K22.7 Barrett-Ösophagus

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAIntestinale Infektionen, Lebensmittelvergiftungen, Intestinale Malabsorption, Ösophagusstenose, andere angeborene gastrointestinale Anomalien (> 5 Jahre), Divertikelkrankheit mit Blutung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Barrett: Krankheit

Barrett: Syndrom

Exklusive:

Barrett-Ulkus K22.1

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt für Aufnahmen ab 01.10.2020 · auch für Rechnungen, die am 19.08.2020 in MD-Prüfung waren

Stationäre Aufnahme wegen retrosternalem Brennen und rezidivierendem Brechreiz. Gastroskopisch Nachweis einer Hiatusgleithernie mit ausgeprägter Refluxösophagitis Stadium IV mit mehreren cardianahen Ulcera, jedoch ohne Blutungszeichen. Wie ist die Refluxösophagitis Stadium IV zu kodieren?

seit Jahrgang 2022

Entscheidung des Schlichtungsausschusses zu der KDE 513, veröffentlicht am 19.08.2020

Es wurde vor zwei Jahren ein Barrett-Frühkarzinom diagnostiziert bei Short Barrett-Ösophagus. Das Frühkarzinom war endoskopisch in zwei Sitzungen reseziert worden. Danach hat sich kein Hinweis mehr auf eine Neoplasie ergeben.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext K22.7 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

4.287 Fälle · 70 % Männer · Gipfel 65 bis unter 70 Jahre · 62 % Innere Medizin’24

Rang 682 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,024 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 68 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre7700,16 %1,8
15 bis unter 18 Jahre3300,070 %2,0
18 bis unter 20 Jahre6330,14 %2,3
20 bis unter 25 Jahre11470,26 %1,4
25 bis unter 30 Jahre2815130,65 %1,6
30 bis unter 35 Jahre4434101,0 %2,2
35 bis unter 40 Jahre5638181,3 %2,0
40 bis unter 45 Jahre11886322,8 %2,2
45 bis unter 50 Jahre13497373,1 %2,4
50 bis unter 55 Jahre223168555,2 %2,3
55 bis unter 60 Jahre48736212511 %2,4
60 bis unter 65 Jahre66547519016 %2,5
65 bis unter 70 Jahre69551118416 %2,5
70 bis unter 75 Jahre62846316515 %2,5
75 bis unter 80 Jahre48932616311 %2,5
80 bis unter 85 Jahre44727517210 %3,1
85 bis unter 90 Jahre199103964,6 %3,9
90 bis unter 95 Jahre3620160,84 %3,9
ab 95 Jahren11740,26 %7,7

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,0 Tagen (35 bis unter 40 Jahre) und ⌀ 3,9 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

37.649 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (62 %)

  • Innere Medizin62 %23.309
  • Gastroenterologie24 %8.931
  • Chirurgie5,3 %1.989
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde3,4 %1.285
  • Pädiatrie1,6 %586
  • Übrige 24 Abteilungen4,1 %1.549
▸ Übrige einzeln
  • Kinderchirurgie1,1 %411
  • Geriatrie0,59 %222
  • Intensivmedizin0,50 %188
  • Kardiologie0,45 %171
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,41 %153
  • Sonstige Fachabteilung0,38 %143
  • Pneumologie0,13 %48
  • Neurologie0,12 %47
  • Nephrologie0,096 %36
  • Strahlenheilkunde0,066 %25
  • Thoraxchirurgie0,037 %14
  • Unfallchirurgie0,035 %13
  • Endokrinologie0,032 %12
  • Rheumatologie0,029 %11
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,027 %10
  • Gefäßchirurgie0,024 %9
  • Neurochirurgie0,019 %7
  • Orthopädie0,016 %6
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,013 %5
  • Dermatologie0,011 %4
  • Herzchirurgie0,011 %4
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Urologie0,011 %4
  • Kinderkardiologie0,005 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K22.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis4

Barrett-Ösophagitis
Primärschlüssel
Barrett-Ösophagus
Primärschlüssel
Barrett-Syndrom
Primärschlüssel
Refluxösophagitis mit Barrett-Ösophagus
Zwei Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Barrett-Ösophagus

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte