R07.- Hals- und Brustschmerzen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · zuletzt 25.11.2020 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Dysphagie R13.-

Myalgia epidemica B33.0

Nackenschmerzen M54.2

Rachenentzündung (akut) o.n.A. J02.9

Schmerzen in der Mamma N64.4

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt für Aufnahmen ab 01.01.2021 · auch für Rechnungen, die am 25.11.2020 in MD-Prüfung waren

Ein Patient wird mit pectanginösen Beschwerden unter Verdacht auf koronare Herzkrankheit aufgenommen. Die kardiologische Diagnostik einschließlich Linksherzkatheteruntersuchung ergibt keinen Hinweis auf eine kardiale Ursache. Rechtfertigt diese Symptomatik alleine die Kodierung der Angina pectoris als Hauptdiagnose?

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext R07.- im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes5

R07.0 Halsschmerzen⚖ 1
R07.1 Brustschmerzen bei der Atmung⚖ 1
R07.2 Präkordiale Schmerzen⚖ 1
R07.3 Sonstige Brustschmerzen⚖ 2
R07.4 Brustschmerzen, nicht näher bezeichnet⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

86.728 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 60 % Innere Medizin’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter R07.-.

Rang 48 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,50 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 56, der Frauen ab etwa 61 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,001 %1,0
1 bis unter 5 Jahre4827210,055 %1,4
5 bis unter 10 Jahre5403002400,62 %1,5
10 bis unter 15 Jahre1.5267837431,8 %1,7
15 bis unter 18 Jahre2.0281.0041.0242,3 %1,7
18 bis unter 20 Jahre8025052970,92 %1,7
20 bis unter 25 Jahre2.3771.5877902,7 %1,6
25 bis unter 30 Jahre2.6831.7829013,1 %1,7
30 bis unter 35 Jahre3.4962.3111.1854,0 %1,8
35 bis unter 40 Jahre4.2552.7021.5534,9 %1,8
40 bis unter 45 Jahre5.6353.4632.1726,5 %1,9
45 bis unter 50 Jahre6.1163.5832.5337,1 %2,1
50 bis unter 55 Jahre8.2224.8093.4139,5 %2,2
55 bis unter 60 Jahre9.3565.3963.96011 %2,2
60 bis unter 65 Jahre8.6694.7623.90710,0 %2,3
65 bis unter 70 Jahre7.2163.6463.5708,3 %2,5
70 bis unter 75 Jahre6.5673.1043.4637,6 %2,5
75 bis unter 80 Jahre5.4432.4163.0276,3 %2,7
80 bis unter 85 Jahre6.6262.8073.8197,6 %3,0
85 bis unter 90 Jahre3.7371.5472.1904,3 %3,1
90 bis unter 95 Jahre1.1554247311,3 %3,1
ab 95 Jahren230741560,27 %2,6

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,6 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 3,1 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

86.728 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Kardiologie (60 % und 32 %)

  • Innere Medizin60 %51.708
  • Kardiologie32 %27.912
  • Pädiatrie4,5 %3.917
  • Intensivmedizin0,52 %455
  • Gastroenterologie0,49 %429
  • Übrige 27 Abteilungen2,7 %2.307
▸ Übrige einzeln
  • Endokrinologie0,41 %353
  • Pneumologie0,40 %346
  • Sonstige Fachabteilung0,33 %288
  • Chirurgie0,30 %256
  • Geriatrie0,18 %153
  • Nephrologie0,17 %145
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,14 %121
  • Neurologie0,13 %112
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,10 %89
  • Kinderkardiologie0,095 %82
  • Herzchirurgie0,074 %64
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,074 %64
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,073 %63
  • Unfallchirurgie0,045 %39
  • Gefäßchirurgie0,038 %33
  • Orthopädie0,031 %27
  • Thoraxchirurgie0,031 %27
  • Urologie0,017 %15
  • Neurochirurgie0,010 %9
  • Rheumatologie0,007 %6
  • Kinderchirurgie0,006 %5
  • Strahlenheilkunde0,003 %3
  • Dermatologie0,002 %2
  • Plastische Chirurgie0,002 %2
  • Augenheilkunde0,001 %1
  • Geburtshilfe0,001 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Hals- und Brustschmerzen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte