N17-N19 Niereninsuffizienz

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · zuletzt 15.10.2020 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll das exogene Agens angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Exklusive:

Angeborene Niereninsuffizienz P96.0

Arzneimittel- und schwermetallinduzierte tubulointerstitielle und tubuläre Krankheitszustände N14.-

Extrarenale Urämie R39.2

Hämolytisch-urämisches Syndrom D59.3

Hepatorenales Syndrom K76.7

▸ noch 5 Angaben
Exklusive:

Hepatorenales Syndrom, postpartal O90.4

Niereninsuffizienz: als Komplikation bei Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft O00-O07 O08.4

Niereninsuffizienz: nach medizinischen Maßnahmen N99.0

Niereninsuffizienz: nach Wehen und Entbindung O90.4

Prärenale Urämie R39.2

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt für Aufnahmen ab 01.12.2020 · auch für Rechnungen, die am 15.10.2020 in MD-Prüfung warengilt über N17.-

1. Nach welchen Kriterien wird ein akutes Nierenversagen (ohne Histologiebefund) verschlüsselt? 2. Wie wird ein prärenales Nierenversagen z. B. bei Exsikkose kodiert? 3. Wann wird von einer chronischen Niereninsuffizienz/Nierenkrankheit gesprochen?

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext N17-N19 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes3

N17.- Akutes Nierenversagen⚖ 1
N18.- Chronische Nierenkrankheit1 – 124⚖ 2
N19 Nicht näher bezeichnete Niereninsuffizienz1 – 124Morbi-RSA⚖ 1ATC: 52

Diagnosehäufigkeit

103.946 Fälle · 57 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 51 % Innere Medizin’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter N17-N19.

Rang 57 von 228 auf derselben Katalogebene · 0,59 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 76 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4324190,041 %19,1
1 bis unter 5 Jahre14793540,14 %11,4
5 bis unter 10 Jahre12772550,12 %9,5
10 bis unter 15 Jahre18691950,18 %9,3
15 bis unter 18 Jahre2301251050,22 %7,7
18 bis unter 20 Jahre182122600,18 %6,7
20 bis unter 25 Jahre5643761880,54 %6,4
25 bis unter 30 Jahre8195552640,79 %7,1
30 bis unter 35 Jahre1.2087434651,2 %6,6
35 bis unter 40 Jahre1.4959405551,4 %7,0
40 bis unter 45 Jahre1.8701.2136571,8 %6,8
45 bis unter 50 Jahre2.1751.3598162,1 %7,5
50 bis unter 55 Jahre3.5002.1981.3023,4 %8,0
55 bis unter 60 Jahre5.7333.6062.1275,5 %8,1
60 bis unter 65 Jahre7.9785.0312.9477,7 %8,4
65 bis unter 70 Jahre10.1576.3343.8239,8 %8,8
70 bis unter 75 Jahre12.4997.5674.93212 %9,0
75 bis unter 80 Jahre13.1637.5735.59013 %9,1
80 bis unter 85 Jahre19.73110.4279.30419 %9,3
85 bis unter 90 Jahre15.5037.5217.98215 %9,2
90 bis unter 95 Jahre5.4642.3263.1385,3 %8,6
ab 95 Jahren1.1724407321,1 %7,6

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,6 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 9,3 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

103.946 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Nephrologie (51 % und 15 %)

  • Innere Medizin51 %53.155
  • Nephrologie15 %15.932
  • Chirurgie8,3 %8.584
  • Kardiologie5,0 %5.194
  • Urologie4,7 %4.867
  • Übrige 28 Abteilungen16 %16.214
▸ Übrige einzeln
  • Gefäßchirurgie4,1 %4.309
  • Gastroenterologie3,7 %3.849
  • Geriatrie3,0 %3.072
  • Intensivmedizin0,94 %977
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,73 %756
  • Sonstige Fachabteilung0,70 %723
  • Pädiatrie0,56 %583
  • Pneumologie0,39 %406
  • Neurologie0,37 %381
  • Endokrinologie0,35 %364
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,15 %155
  • Unfallchirurgie0,14 %146
  • Herzchirurgie0,13 %133
  • Orthopädie0,097 %101
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,053 %55
  • Rheumatologie0,040 %42
  • Kinderchirurgie0,038 %40
  • Dermatologie0,031 %32
  • Strahlenheilkunde0,023 %24
  • Thoraxchirurgie0,022 %23
  • Neurochirurgie0,013 %14
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,011 %11
  • Kinderkardiologie0,005 %5
  • Plastische Chirurgie0,005 %5
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,004 %4
  • Neonatologie0,002 %2
  • Augenheilkunde0,001 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter N17-N19.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Niereninsuffizienz

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte