N30.0 Akute Zystitis

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:1Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSANephritis und Nierenfunktionsstörung / Zystitis / Harnröhrenstriktur / Andere Erkrankungen der Harnwege — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage3 SEG-4-Empfehlungen · 2 weitere Quellen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Strahlenzystitis N30.4

Trigonumzystitis N30.3

Regeln außerhalb des Katalogs5

Wann kann N30.0 Akute Zystitis in Abgrenzung zu N39.0 Harnwegsinfektion, Lokalisation nicht näher bezeichnet kodiert werden?

SEG-4KDE 8: Harnwegsinfekt01.01.2026
gilt über N30.-FoKA: Konsens

Die ICD-Schlüsselnummer N39.0 kodiert den Harnwegsinfekt. Welche medizinischen Kriterien rechtfertigen die Kodierung?

gilt über N30.-FoKA: Konsens

Harnwegsinfekt mit Nachweis von Enterococcus faecalis mit Resistenz gegen Glykopeptid-Antibiotika und mit High-Level-Aminoglykosid-Resistenz. Kann hier sowohl B95.2! - Streptokokken, Gruppe D und Enterokokken als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind – als auch U80.20!

BSGBSG, Urteil vom 26.05.2020: vollstationäre Versorgung eines Harnwegsinfekts mit suprapubischen Blasenkatheter – Kodierung der Hauptdiagnose – N30.0 anstatt T83.26.05.2020

Krankenversicherung - Krankenhausvergütung - vollstationäre Versorgung eines Harnwegsinfekts mit suprapubischen Blasenkatheter - Kodierung der Hauptdiagnose - N30.0 anstatt T83.5 ICD-10-GM 2009

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BSGBSG, Urteil vom 09.04.2019: Zu eigen machen bisher nicht kodierter und abgerechneter Diagnosen durch Krankenhaus als neue Rechnungstellung über den Behandlungsfall – Re …09.04.2019

1. Erklärt bei einem Streit über Krankenhausvergütung ohne kostenprivilegierte Beteiligte der Kläger einseitig den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt, ist seine Feststellungsklage begründet, wenn sich die zunächst zulässige und begründete Leistungsklage erledigt hat. 2. Macht sich ein Krankenhaus im Streit über Vergütung Diagnosen zu eigen, die es bisher nicht kodiert und abgerechnet hat, ist es so zu stellen, als habe es eine neue Rechnung mit diesen Diagnosen über den Behandlungsfall erstellt.

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

22.839 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 58 % Urologie’23

Rang 139 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,13 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 79 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr13169620,57 %3,9
1 bis unter 5 Jahre179601190,78 %3,3
5 bis unter 10 Jahre192441480,84 %2,5
10 bis unter 15 Jahre194421520,85 %2,8
15 bis unter 18 Jahre259322271,1 %2,4
18 bis unter 20 Jahre10110910,44 %2,5
20 bis unter 25 Jahre253332201,1 %2,8
25 bis unter 30 Jahre241561851,1 %3,5
30 bis unter 35 Jahre265701951,2 %3,8
35 bis unter 40 Jahre262781841,1 %3,8
40 bis unter 45 Jahre3011031981,3 %4,5
45 bis unter 50 Jahre3691492201,6 %5,1
50 bis unter 55 Jahre5582632952,4 %5,3
55 bis unter 60 Jahre9104664444,0 %5,7
60 bis unter 65 Jahre1.2877415465,6 %6,0
65 bis unter 70 Jahre1.6789976817,3 %6,6
70 bis unter 75 Jahre2.3421.36198110 %7,1
75 bis unter 80 Jahre2.6941.5351.15912 %7,5
80 bis unter 85 Jahre4.4012.1872.21419 %7,8
85 bis unter 90 Jahre3.9581.8342.12417 %8,0
90 bis unter 95 Jahre1.7546961.0587,7 %7,9
ab 95 Jahren5101573532,2 %7,1

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,4 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 8,0 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

37.565 Fälle

Vor allem Urologie und Innere Medizin (58 % und 27 %)

  • Urologie58 %21.932
  • Innere Medizin27 %10.030
  • Chirurgie2,8 %1.066
  • Pädiatrie2,5 %925
  • Geriatrie2,1 %806
  • Übrige 26 Abteilungen7,5 %2.806
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie2,1 %778
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,8 %693
  • Kardiologie0,81 %305
  • Nephrologie0,79 %296
  • Neurologie0,46 %172
  • Pneumologie0,35 %133
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,25 %93
  • Sonstige Fachabteilung0,23 %88
  • Kinderchirurgie0,23 %85
  • Intensivmedizin0,13 %48
  • Unfallchirurgie0,056 %21
  • Endokrinologie0,040 %15
  • Orthopädie0,037 %14
  • Neurochirurgie0,032 %12
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,029 %11
  • Gefäßchirurgie0,024 %9
  • Rheumatologie0,024 %9
  • Herzchirurgie0,019 %7
  • Strahlenheilkunde0,011 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,008 %3
  • Neonatologie0,008 %3
  • Geburtshilfe0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,005 %2
  • Dermatologie0,003 %1
  • Plastische Chirurgie0,003 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu N30.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Akute Blasenentzündung
Primärschlüssel
Akute hämorrhagische Zystitis
Primärschlüssel
Akute Urozystitis
Primärschlüssel
Akute Zystitis
Primärschlüssel
Subakute Zystitis
Primärschlüssel

Änderungen1

2019Zusammengeführt
Inhalte übernommen aus N41.3
2010Bestand
Akute Zystitis

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte