I50.0- Rechtsherzinsuffizienz

ICD-10-GM 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSALeichte und n.n.bez. Herzinsuffizienz, Z.n. altem Myokardinfarkt — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · 2 weitere Quellen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Kodierhinweis:

Soll das Vorliegen von Endorganmanifestationen (Magen-Darm-Trakt, Leber) oder eines Cor pulmonale angegeben werden, so ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.

Soll das Stadium der Rechtsherzinsuffizienz angegeben werden, ist für die Schlüsselnummern I50.00 und I50.01 eine zusätzliche Schlüsselnummer aus I50.02!-I50.05! zu benutzen.

Regeln außerhalb des Katalogs5

gilt über I50.-

Steht eine Herzkrankheit in kausalem Zusammenhang zur Hypertonie, so ist ein Kode für die Herzkrankheit (z.B. aus I50.− Herzinsuffizienz oder I51.− Komplikationen einer Herzkrankheit und ungenau beschriebene Herzkrankheit) gefolgt von I11.− Hypertensive Herzkrankheit anzugeben.

gilt über I50.-

In Fällen, bei denen sowohl eine hypertensive Herzkrankheit (I11.–) als auch eine hypertensive Nierenkrankheit (I12.–) vorliegt, ist ein Kode für die Herzkrankheit (z.B. aus I50.– Herzinsuffizienz) und für die Nierenkrankheit (z.B. aus N18.

Verschlüsselung einer Stauungspneumonie in Verbindung mit Herzinsuffizienz

BSGBSG, Urteil vom 16.07.2025: Prüfverfahren nach § 275 Abs 1c SGB 5 – Korrektur der Hauptdiagnose – teleologische Reduktion der Regelung über Datensatzkorrekturen nach de …16.07.2025

Die Regelung über Datensatzkorrekturen nach der Prüfverfahrensvereinbarung 2016 (juris: PrüfvVbg) ist im Fall der Korrektur der Hauptdiagnose teleologisch dahingehend zu reduzieren, dass im gerichtlichen Verfahren sich der Vergütungsanspruch unter voller materieller Prüfung nach der sich danach ergebenden Hauptdiagnose bestimmt, der Anspruch des Krankenhauses aber auf den Rechnungsbetrag beschränkt ist, der sich aus der ursprünglich erfolgten Kodierung oder in zulässiger Weise erfolgten Nachkodierung ergibt.

Volltext anzeigen (~18 Seiten)

Wird geladen …

BSGBSG, Urteil vom 23.06.2015: Vergütungsanspruch des Krankenhauses gegen die Krankenkasse – keine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung für unter 60-jährige P …23.06.2015

Eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung ist nur für Patienten ab Vollendung des 60. Lebensjahrs vorgesehen.

Volltext anzeigen (~15 Seiten)

Wird geladen …

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes6

I50.00 Primäre RechtsherzinsuffizienzCCL:1234Morbi-RSA⚖ 5ATC: 35’25
I50.01 Sekundäre RechtsherzinsuffizienzCCL:123Morbi-RSA⚖ 11ATC: 35’25
I50.02! ohne BeschwerdenAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 35’25
I50.03! mit Beschwerden bei stärkerer BelastungAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 35’25
I50.04! mit Beschwerden bei leichterer BelastungAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 35’25
I50.05! mit Beschwerden in RuheAusrufezeichenkodeMorbi-RSA⚖ 6ATC: 35’25

Diagnosehäufigkeit

156.172 Fälle · 52 % Frauen · Gipfel 85 bis unter 90 Jahre · 63 % Innere Medizin’24

Rang 10 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,87 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 83 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2916130,019 %10,7
1 bis unter 5 Jahre191180,012 %27,0
5 bis unter 10 Jahre2615110,017 %17,8
10 bis unter 15 Jahre2410140,015 %9,6
15 bis unter 18 Jahre191090,012 %3,5
18 bis unter 20 Jahre10820,006 %53,1
20 bis unter 25 Jahre3318150,021 %15,1
25 bis unter 30 Jahre6247150,040 %9,9
30 bis unter 35 Jahre14196450,090 %11,3
35 bis unter 40 Jahre224149750,14 %10,2
40 bis unter 45 Jahre4823251570,31 %10,2
45 bis unter 50 Jahre7625452170,49 %10,0
50 bis unter 55 Jahre1.4199944250,91 %10,5
55 bis unter 60 Jahre3.1532.1829712,0 %10,8
60 bis unter 65 Jahre5.6023.8001.8023,6 %10,9
65 bis unter 70 Jahre8.7615.6453.1165,6 %11,1
70 bis unter 75 Jahre14.2098.2955.9149,1 %11,0
75 bis unter 80 Jahre18.6159.9448.67112 %10,9
80 bis unter 85 Jahre35.21816.76718.45123 %10,7
85 bis unter 90 Jahre42.29717.88224.41527 %10,4
90 bis unter 95 Jahre19.9617.16012.80113 %9,9
ab 95 Jahren5.1061.4993.6073,3 %9,1

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

468.551 Fälle

Überwiegend Innere Medizin (63 %)

  • Innere Medizin63 %294.033
  • Kardiologie27 %127.211
  • Geriatrie4,7 %21.797
  • Pneumologie1,1 %5.139
  • Nephrologie0,94 %4.396
  • Übrige 27 Abteilungen3,4 %15.975
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,69 %3.221
  • Intensivmedizin0,62 %2.917
  • Sonstige Fachabteilung0,39 %1.808
  • Herzchirurgie0,34 %1.608
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,33 %1.527
  • Chirurgie0,30 %1.419
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,19 %875
  • Neurologie0,13 %605
  • Kinderkardiologie0,066 %308
  • Gefäßchirurgie0,062 %291
  • Endokrinologie0,057 %268
  • Unfallchirurgie0,054 %253
  • Thoraxchirurgie0,040 %187
  • Urologie0,037 %175
  • Pädiatrie0,030 %140
  • Orthopädie0,028 %130
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,014 %66
  • Dermatologie0,010 %46
  • Rheumatologie0,010 %45
  • Neurochirurgie0,005 %25
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,004 %19
  • Plastische Chirurgie0,003 %16
  • Strahlenheilkunde0,003 %12
  • Neonatologie0,002 %8
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,001 %4
  • Allgemeine Psychiatrie0,000 %1
  • Augenheilkunde0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu I50.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)’2535

A10BK
Natrium-Glucose-Cotransporter-2-(SGLT2)-InhibitorenICD:E11.2-E11.20E11.21+133’25
C01AA
DigitalisglykosideICD:I11.0-I11.00I11.01+39’25
C01AC
StrophanthusglykosideICD:I11.0-I11.00I11.01+39’25
C01AH
Homöopathische und anthroposophische Zubereitungen mit HerzglykosidenICD:I11.0-I11.00I11.01+50’25
C01AP
Andere pflanzliche Zubereitungen mit HerzglykosidenICD:I11.0-I11.00I11.01+36’25
C01CX
Andere KardiostimulanzienICD:I11.0-I11.00I11.01+39’25
C01EB
Andere HerzmittelICD:I11.0-I11.00I11.01+20’25
C03AA
Thiazide, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03BA
Sulfonamide, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03BX
Andere Low-ceiling-DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03CA
Sulfonamide, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03DA
AldosteronantagonistenICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03EA
Low-ceiling-Diuretika und Kalium sparende MittelICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03EB
High-ceiling-Diuretika und Kalium sparende DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03EC
Aldosteronantagonisten und Low-ceiling-DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
C03ED
Aldosteronantagonisten und High-ceiling-DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+105’25
▸ noch 19 Einträge
C03XH
Andere homöopathische und anthroposophische DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+83’25
C03XP
Pflanzliche DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+83’25
C07AA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektivICD:E05.0E05.1E05.2+151’25
C07AB
Beta-Adrenozeptorantagonisten, selektivICD:G21.0G24.0G24.1+143’25
C07AG
Alpha- und Beta-AdrenozeptorantagonistenICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C07BA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv, und ThiazideICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C07BB
Beta-Adrenozeptorantagonisten, selektiv, und ThiazideICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C07CA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv, und andere DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C07CB
Beta-Adrenozeptorantagonisten, selektiv, und andere DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C07DA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv, Thiazide und andere DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C07FB
Beta-Adrenozeptorantagonisten und CalciumkanalblockerICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C07FX
Beta-Adrenozeptorantagonisten, andere KombinationenICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C09AA
ACE-Hemmer, reinICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C09BA
ACE-Hemmer und DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C09CA
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB), reinICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C09DA
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) und DiuretikaICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C09DB
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) und CalciumkanalblockerICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C09DX
Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB), andere KombinationenICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25
C09XA
Renin-InhibitorenICD:I10.0-I10.00I10.01+113’25

Änderungen

2010Bestand
Rechtsherzinsuffizienz

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte