Q62.2 Angeborener Megaureter

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:34Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 3, 4 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAAngeborene Anomalien der Nieren / der Harnwege / Zysten / Isolierte Proteinurie / Harnröhrenstriktur, n.n.bez. / sonstige Erkrankungen der Harnwege — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Angeborene Dilatation des Ureters

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt für Aufnahmen ab 01.01.2021 · auch für Rechnungen, die am 25.11.2020 in MD-Prüfung waren

Ein Neugeborenes wird wegen persistierendem Ikterus ins Krankenhaus aufgenommen. Bei der Sonographie erfolgt auch eine Beurteilung der ableitenden Harnwege. Dabei wird ein bekannter Megaureter bestätigt. Während des Aufenthaltes erfolgen diesbezüglich keine weiteren diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen.

Die Nebendiagnose ist definiert als:

Ein Neugeborenes wird auf Grund einer pränatal diagnostizierten Harntransportstörung am Tag nach der Geburt in die Kinderklinik verlegt und dort gezielt sonografiert. Aktuell findet sich ein Megaureter links.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext Q62.2 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

322 Fälle · 69 % Männer · Gipfel unter 1 Jahr · 48 % Kinderchirurgie’24

Rang 2783 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 1 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1631174651 %4,7
1 bis unter 5 Jahre127834439 %6,0
5 bis unter 10 Jahre211566,5 %4,9
10 bis unter 15 Jahre2200,62 %6,8
15 bis unter 18 Jahre1100,31 %2,0
18 bis unter 20 Jahre2110,62 %10,0
20 bis unter 25 Jahre000–3,5
25 bis unter 30 Jahre2020,62 %–
30 bis unter 35 Jahre000–7,0
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre000–5,7
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000–6,0
60 bis unter 65 Jahre3210,93 %10,0
65 bis unter 70 Jahre1100,31 %–
70 bis unter 75 Jahre000–6,0
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

3.537 Fälle

Vor allem Kinderchirurgie und Pädiatrie (48 % und 24 %)

  • Kinderchirurgie48 %1.704
  • Pädiatrie24 %862
  • Urologie13 %458
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe4,7 %167
  • Chirurgie4,6 %163
  • Übrige 7 Abteilungen5,2 %183
▸ Übrige einzeln
  • Neonatologie3,5 %125
  • Geburtshilfe1,3 %47
  • Kinderkardiologie0,14 %5
  • Innere Medizin0,085 %3
  • Intensivmedizin0,028 %1
  • Neurologie0,028 %1
  • Sonstige Fachabteilung0,028 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu Q62.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis9

Angeborene Ureterdilatation
617Primärschlüssel
Angeborener Megaureter
617Primärschlüssel
Kongenitale Harnleiterdilatation
617Primärschlüssel
Kongenitale Ureterdilatation
617Primärschlüssel
Kongenitaler Megaureter
617Primärschlüssel
Kongenitaler primärer Megaureter
617Primärschlüssel
Kongenitaler Riesenharnleiter
617Primärschlüssel
Kongenitaler Riesenureter
617Primärschlüssel
Primärer Megaureter
617Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

617
Megaureter, kongenitaler primärer

Änderungen

2010Bestand
Angeborener Megaureter

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte