K22.2 Ösophagusverschluss

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAUlkuskrankheit mit Perforation und/ oder Blutung / Ösophagusatresie / -stenose, andere angeborene gastrointestinale Anomalien (> 5 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
1 – 124Altersbeschränkung: 1 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Ösophagusmembran (erworben)

Kompression Ösophagus

Konstriktion Ösophagus

Stenose Ösophagus

Striktur Ösophagus

Exklusive:

Angeborene Ösophagusmembran Q39.4

Angeborene Ösophagusstenose oder -striktur Q39.3

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt für Aufnahmen ab 01.10.2020 · auch für Rechnungen, die am 19.08.2020 in MD-Prüfung waren

Stationäre Aufnahme wegen retrosternalem Brennen und rezidivierendem Brechreiz. Gastroskopisch Nachweis einer Hiatusgleithernie mit ausgeprägter Refluxösophagitis Stadium IV mit mehreren cardianahen Ulcera, jedoch ohne Blutungszeichen. Wie ist die Refluxösophagitis Stadium IV zu kodieren?

seit Jahrgang 2022

Entscheidung des Schlichtungsausschusses zu der KDE 513, veröffentlicht am 19.08.2020

Ein im Krankenhaus bekannter Patient wurde in schlechtem AZ mit bekanntem inoperablem Ösophaguskarzinom aufgenommen mit tumorbedingter Ösophagusstenose. Therapie: Ösophagusbougierung. Entlassung des Patienten am Folgetag ohne weitere Maßnahmen. Was ist die Hauptdiagnose, das Ösophaguskarzinom (C15.

Aufnahme ca. vier Monate nach Operation eines Kardiakarzinoms wegen Anastomosenstenose des Ösophagus zur Bougierung. Eine Nachbehandlung des Karzinoms war nicht vorgesehen. Ein Rezidiv lag nicht vor (CT, Endosono), es erfolgte lediglich die Bougierung. Wie sind Haupt- und Nebendiagnose zu kodieren? K22.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext K22.2 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

14.336 Fälle · 61 % Männer · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 62 % Innere Medizin’23

Rang 243 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,081 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 69 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr12080400,84 %2,9
1 bis unter 5 Jahre3531911622,5 %2,2
5 bis unter 10 Jahre133100330,93 %2,4
10 bis unter 15 Jahre10265370,71 %3,1
15 bis unter 18 Jahre7152190,50 %2,5
18 bis unter 20 Jahre171520,12 %2,2
20 bis unter 25 Jahre7850280,54 %3,1
25 bis unter 30 Jahre9455390,66 %2,9
30 bis unter 35 Jahre167101661,2 %5,0
35 bis unter 40 Jahre175103721,2 %3,5
40 bis unter 45 Jahre246180661,7 %3,8
45 bis unter 50 Jahre2911741172,0 %3,4
50 bis unter 55 Jahre5994141854,2 %3,6
55 bis unter 60 Jahre1.2078034048,4 %3,8
60 bis unter 65 Jahre1.7051.14755812 %3,7
65 bis unter 70 Jahre2.0391.33570414 %3,8
70 bis unter 75 Jahre2.0861.35573115 %3,8
75 bis unter 80 Jahre1.7531.00574812 %4,1
80 bis unter 85 Jahre1.78293285012 %4,4
85 bis unter 90 Jahre9574405176,7 %4,9
90 bis unter 95 Jahre2971241732,1 %4,4
ab 95 Jahren6425390,45 %4,6

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,2 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 5,0 Tagen (30 bis unter 35 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

37.649 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (62 %)

  • Innere Medizin62 %23.309
  • Gastroenterologie24 %8.931
  • Chirurgie5,3 %1.989
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde3,4 %1.285
  • Pädiatrie1,6 %586
  • Übrige 24 Abteilungen4,1 %1.549
▸ Übrige einzeln
  • Kinderchirurgie1,1 %411
  • Geriatrie0,59 %222
  • Intensivmedizin0,50 %188
  • Kardiologie0,45 %171
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,41 %153
  • Sonstige Fachabteilung0,38 %143
  • Pneumologie0,13 %48
  • Neurologie0,12 %47
  • Nephrologie0,096 %36
  • Strahlenheilkunde0,066 %25
  • Thoraxchirurgie0,037 %14
  • Unfallchirurgie0,035 %13
  • Endokrinologie0,032 %12
  • Rheumatologie0,029 %11
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,027 %10
  • Gefäßchirurgie0,024 %9
  • Neurochirurgie0,019 %7
  • Orthopädie0,016 %6
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,013 %5
  • Dermatologie0,011 %4
  • Herzchirurgie0,011 %4
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Urologie0,011 %4
  • Kinderkardiologie0,005 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K22.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis17

Erworbene Ösophagusmembran
Primärschlüssel
Erworbener Schatzki-Ring des unteren Ösophagus
Primärschlüssel
Erworbener undurchgängiger Ösophagus
Primärschlüssel
Kardiaobstruktion a.n.k.
Primärschlüssel
Kardiastenose
Primärschlüssel
Kardiastriktur
Primärschlüssel
Kardiaverschluss
Primärschlüssel
Ösophaguseinengung
Primärschlüssel
Ösophaguskompression
Primärschlüssel
Ösophaguskonstriktion
Primärschlüssel
Ösophagusobstruktion
Primärschlüssel
Ösophagusstenose
Primärschlüssel
Ösophagusstriktur
Primärschlüssel
Ösophagusverschluss
Primärschlüssel
Speiseröhreneinengung
Primärschlüssel
Speiseröhrenstenose
Primärschlüssel
▸ noch 1 Einträge
Speiseröhrenstriktur
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Ösophagusverschluss

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte