DRGSystemDeutschland

K10.2-Entzündliche Zustände der Kiefer

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stellig
In der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSA’25
Erkrankungen der Zähne, des Zahnhalteapparates, der Kiefer und der Speicheldrüsen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Inklusive:

Osteomyelitis (neonatal) Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Osteonekrose (bestrahlungsinduziert) (medikamenteninduziert) Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Osteoradionekrose Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Ostitis Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Periostitis Kiefer (akut) (chronisch) (eitrig)

Sequester des Kieferknochens

▸ noch 1 Angaben
Kodierhinweis:

Soll bei Strahlenwirkung die Strahlung oder bei Medikamentenwirkung die Substanz angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Subkodes4

K10.20Maxillärer Abszess ohne Angabe einer Ausbreitung nach retromaxillär oder in die Fossa caninaMorbi-RSA’25
K10.21Maxillärer Abszess mit Angabe einer Ausbreitung nach retromaxillär oder in die Fossa caninaMorbi-RSA’25
K10.28Sonstige näher bezeichnete entzündliche Zustände der KieferMorbi-RSA’25
K10.29Entzündlicher Zustand der Kiefer, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Rang 375 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,050 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 67 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr5320,055 %6,0
1 bis unter 5 Jahre12176451,3 %2,1
5 bis unter 10 Jahre2791781013,1 %2,2
10 bis unter 15 Jahre8745420,97 %3,3
15 bis unter 18 Jahre5424300,60 %3,2
18 bis unter 20 Jahre3314190,37 %5,2
20 bis unter 25 Jahre15779781,7 %4,0
25 bis unter 30 Jahre15691651,7 %3,8
30 bis unter 35 Jahre17497771,9 %4,4
35 bis unter 40 Jahre2261161102,5 %4,5
40 bis unter 45 Jahre2711381333,0 %4,7
45 bis unter 50 Jahre3251661593,6 %6,2
50 bis unter 55 Jahre5102372735,7 %5,9
55 bis unter 60 Jahre7813983838,7 %6,1
60 bis unter 65 Jahre1.00251948311 %6,5
65 bis unter 70 Jahre1.05250354912 %6,4
70 bis unter 75 Jahre1.15853262613 %6,8
75 bis unter 80 Jahre93141351810 %6,7
80 bis unter 85 Jahre1.03942861112 %6,8
85 bis unter 90 Jahre5171843335,7 %6,2
90 bis unter 95 Jahre11326871,3 %6,0
ab 95 Jahren204160,22 %7,2

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,1 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 6,8 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

8.967 Fälle

Überwiegend Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie (91 %)

  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie91 %8.180
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde2,6 %235
  • Pädiatrie1,6 %140
  • Innere Medizin1,3 %115
  • Plastische Chirurgie0,88 %79
  • Übrige 21 Abteilungen2,4 %218
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie0,54 %48
  • Kinderchirurgie0,49 %44
  • Chirurgie0,28 %25
  • Kardiologie0,17 %15
  • Unfallchirurgie0,17 %15
  • Gastroenterologie0,16 %14
  • Intensivmedizin0,14 %13
  • Geriatrie0,11 %10
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,10 %9
  • Dermatologie0,067 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,045 %4
  • Sonstige Fachabteilung0,033 %3
  • Nephrologie0,022 %2
  • Pneumologie0,022 %2
  • Strahlenheilkunde0,022 %2
  • Augenheilkunde0,011 %1
  • Kinderkardiologie0,011 %1
  • Neurochirurgie0,011 %1
  • Nuklearmedizin0,011 %1
  • Orthopädie0,011 %1
  • Thoraxchirurgie0,011 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu K10.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Entzündliche Zustände der Kiefer

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte