
  • Rheumatologie0,045 %10
  • Gastroenterologie0,036 %8
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,023 %5
  • Nephrologie0,014 %3
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,009 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,009 %2
  • Pneumologie0,009 %2
  • Pädiatrie0,009 %2
  • Dermatologie0,005 %1
  • Gefäßchirurgie0,005 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,005 %1
  • Urologie0,005 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Zervikale Bandscheibenschäden

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte