N30-N39 Sonstige Krankheiten des Harnsystems

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage3 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Harnwegsinfektion (als Komplikation bei): Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft O00-O07 O08.8

Harnwegsinfektion (als Komplikation bei): bei Urolithiasis N20-N23

Harnwegsinfektion (als Komplikation bei): Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett O23.- O75.3 O86.2

Regeln außerhalb des Katalogs3

SEG-4KDE 8: Harnwegsinfekt01.01.2026
gilt über N30.-FoKA: Konsens

Die ICD-Schlüsselnummer N39.0 kodiert den Harnwegsinfekt. Welche medizinischen Kriterien rechtfertigen die Kodierung?

Wie wird eine Harnwegsinfektion bei 1. liegendem Blasenverweilkatheter, 2. liegendem suprapubischem Katheter, 3. liegendem perkutanem Nephrostomiekatheter, 4. liegender Ureterschiene korrekt verschlüsselt?

gilt über N30.-FoKA: Konsens

Harnwegsinfekt mit Nachweis von Enterococcus faecalis mit Resistenz gegen Glykopeptid-Antibiotika und mit High-Level-Aminoglykosid-Resistenz. Kann hier sowohl B95.2! - Streptokokken, Gruppe D und Enterokokken als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind – als auch U80.20!

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

N30.- Zystitis⚖ 2
N31.- Neuromuskuläre Dysfunktion der Harnblase, anderenorts nicht klassifiziert
N32.- Sonstige Krankheiten der Harnblase
N33.-* Krankheiten der Harnblase bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
N34.- Urethritis und urethrales Syndrom
N35.- Harnröhrenstriktur
N36.- Sonstige Krankheiten der Harnröhre
N37.-* Krankheiten der Harnröhre bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
N39.- Sonstige Krankheiten des Harnsystems

Diagnosehäufigkeit

262.435 Fälle · 50 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 38 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter N30-N39.

Rang 18 von 228 auf derselben Katalogebene · 1,5 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 76 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2.1271.0291.0980,81 %4,6
1 bis unter 5 Jahre1.5535301.0230,59 %4,1
5 bis unter 10 Jahre1.2125007120,46 %3,5
10 bis unter 15 Jahre1.0743906840,41 %3,4
15 bis unter 18 Jahre1.2522241.0280,48 %2,7
18 bis unter 20 Jahre1.0462148320,40 %3,1
20 bis unter 25 Jahre2.6336611.9721,0 %3,2
25 bis unter 30 Jahre2.5478121.7350,97 %3,5
30 bis unter 35 Jahre3.0141.0771.9371,1 %3,6
35 bis unter 40 Jahre3.6501.2352.4151,4 %3,6
40 bis unter 45 Jahre4.8161.5833.2331,8 %3,7
45 bis unter 50 Jahre5.7181.9883.7302,2 %4,0
50 bis unter 55 Jahre8.5093.4705.0393,2 %4,2
55 bis unter 60 Jahre13.2876.4176.8705,1 %4,7
60 bis unter 65 Jahre17.8629.6898.1736,8 %5,2
65 bis unter 70 Jahre22.06813.0299.0398,4 %5,7
70 bis unter 75 Jahre29.37017.38211.98811 %6,1
75 bis unter 80 Jahre32.27418.39513.87912 %6,7
80 bis unter 85 Jahre48.21225.12423.08818 %7,4
85 bis unter 90 Jahre39.17818.27720.90115 %7,9
90 bis unter 95 Jahre16.7536.8159.9386,4 %8,0
ab 95 Jahren4.2801.4212.8591,6 %7,6

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,2 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 8,0 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

262.435 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 38 %

  • Innere Medizin38 %100.385
  • Urologie38 %99.728
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe5,8 %15.233
  • Gastroenterologie3,7 %9.653
  • Geriatrie3,0 %7.753
  • Übrige 29 Abteilungen11 %29.683
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie2,7 %7.108
  • Pädiatrie2,0 %5.220
  • Kardiologie1,9 %5.073
  • Nephrologie1,4 %3.631
  • Neurologie0,94 %2.470
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,54 %1.407
  • Pneumologie0,43 %1.141
  • Kinderchirurgie0,40 %1.043
  • Sonstige Fachabteilung0,31 %818
  • Intensivmedizin0,14 %379
  • Endokrinologie0,14 %372
  • Unfallchirurgie0,073 %192
  • Orthopädie0,057 %149
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,053 %139
  • Neurochirurgie0,051 %135
  • Rheumatologie0,037 %97
  • Gefäßchirurgie0,024 %64
  • Plastische Chirurgie0,024 %64
  • Herzchirurgie0,014 %37
  • Dermatologie0,013 %35
  • Strahlenheilkunde0,013 %35
  • Kinderkardiologie0,008 %22
  • Neonatologie0,008 %22
  • Geburtshilfe0,004 %11
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,003 %7
  • Thoraxchirurgie0,003 %7
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,001 %3
  • Allgemeine Psychiatrie0,000 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter N30-N39.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige Krankheiten des Harnsystems

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte