K71.0 Toxische Leberkrankheit mit Cholestase

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAHepatitis ohne Leberkoma/ Autoimmun-Hepatitis/ Echinococcus-Infektionen/ Pfortaderthrombose — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 5Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 5 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Cholestase mit Leberzellschädigung

"Reine" Cholestase

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt für Aufnahmen ab 01.09.2020 · auch für Rechnungen, die am 21.07.2020 in MD-Prüfung waren

Ist bei Vorliegen einer extrahepatischen Cholestase durch ein präpapilläres Konkrement, welche durch Papillotomie behandelt wurde, neben dem ICD-Kode K80.51 Gallengangsstein ohne Cholangitis oder Cholezystitis, mit Gallenwegsobstruktion zusätzlich der ICD-Kode K71.0 Toxische Leberkrankheit mit Cholestase anzugeben?

seit Jahrgang 2022

Entscheidung des Schlichtungsausschusses zu der KDE 454, veröffentlicht am 21.07.2020

gilt über K71.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über K71.-FoKA: Konsens

Wie wird eine Ösophagusvarizenblutung bei alkoholtoxischer Leberzirrhose verschlüsselt?

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext K71.0 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

928 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 66 % Innere Medizin’22

Rang 1725 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,005 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 67 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr271982,9 %7,0
1 bis unter 5 Jahre3210,32 %10,0
5 bis unter 10 Jahre5320,54 %3,0
10 bis unter 15 Jahre4220,43 %4,8
15 bis unter 18 Jahre14861,5 %4,9
18 bis unter 20 Jahre4130,43 %8,5
20 bis unter 25 Jahre14861,5 %3,4
25 bis unter 30 Jahre2010102,2 %6,6
30 bis unter 35 Jahre2412122,6 %7,1
35 bis unter 40 Jahre209112,2 %4,3
40 bis unter 45 Jahre4120214,4 %6,8
45 bis unter 50 Jahre3118133,3 %7,7
50 bis unter 55 Jahre6131306,6 %6,1
55 bis unter 60 Jahre7741368,3 %6,2
60 bis unter 65 Jahre7736418,3 %6,4
65 bis unter 70 Jahre9239539,9 %7,4
70 bis unter 75 Jahre9145469,8 %6,9
75 bis unter 80 Jahre98475111 %8,3
80 bis unter 85 Jahre105505511 %9,0
85 bis unter 90 Jahre8227558,8 %7,2
90 bis unter 95 Jahre3211213,4 %7,9
ab 95 Jahren6420,65 %12,5

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,1 Tagen (50 bis unter 55 Jahre) und ⌀ 9,0 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

4.109 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (66 %)

  • Innere Medizin66 %2.717
  • Gastroenterologie24 %997
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,8 %76
  • Pädiatrie1,7 %68
  • Chirurgie1,1 %46
  • Übrige 20 Abteilungen5,0 %205
▸ Übrige einzeln
  • Geriatrie0,71 %29
  • Dermatologie0,54 %22
  • Intensivmedizin0,51 %21
  • Urologie0,51 %21
  • Kardiologie0,49 %20
  • Nephrologie0,41 %17
  • Pneumologie0,39 %16
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,37 %15
  • Sonstige Fachabteilung0,27 %11
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,17 %7
  • Kinderchirurgie0,12 %5
  • Unfallchirurgie0,12 %5
  • Neurologie0,073 %3
  • Rheumatologie0,073 %3
  • Strahlenheilkunde0,073 %3
  • Endokrinologie0,049 %2
  • Kinderkardiologie0,049 %2
  • Gefäßchirurgie0,024 %1
  • Herzchirurgie0,024 %1
  • Neonatologie0,024 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K71.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis14

Aagenaes-Syndrom
1414Primärschlüssel
Benigne rekurrente intrahepatische Cholestase
65682Primärschlüssel
Benigne rekurrente intrahepatische Cholestase Typ 1
99960Primärschlüssel
Benigne rekurrente intrahepatische Cholestase Typ 2
99961Primärschlüssel
BRIC [Benigne rekurrente intrahepatische Cholestase]
65682Primärschlüssel
BRIC [Benigne rekurrente intrahepatische Cholestase] Typ 1
99960Primärschlüssel
BRIC [Benigne rekurrente intrahepatische Cholestase] Typ 2
99961Primärschlüssel
Cholestase mit Leberzellschädigung
Primärschlüssel
Cholestase-Lymphödem-Syndrom
1414Primärschlüssel
Familiäre intrahepatische Cholestase
284385Primärschlüssel
Intrahepatische Cholestase a.n.k.
Primärschlüssel
Isolierte Cholestase a.n.k.
Primärschlüssel
Reine Cholestase
Primärschlüssel
Toxische Leberkrankheit mit Cholestase
Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)5

1414
Cholestase-Lymphödem-SyndromAagenaes-Syndrom
65682
Cholestase, benigne intrahepatische, rekurrenteBRIC · Summerskill-Walshe-Tygstrup Syndrom
99960
Cholestase, benigne intrahepatische, rekurrente, Typ 1SubtypBRIC Typ 1 · BRIC1
99961
Cholestase, benigne intrahepatische, rekurrente, Typ 2SubtypBRIC Typ 2 · BRIC2
284385
Cholestase, intrahepatische, familiäre FormGruppe

Änderungen

2010Bestand
Toxische Leberkrankheit mit Cholestase

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte